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Judenmission
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus. Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79). Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)." Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission" |
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"Bemühen aber mit einem unbedingten Willen zur Bekehrung zum Glauben der christlichen Kirche und deshalb mit einem gänzlich fehlenden Respekt vor der Identität und Integrität des jüdischen Glaubens." [...]
„Gott hat Israels Bund zu keinem Zeitpunkt gekündigt. Israel bleibt Gottes erwähltes Volk, obwohl es den Glauben an Jesus als seinen Messias nicht angenommen hat. Diese Einsicht lässt uns – mit dem Apostel Paulus – darauf vertrauen, Gott werde sein olk die Vollendung seines Heils schauen lassen. Es bedarf dazu unseres missionarischen Wirkens nicht“ [...] „Wir handeln gegen die eindeutige Botschaft des Neuen Testamentes, wenn wir die Juden wie die Heiden ‚missionieren’. Nach dem Neuen Testament können wir gar nicht zum jüdischen Volk hin gesandt werden (missio), weil wir schon immer mit ihm verbunden sind und bleiben.“ [...] “Die bleibende Berufung und Sendung Israels verbietet es der Kirche, ihr Zeugnis ihm gegenüber in derselben Weise wie ihre Sendung (Mission) zu allen anderen Völkern zu verstehen“. [...] "Für die EKiR und alle ihre Gemeinden und Einrichtungen ist in Übereinstimmung mit dem größten Teil der protestantischen Kirchen Europas deshalb Judenmission heute aus theologischen Gründen ausgeschlossen." LERNT MIT ISRAEL, LEHRT IN DERWELT! Unser biblisch begründetes Nein zur Judenmission - EKiR (Evangelischer Kirchenverband Köln und Region)
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"Die EKD hat sich 2000 offiziell gegen die Mission von Juden ausgesprochen. Sie seien »Gottes Volk« und müssten damit nicht bekehrt werden, um an seinem »Heil« teilhaben zu können. Außerdem sei »jeder Versuch, jüdische Menschen zum Glauben an Jesus als Messias zu führen, von vornherein durch die Hypothek der im Laufe der zweitausendjährigen Kirchengeschichte aufgetretenen Judenfeindschaft unerträglich belastet«, besonders wegen des Holocausts." Mission Gottesreich (Oda Lambrecht, Christian Baars) |
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"Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich. Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm "Schulter an Schulter dienen" (Soph 3,9). Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist. Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen." Zweites Vatikanische Konzil, Nostra Aetate |
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„Weil Gottes Bund Israel bereits das Heil erschlossen hat, braucht die Kirche nicht um das Heil Israels besorgt zu sein, die Juden nicht zum christlichen Glauben zu bekehren und sie nicht um ihres Heiles willen zur Taufe zu veranlassen“ Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) - Gesprächskreis Juden und Christen |
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Es ist nicht vertretbar "Juden mit den außerhalb des biblischen Gottesglaubens stehenden Menschen und Völkern gleich zu stellen, noch den ihnen fehlenden Glauben an Jesus zum entscheidenden Kriterium für ihre Zugehörigkeit zu Gott und zum Bereich seines Heils zu erklären“ [...] „Unbestritten bleibt für Paulus bei alledem, dass Israel auch weiterhin in besonderer Weise mit Gott verbunden ist, obwohl es sich in seiner Mehrheit der Botschaft von Jesus als seinem Messias und Herrn verschloss: Es ist aufgrund der ihm von Gott verliehenen Heilsgaben (Röm 9,4f) bleibend erwählt und damit Gottes Volk (Röm 11,2). Die weltweite Völkermission ist der endzeitlichen Sammlung Israels zugeordnet als deren Vorbedingung. Weder ist Israel vom Heil getrennt, noch ist es eingeebnet in die Völkerwelt – als ein Volk unter anderen. Grundsätzlich bleibt der Auftrag zur Sammlung Israels als des Gottesvolkes des Anfangs bestehen (Gal 2,7); aber er ist hinsichtlich seiner Durchführung geschieden vom Auftrag zur weltweiten Völkermission.“ Evenagelische Kirche in Deutschland - Denkschrift "Christen und Juden" |
