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Judenmission
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Von Miriam Woelke Manchmal wünschte ich, Positiveres vermelden zu können, aber ausgerechnet heute, ein paar Stunden vor Yom Kippur, las ich einen denkwürdigen Artikel in einer Haredizeitung (ultra - orthod.).
Am 2. Oktober findet der Marsch der Christen durch die Jerusalemer Innenstadt statt. Hier hatte ich zu diesem Thema schon ausführlich berichtet.
Des Weiteren halten die angereisten Christen aus aller Welt im Jerusalemer Messezentrum Binyanei HaUma einen grossen Kongress ab, an dem auch unzählige christl. Missionare teilnehmen und das Event für ihre Zwecke nutzen werden. Die israel. Anti - Missionsorganisation Yad Le'Achim sowie weitere relig. Institutionen warnten schon im Vorfeld gegen die Veranstaltungen.
Brisant wird das ganze aber erst durch die Teilnahme des nationalreligiösen Sängers Dudu Fischer. Trotz Protesten von Yad LeAchim und führenden orthodoxen Rabbiner ist Fischer nicht bereit, seinen Auftritt im Binyanei HaUma abzusagen.
Es geht uns orthodoxen Juden nicht darum, alle Christen zu verunglimpflichen, aber leider ist es wie fast überall, dass gutgemeinte Veranstaltungen durch fragwuerdige Gestalten wie Missionare ins Zwielicht geraten.
Nun müssen alle Teilnehmer des christl. Marsches durch Jerusalem buessen, denn das Oberrabbinat hat zum Boykott aufgerufen. |
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von Miriam Woelke Das israelische Oberrabbinat (Rabbanut) hat allen Juden die Teilnahme am Marsch der Christen durch die Jerusalemer Innenstadt verboten.
Wie jedes Jahr ziehen auch an diesem Sukkot (Laubhüttenfest) wieder Tausende Christen durch die Jerusalemer Innenstadt. Schon zu Tempelzeiten war es üblich, dass Nichtjuden am Sukkot nach Jerusalem kamen, um im Tempel Opfer darzubringen. Halachisch sind Nichtjuden berechtigt, den Tempel zu betreten und Opfer zu bringen. Allerdings ist anzumerken, dass der Tempel nur in vorgeschriebenen Sektionen betreten werden darf. |
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Der griechische Satiriker Lukian (Lucian) von Samosata (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 De morte Peregrini, 11 "Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben." |
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Adrian Michael ist Rabbinerstudent am Potsdamer Abraham Geiger Kolleg. Er ist derzeit in seinem zweiten Ausbildungsjahr. Die Ausbildung beinhaltet neben den praktischen Aspekten des Berufes (u.a. Seelsorge, Liturgie, Quellenstudien, Chasanut) ein akademisches Studium an der Universität Potsdam. Hier studiert er zurzeit Jüdische Studien und Religionswissenschaften. Adrian geht sehr offen mit seinem Judentum um, er ist, wie auch die anderen Studentinnen und Studenten des Geiger Kollegs jederzeit ansprechbar für Fragen zum Judentum und aktiver Partner im jüdisch-christlichen Dialog. Aber es gibt für ihn auch Grenzen im aufeinander Zugehen, vor allem dann, wenn seine eigene Identität als Jude in Frage gestellt, oder abgewertet werden soll. Von einem solchen Fall berichtete er kürzlich in seinem Webblog (http://adi5767.wordpress.com). Er zeigt erneut, wie ignorant Messianisten bei ihren Missionsversuchen vorgehen: |
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von Miriam Woelke Freitag Abend war es wieder soweit. Ich befand mich auf dem Weg von der Klagemauer (Kotel) zum Hause von Rabbi Mordechai Machlis und oberhalb des Yaffa - Tores sah ich sie stehen. Eine blonde christliche Missionarin aus einem Anglo - Land. Dummdreist ging sie schnurstracks auf zwei junge Chabadnikkim zu und begann sofort mit ihren ueblichen Phrasen. "Warum koennt Ihr nicht einfach nur glauben" ? So rief sie freudestrahlend und happy clappy maessig aus. Mit dem Laecheln, warum glaubt ihr nicht auch an J. |
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«Уважаемый г-н Гольдштейн!
В связи с расследованием по делу "Дискредитация Кирилла Свидерского" необходим Ваш допрос в качестве обвиняемого. На этом основании, просим Вас явиться для разговора в четверг 28.06.2007 в 08;00 утра по указанному выше адресу: комната 511.
