NT - Bibelkritik
Widersprüche im "Neuen Testament" - Eine muslimische Sicht
Der Islam sieht sich selbst als korrigierende religiöse Bewegung. Im Gegensatz zum modernen Judentum befasst sich der Islam deshalb aktiv auch mit den Schriften der großen monotheistischen Religionen. Ein Vertreter dieser islamischen Bibelkritik ist Pierre Vogel aus Frechen. Als Abu Hamza studierte der deutsche Konvertit Islamwissenschaften, ging nach Mekka und ist seit 2006 als islamischer Prediger in Deutschland tätig. Vogel ist salafistischer Fundamentalist.

Die islamistische Bewegung der Salafisten und ihre Radikalität haben viele Terrororganisationen, bis hin zu al-Qaida beeinflusst. Abu Hamza lehnt jedoch, nach eigenen Aussagen, jeglichen Terror ab.

Seine islamistische Einstellung wird für ihn zunehmend zum Problem, in immer mehr Gemeinden ist er unerwünscht. Sein Informationsmaterial kritisiert das christliche Bibelverständnis, richtet sich aber auch gegen jüdische Glaubenslehren.

Bei seinen Ausarbeitungen bzgl. des Neuen Testaments scheint er sich jedoch zumindest teilweise auf klassisch-aufklärerische Quellen zu stützen.


Weitere Informationen zur jüdischen Sicht auf das Christentum erhalten Sie hier oder in russischer Sprache unter:

Еврейский ответ
 
Die Tora wurde uns durch Engel übergeben
Paulus behauptet in seinem Brief an die Galater, dass das Gesetz (gemeint ist die Tora), durch Engel an einen Mittler (Mose) übergeben wurde. Lukas schließt sich in seiner Apostelgeschichte dieser Meinung an.
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Jakobs Einzug in Ägypten
Image Den meisten ist die Geschichte des Patriarchen Jakob (Ja'aqob(יעקב)) bekannt. Aus Jakobs Nachkommenschaft gingen die zwölf Stämme Israels hervor. Sein Tod fand in Ägypten statt, wohin ihn sein Sohn Joseph, inzwischen ein einflussreicher Mann, geholt hat.

Der Einzug der Familie ist genaustens Verzeichnet, die Angaben weichen im Neuen Testament jedoch, von den Angaben des Alten Testaments ab.
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Die Prophezeihung über einen "Nazarener" ist ohne Beleg
Mattäus behaupt, dass Joseph sich in der Stadt Nazareth nieder liess, damit eine Prophezeihung erfüllt wird.
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Die Söhne Hemors und Jakobs Begräbnis
Laut der Apostelgeschichte sollen der Patriarch Jakob und seine Väter in einer von Abraham, von den Söhnen Hemors gekauften Höhle begraben worden sein.

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"Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich. Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm "Schulter an Schulter dienen" (Soph 3,9).

Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen."

Zweites Vatikanische Konzil, Nostra Aetate

 
Der griechische Satiriker Lukian (Lucian) von Samosata (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 De morte Peregrini, 11 "Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben."
 

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