Judenmission heute
Universität Tübingen ist „Theorie-Hochburg der Judenmission“
Am 14. Dezember 1999 hielt die evangelisch-theologische Fakultät der Universität Tübingen einen Studientag zum Thema Christlicher und jüdischer Glaube – Zwei Wege zum Heil? ab. Dazu waren nur christliche Theologen und Judenmissionare als Referenten eingeladen. Landesrabbiner Joel Berger kritisierte dies am 31. Dezember 1999: Das Thema stelle das Judentum als eigenständigen Heilsweg bereits in Frage. Ein Dialog ohne Juden sei Heuchelei. Seinen Brief ließen die Initiatoren des Studientags unbeantwortet. Das Schwäbische Tagblatt berichtete kritisch darüber und zitierte gedruckte Aussagen von Tübinger Theologen (Peter Stuhlmacher, Eberhard Jüngel u. a.) mit dem Fazit, Tübingen sei schon lange eine „Theorie-Hochburg der Judenmission“. Das Angebot des Tagblatts zu einer Podiumsdiskussion mit jüdischen Gemeindegliedern sagten alle angefragten evangelischen Theologieprofessoren ab.
 
Der neue kalte Krieg gegen die Juden

Von Uwe Stolz

Eine 13-köpfige internationale Projektgruppe der Theologischen Kommission verabschiedete am 22. August in Woltersdorf bei Berlin eine „Erklärung zur Einzigartigkeit Jesu und zur Evangelisation unter Juden in Europa heute“. Damit soll die Identität als Jude erneut in Frage gestellt und abgewertet werden.

In dem zweiseitigen Dokument heisst es, dass jeder Christ dazu aufgerufen sei, das Evangelium aller Welt zu verkünden. Das schliesse die Juden im Besonderen ein. Sowohl Jesus selbst als auch der Apostel Paulus hätten sich stets zuerst an die Juden gewandt. Nichts ist seit Jesu Kommen geschehen, das etwas daran ändern würde, dass Israel und die Nationen das Evangelium brauchen, heisst es in der Erklärung.

Diese erneute Beschlussfassung der weltweiten Christenvereinung zur Missionierung und Evangelisation der Juden ist der Beginn eines neuen kalten Krieges, sowie der Versuch eines neuen spirituellen Völkermordes. Scheinheilig proklamierte man auf diesem Kongress: „Wir respektieren das Recht eines jeden Menschen auf Meinungs- und Religionsfreiheit.“ Weiter heisst es: „Wir bedauern zutiefst, dass während des Völkermordes durch den Holocaust, als das jüdische Volk in seiner grössten Gefahr war, die meisten Christen geschwiegen haben.“

Während der fünftägigen Konferenz hatte der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Rektor Rolf Hille (Tübingen), erklärt, dass jeder Christ dazu aufgerufen sei, den jüdisch-christlichen Dialog durch die Missionierung und Evangelisation der Juden zu ersetzen. Er gab zugleich die Begründung seiner Forderung. Er ist der Auffassung, dass angeblich aufgrund des Holocausts es leider heute den Trend gäbe, Mission und Evangelisation unter Juden gänzlich durch den jüdisch-christlichen Dialog zu ersetzen, weil viele unsicher im Umgang mit Juden seien. Würde man die Mission der Juden aufgeben, bliebe nur die Vorstellung einer abrahamitischen Ökumene, diese aber ist nicht das Ziel des Christentum und habe keine neutestamentliche Grundlage. Ohne das Kreuz und die Auferstehung Jesu sei das Christentum nicht mehr als „ein moralisches System ohne Kraft zur Erlösung“, sagte Hille.

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Von Mission zum Dialog - Die innerchristliche Debatte seit 1945
Das Verhältnis zwischen Christentum und Judentum ist heute weitgehend von gegenseitiger Akzeptanz und Gesprächsbereitschaft geprägt. "Wir glauben an den Gott des Jesus von Nazaret, aber wir glauben nicht alle, dass Jesus von Nazaret Gott ist" - so könnte man den Grundkonsens des Dialogs beschreiben. Dennoch anerkennen einige liberale und reformorientierte Strömungen innerhalb des Judentums Jesus als Rabbi oder gar Propheten, der den Völkern den Gott Israels und seinen Willen bekannt gemacht hat und sie damit an Israels Verheißungsgeschichte teilhaben lässt.

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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 
Agadat Bereschit c. 31

"Stumpfsinnig sind die, welche die Unwahrheit sprechen, indem sie sagen, Gott habe einen Sohn und lasse ihn töten. Wenn Gott es nicht mit ansehen konnte, dass Abraham seinen Sohn opferte ... hätte er seinen eigenen Sohn töten lassen, ohne die ganze Welt zu zerstören und sie zum Chaos zu machen? Darauf bezieht sich das Wort Salomos von dem "Einen ohne Zweiten, der keinen Sohn und keinen Bruder hat" (Kohelet 4,8).
 

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