С дружескими пожеланиями, Брюссель Главный криминальный комиссар» Когда Михаил Гольдштейн из Дюссельдорфа позвонил в Лигу МАГЕН и сообщил, что его вызывают в полицию для предъявления обвинения в распространении порочащих господина Свидерского – пастора так называемой «мессианской общины Бейт-Хесед» сведений, мы удивились, но не сильно. Поскольку подобный опыт у нас имеется. Но об этом позже…. |
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von Miriam Wölke
Und wieder einmal sorgen christliche Missionare fuer Schlagzeilen in
haredischen Zeitungen. Im Jerusalemer Stadtteil Rehavia plante eine
sogenannte messianische Gemeinde eine Erweiterung ihrer
Raeumlichkeiten. Neben einem bestehenden Betsaal sollten Wohneinheiten
sowie eine groessere Suppenkueche gebaut werden.
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von Miriam Wölke
Vor etwas mehr als einem halben Jahr passierte es mir, dass eine sehr
religioese Christin mir eine Story aus der Gemara im Talmud zitierte.
Den Inhalt gab sie richtig wieder, ihre Schlussfolgerung dagegen war
falsch. Damals fragte ich mich, woher diese nicht gerade zu den
Intelligentesten zaehlende Kanadierin die Story aus dem Talmud kannte.
Um
weiteren falschen Schlussfolgerungen und Deutungen vorzubeugen, will
ich an dieser Stelle die Story aus dem Talmud erzaehlen und erklaeren.
Sie findet zweimal Erwaehnung; einmal im Traktat Sanhedrin 107b und ein zweites Mal im Traktat Sotah 47a.
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von Miriam Wölke
Laut aktuellen Berichten der "Jerusalem Post" und des britischen
"Independent" plant Papst Benedikt XVI. eine Wiedereinfuehrung des
lateinischen Ritus. Dieser Ritus beinhaltet Gebete mit eindeutig
antisemitischen Zuegen. u.a. wird, falls die Wiedereinfuehrung wirklich
erfolgt, am Karfreitag ein Gebet aus dem 16. Jahrhundert gesprochen,
welches die Juden auffordert, den christl. Messias J. endlich auch als
ihren Messias anzuerkennen. Woertlich heisst es in dem Gebet, dass die
Juden endlich aufwachen sollen und ihren Schleier von den Augen nehmen. |
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von Miriam Wölke
In Israel stellt sich mir das Thema juedisch - christlicher Dialog
nicht. Ich lebe orthodox, mein Freundeskreis ist fast nur religioes und
meine Freizeit verbringe ich ueberwiegend mit der juedischen Religion.
Man koennte fast sagen, dass ich mich ausschliesslich mit der
juedischen Religion beschaeftige. Nichtjuden gehoeren nicht in meinem
Freundeskreis. Ausser vielleicht ein paar Leuten, die gerade an einem
orthodoxen Konversionskurs (Giur) teilnehmen bzw. auf ihr Beit Din
(rabbinisches Gericht) warten.
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Mittlerweile habe ich mich daran gewoehnt, e
- mails von christlichen Missionaren zu bekommen. Egal ob auf Deutsch
oder Englisch. Da ich verhaeltnismaessig viel ueber das Vorgehen der
Missionare berichte, meinen diese, sie muessten mich jetzt zum
messianischen Judentum bekehren und schreiben mir ihre absurden Ideen.
Wenn ich mich nicht sofort bekehren lasse, ende ich in der Hoelle.
Ehrlich gesagt ist mir ein Hoellenbesuch lieber als mich mit diesen
Leuten zu treffen. Aber um es dennoch abermals klar zu machen, im
Judentum haben wir keine Hoelle, sondern ein voellig anderes Konzept.
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von Miriam Wölke
In ihrer aktuellen Ausgabe portraetiert die nationalreligioese
Wochenzeitung SHEVA den Yad Le' Achim (israel. Anti - Missons -
Organisation) Mitarbeiter Benjamin Kluger.
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von Miriam Wölke
Yael hatte in ihrem letzten Kommentar zu den sogenannten Messianics ein
paar sehr wichtige Punkte angesprochen. Naemlich einige der
Bedingungen, die ein Messias erfuellen muss, um auch als dieser zu
gelten.
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 " Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!" |
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus. Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79). Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)." Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission" |
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