Judenmission
Der neue kalte Krieg gegen die Juden

Von Uwe Stolz

Eine 13-köpfige internationale Projektgruppe der Theologischen Kommission verabschiedete am 22. August in Woltersdorf bei Berlin eine „Erklärung zur Einzigartigkeit Jesu und zur Evangelisation unter Juden in Europa heute“. Damit soll die Identität als Jude erneut in Frage gestellt und abgewertet werden.

In dem zweiseitigen Dokument heisst es, dass jeder Christ dazu aufgerufen sei, das Evangelium aller Welt zu verkünden. Das schliesse die Juden im Besonderen ein. Sowohl Jesus selbst als auch der Apostel Paulus hätten sich stets zuerst an die Juden gewandt. Nichts ist seit Jesu Kommen geschehen, das etwas daran ändern würde, dass Israel und die Nationen das Evangelium brauchen, heisst es in der Erklärung.

Diese erneute Beschlussfassung der weltweiten Christenvereinung zur Missionierung und Evangelisation der Juden ist der Beginn eines neuen kalten Krieges, sowie der Versuch eines neuen spirituellen Völkermordes. Scheinheilig proklamierte man auf diesem Kongress: „Wir respektieren das Recht eines jeden Menschen auf Meinungs- und Religionsfreiheit.“ Weiter heisst es: „Wir bedauern zutiefst, dass während des Völkermordes durch den Holocaust, als das jüdische Volk in seiner grössten Gefahr war, die meisten Christen geschwiegen haben.“

Während der fünftägigen Konferenz hatte der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Rektor Rolf Hille (Tübingen), erklärt, dass jeder Christ dazu aufgerufen sei, den jüdisch-christlichen Dialog durch die Missionierung und Evangelisation der Juden zu ersetzen. Er gab zugleich die Begründung seiner Forderung. Er ist der Auffassung, dass angeblich aufgrund des Holocausts es leider heute den Trend gäbe, Mission und Evangelisation unter Juden gänzlich durch den jüdisch-christlichen Dialog zu ersetzen, weil viele unsicher im Umgang mit Juden seien. Würde man die Mission der Juden aufgeben, bliebe nur die Vorstellung einer abrahamitischen Ökumene, diese aber ist nicht das Ziel des Christentum und habe keine neutestamentliche Grundlage. Ohne das Kreuz und die Auferstehung Jesu sei das Christentum nicht mehr als „ein moralisches System ohne Kraft zur Erlösung“, sagte Hille.

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Rabbi Nachman von Bratslav

Rabbi Nachman von Bratslav (* 1772 in Medschybisch, gest. 16. Oktober 1810 in Uman) war ein chassidischer Zaddik.

Mütterlicherseits war er der Urgroßenkel von Baal Schem Tow , dem Begründer des Chassidismus. Väterlicherseits war er der Enkel von Rabbi Nachman von Horodenka, einem Schüler des Baal Schem Tow. Nachman wuchs in der chassidischen Atmosphäre seines Elternhauses auf, heiratete früh und lebte im Hause seines Schwiegervaters. Später ließ er sich in Mewedewka, einem Dorf in der Provinz Kiew nieder, wo er einen Kreis von Chassidim um sich versammelte.

1798 begab er sich in Begleitung eines Schülers auf eine Reise ins Heilige Land. Im Laufe von einigen Monaten besuchte er unter anderem Haifa, Jaffa, Tiberias und Safed, musste aber nach dem Einmarsch Napoleons das Land überstürzt wieder verlassen. Während seines Aufenthalts in einem Dorf in der Nähe von Schpola hatte er eine Auseinandersetzung mit Arie Leib, einem bejahrten chassidischen Führer, welcher Nachman sabbatianische und frankistische Ansichten vorwarf. 1802 zog er nach Bratslav, wo er bis 1810 blieb. Nachdem sein Haus in Bratslav abgebrannt war, zog er nach Uman, wo er am 18. Tischri 5571 (16. Oktober 1810) während des Sukkotfestes an Tuberkulose verstarb.

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Zur Klärung

Von Dr. M. J. Berdyczewski , Breslau

I.

Ist der Zionismus eine Macht von der Art, dass man ohne seine Gründe zu kennen, ohne das, was ihn hervorgerufen hat, zu prüfen, sich ohne weiteres von ihm angezogen fühlt im guten Glauben, dass er eine Wahrheit enthält und das Wort der Erlösung in sich birgt? Ist der Zionismus so beschaffen, dass er, wie der Sozialismus einem zur Religion wird, nicht weil er ihm gepredigt wurde, sondern weil man dasteht mit seinem Herzen für die Not der Armen und aus sich heraus eine soziale Gerechtigkeit herbeiwünscht? Ist der Zionismus nur eine politische Maxime, ein Schlagwort, das sich wie alle ähnlichen gebildet hat und unserer Zeit angepasst ist, oder weist er wirklich den Weg zur Umkehr und zur Einkehr ? Ging man in den Nationalitätenkampf, nur um mitzugehen und mitzutun, oder aus wirklicher Einsicht, dass das, was gewesen ist, nicht mehr sein kann und das, was uns durch alle Zeiten gehalten hat, uns nicht mehr halten kann? —

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Verfassungsschutzbericht 2003: Anschläge gegen jüdische Einrichtungen in der Türkei
Mit vier Anschlägen innerhalb von fünf Tagen wurde auch Istanbul in der Türkei vom islamistischen Terror heimgesucht. Am 15. November waren zwei Synagogen Ziel blutiger Anschläge. Dabei kamen 29 Menschen ums Leben, über 200 wurden verletzt.
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Der Gruftwächter

Kleines Arbeitszimmer, hohes Fenster, davor ein kahler Baumwipfel. Fürst (am Schreibtisch, im Stuhl zurückgelehnt, aus dem Fenster blickend), Kammerherr (weißer Vollbart, jugendlich in ein enges Jackett gezwängt, an der Wand neben der Mitteltür).
Pause.
FÜRST sich vom Fenster abwendend: Nun?
KAMMERHERR: Ich kann es nicht empfehlen, Hoheit.
FÜRST: Warum?
KAMMERHERR: Ich kann im Augenblick meine Bedenken nicht genau formulieren. Es ist bei weitem nicht alles, was ich sagen will, wenn ich jetzt nur den allgemein menschlichen Spruch anführe: Man soll die Toten ruhen lassen.
FÜRST: Das ist auch meine Ansicht.
KAMMERHERR: Dann habe ich es nicht richtig verstanden.
FÜRST: So scheint es.

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