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"Grundsätzlich ist uns Christen seit Beginn an das Gespräch mit unseren „älteren Brüdern und Schwestern" (Papst Johannes Paul II.) als Aufgabe gegeben; denn schon in den frühesten Zeugnissen unseres Glaubens klärt der Apostel Paulus, dass das jüdische Volk der Grund des Christentums ist und er warnt vor Überheblichkeit: „Denn nicht ihr tragt die Wurzel sondern die Wurzel trägt euch." (Brief an die Römer 11,18) Unmissverständlich stellt Paulus klar, dass das Heilsversprechen Gottes an das auserwählte Volk andauert. […] Wir können nur demütig mit den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. um die Gnade der Versöhnung bitten, sowie die Aufgabe annehmen, die uns das II. Vatikanische Konzil noch einmal einschärft, nämlich aktiv gegen „alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und irgendjemand gegen Juden richten" (Nostra aetate 4) aufzustehen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel vorzugehen." Stadtdechant Dr. Michael Dörnemann (Katholische Kirche, Bistum Essen) in einem Grußwort anlässlich des Pessach-Festes, an die Jüdische Gemeinde „Duisburg – Mülheim/Ruhr - Oberhausen“ |
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von Miriam Wölke Ich fand diesen Kommentar eines Lesers interessant und bin der Meinung, dass er andere vielleicht auch interessiert. Deswegen stelle ich den Kommentar samt meiner Antwort in den Blog. Ursprünglich bezieht sich der Kommentar auf einen Artikel gegen christliche Missionare.
Ihr seid herzlichst eingeladen, auch Euren Senf dazuzugeben ! _________________________
Leser:
Als Christen haben wir nun mal den Missionsbefehl: "Gehet hin in alle Welt..."
Ich verstehe unter Mission allerdings nicht das Beschwatzen anderer Leute, sondern schlicht das Bekennen des eigenen Glaubens. So gesehen ist dein ganzer Blog (oder zumindest der Hamantaschen-Blog) nichts anderes als jüdische Mission und ich finde dies auch in Ordnung. Im Gegenteil, ich habe mich immer gewundert, wieso es keine jüdische Mission gibt, wo doch auch in den Psalmen immer wieder aufgefordert wird, den G´tt Israels allen Völkern bekannt zu machen.
Ich halte es einfach für unnatürlich, wenn man über das was einen bewegt nicht auch redet. Natürlich gehört dazu auch Taktgefühl und Respekt vor dem Glauben des Anderen.
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von Miriam Wölke Als Juden kann uns der Papstbesuch im Mai völlig egal sein. Was haben wir mit dem zu tun ? Nichts, doch die Jerusalemer Juden müssen sich auf so einiges gefasst machen. Auf Straßensperren und Sicherheitskontrollen in der Altstadt und Umgebung.
Das alles ist man in Jerusalem durchaus gewohnt, denn nicht selten kommen US - Prãsidenten, Condoleeca Rice oder irgendwelche Hillary Clintons angerauscht. Der Papst jedoch bringt das Problem mit sich, dass, wenn er an der Kotel (Klagemauer) beten will, das gesamte Gebiet gesperrt wird. Bei einem US - Prãsidenten wird Verstãndnis aufgebracht, denn der Kotelbesuch ist meist von kurzer Dauer. Beim Papst hingegen soll das anders werden und außerdem plant er gleich mehrere Besuch. |
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von Miriam Wölke Nach zwei starken Auftritten, trat Rabbi Tuvia Singer bei seiner vierten und letzten Session am gestrigen Abend im Jerusalemer "Israel Center" recht schwach auf. Generell waren die meisten Inhalte eine Wiederholung des vorherigen dritten Vortrags. Dennoch gab es ein paar Ausnahemn, die ich an dieser Stelle auflisten will.
Zuerst jedoch: Das Publikum war wieder zahlreich erschienen, wenn auch nicht mehr so zahlreich wie in den vorangegangenen drei Wochen. Was direkt ins Auge fiel, war der relativ geringe Prozentsatz der teilnehmenden Christen. In der vergangenen Woche noch war fast die Hälfte der mindestens 100 Zuhörer christlich gewesen; gestern hingegen waren es vielleicht fünf Nichtjuden. Kann sein, dass sich die anderen ja besser incognito hielten.
Tuvia Singer stieg gleich von Beginn an richtig ein und verkündete, dass es weltweit 1000 messianische Gemeinde gebe. Das besondere erklärte Ziel der Jews for J. sei, Juden zum Christentum zu bekehren. Ihre Gemeinden sind schon aus dem Grund nicht unter Kirchen aufgelistet, sondern die Messianics lassen sich in örtlichen Telefonbüchern unter "Synagogen" einschreiben. Schon deren innere Struktur ist absurd, da die Mehrheit der sogenannten messianischen "Juden" sind eh keine Juden, sondern Christen und in nicht wenigen dieser "Gemeinden" bestehen Diskurse darüber, ob nicht besser nur die "Juden" führende Gemeindeposition einnehmen sollen.
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von Miriam Wölke Vorhergehende Berichte:
1. Session
2. Session
Die dritte Session von Rabbi Tuvia Singers vierteiliger Vortragsreihe gegen christliche Judenmission fand am letzten Sonntag im Jerusalemer "Israel Center" (Orthodox Union) statt. Wie gewohnt waren wieder mindestens 100 Zuhörer eingetroffen und es herrschte reges Interesse. Zum dritten Teil der Serie waren ebenso ungewöhnlich viele Christen anwesend; dazu viele relig. Juden einschließlich Benjamin Kluger von der israelischen Anti - Missionsorganisation "Yad LeAchim". Was mir persönlich immer wieder neu auffällt ist, dass sich so mancher Christ mit jüdischen Kleidungsstücken schmückt. So steht die Kipa ganz hoch im Kurs, gefolgt von den Zizit, den Schaufäden. Bei den christlichen Frauen steht eine Form der Kopfbedeckung verheirateter Frauen, die Midpachat, hoch im Kurs. Aber eines sei offen gesagt: So sehr sie sich auch "verkleiden und auf jüdisch machen wollen, erkennen tut sie ein geübtes Auge immer !" Richtig nervig wird es dann aber, wenn sie sich auch noch versuchen, aufzudrängen und die Juden vor Liebe fast zu erdrücken, wie die blonde ältere Christin, die mit ihrer blauen Kopfbedeckung überall herumschwirrte und in der Orthodox Union schalten wund walten wollte. Sie wollen dazugehören und dabei übersehen sie, dass sie das eben nicht tun. |
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von Miriam Wölke Gerade jetzt, nur wenige Wochen vor Pessach, kommen christliche Missionare wieder so richtig in Fahrt und, wie gewohnt, unterlassen sie dabei nichts, um Juden in die Irre zu führen.
Als wären wir etwas anderes gewohnt ?
Hier eine aktuelle Warnung von Rabbi Tuvia Singer: Missionare bieten im Internet eine "Familienhaggadah" zu Pessach an. Hier gibt es dazu ausführliche Infos und wenn Ihr die Verbreitung der Missionshaggadah mitverhindern wollt, dann unterschreibt bitte die Petition auf dem von mir angegebenen Link von ARUTZ 7 ! |
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 " Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!" |
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"Juden für Jesus" versuchen das Gleiche auf spirituellem Wege, was die Hamas auf körperlichem Wege tut". Rabbi Tuvia Singer, Arutz 7 |
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