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Albert Norden
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Albert Norden (* 4. Dezember 1904  in Myslowitz; † 30. Mai 1982 in Berlin) war ein kommunistischer Politiker und Journalist.

Der Sohn eines Rabbiners absolvierte, nachdem er 1920 das Gymnasium verlassen hatte, eine Tischlerlehre. Anschließend arbeitete er für verschiedene sozialistische und kommunistische Zeitungen, z. B. für die Rote Fahne, und gab zeitweise den Rundbrief der radikal-sozialistischen jüdischen Jugend heraus. Mehrfach wurde er in der Weimarer Republik aus politischen Gründen verhaftet. 1919 wurde Norden Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend und 1921 der KPD. Er emigrierte 1933 in die Tschechoslowakei, dann nach Frankreich und 1941 in die USA. In Paris arbeitete er 1933 mit am „Braunbuch über Reichstagsbrand und Hitlerterror“. In New York sicherte er seinen Lebensunterhalt als Fabrikarbeiter. Sein Vater starb 1943 im KZ Theresienstadt.
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Natalia Ginzburg
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Natalia Ginzburg (* 14. Juli 1916 in Palermo; † 7. Oktober 1991 in Rom) war eine der bedeutendsten Autorinnen der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Die als Natalia Levi geborene Schriftstellerin entstammte einer jüdischen Familie aus Triest. Ihr Vater, der berühmte Arzt und Professor Giuseppe Levi, und ihre drei Brüder wurden wegen ihres antifaschistischen Widerstands angeklagt und kamen ins Gefängnis.

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie als Ausgestoßene in Turin, während sie schon bald im Schreiben von Erzählungen Trost fand. 1933 erschien ihre erste Erzählung I bambini in der Zeitschrift Solaria. 1938 heiratete sie Leone Ginzburg, einen Dozenten für russische Literatur, unter dessen Namen sie von da an alle ihre Werke verfasste. In denselben Jahren trat sie mit den wichtigsten Vertretern des Turiner Widerstands in Kontakt, vor allem mit den Intellektuellen des Einaudi-Verlags (Cesare Pavese u.a.), bei dem ihr Mann seit 1933 als Mitarbeiter tätig war. Aus der Ehe von Natalia und Leone Ginzburg stammt der Historiker Carlo Ginzburg.
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Erich Segal
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Erich Wolf Segal (* 16. Juni 1937 in Brooklyn, New York City; † 17. Januar 2010 in London) war ein US-amerikanischer Literaturwissenschaftler, Bestseller- und Drehbuchautor.

Erich Segal wurde 1937 in Brooklyn, NYC, geboren. 1955 nahm er ein Studium der klassischen Philologie an der Harvard-Universität auf, das er 1965 mit einer Promotion über antike klassische Komödien abschloss. Danach lehrte er als Gastdozent und Assistenz-Professor unter anderem an der Yale-Universität sowie an den Universitäten von München, Princeton, Tel Aviv und Dartmouth. In dieser Zeit veröffentlichte er literaturwissenschaftliche Werke. 1970 schaffte er den Durchbruch als Romanautor mit Love Story. Ab 1968 schrieb er Drehbücher zu mehreren erfolgreichen Filmen, unter anderem zu Yellow Submarine und auch zur Love-Story-Verfilmung. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München und 1976 in Montreal kommentierte er die Langstreckenwettkämpfe der Leichtathleten.

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Dominique Horwitz
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Dominique Horwitz (* 23. April 1957 in Paris) ist ein in Deutschland lebender französischer Schauspieler und Sänger.

Dominique Horwitz wuchs zunächst mit einer Schwester und einem Bruder in Paris auf, wo die Eltern einen Feinkostladen führten. 1971 zog die Familie nach Berlin. Er machte dort am Französischen Gymnasium sein Abitur und erhielt 1977 seine erste Fernsehrolle in Eine Jugendliebe; die erste Kinorolle folgt ein Jahr darauf in Peter Lilienthals David. Von 1978 bis 1979 spielte Horwitz Kabarett im Berliner „CaDeWe“. Theaterengagements folgten: Von 1979 bis 1983 am Zimmertheater Tübingen, danach bis 1985 am Bayerischen Staatsschauspiel in München und von 1985 bis 1988 am Thalia Theater in Hamburg. Durch seine Rollen in Dieter Wedels Der große Bellheim (TV) und Joseph Vilsmaiers Stalingrad (Kinofilm) wurde Horwitz einem größeren Publikum bekannt.
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Anetta Kahane
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Anetta Kahane (* 1954 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Journalistin.

Anetta Kahanes Eltern waren jüdischstämmige Deutsche und Kommunisten, die während der Zeit des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Kahane ist die Schwester des Filmregisseurs Peter Kahane.

Kahane studierte Lateinamerikanistik und arbeitete als Übersetzerin. Nach der politischen Wende in der DDR wurde sie erste und zugleich letzte Ausländerbeauftragte des Magistrats von Ost-Berlin. 1991 gründete Kahane die „Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule“ (RAA e.V.), dessen Hauptbetätigungen die Unterstützung und Trägerschaft verschiedener interkultureller Projekte in Schulen und im Schulumfeld sind. Im gleichen Jahr erhielt sie die Theodor-Heuss-Medaille stellvertretend mit anderen für "Die friedlichen Demonstranten des Herbstes 1989 in der damaligen DDR". Mittlerweile ist sie Mitglied im Kuratorium der Theodor-Heuss-Stiftung.
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Susan Sideropoulo
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Susan Sideropoulos (griechisch Souzan Sidiropoulou Σούζαν Σιδηροπούλου, * 14. Oktober 1980 in Hamburg) ist eine deutsche Schauspielerin und Moderatorin.

Der Nachname Sideropoulos bedeutet auf griechisch „Kind des Schmieds“ (σιδεράς, siderás) und geht auf ihren griechischen Vater zurück (im Griechischen würde ihr Nachname allerdings Sideropoúlou ausgesprochen, in der für Frauen üblichen Genitivform). Ihre Mutter wurde in Israel als Kind deutsch-jüdischer Flüchtlinge geboren. Sideropoulos ist seit Ende 2005 mit ihrem Jugendfreund Jakob Shtizberg verheiratet. Am 4. Juni 2006 heirateten sie nach jüdischem Ritus. Die beiden erwarten im März 2010 ihr erstes gemeinsames Kind.
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Ben Shalom Bernanke
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Ben Shalom Bernanke (* 13. Dezember 1953 in Augusta, Georgia) ist ein US-amerikanischer Ökonom. Am 1. Februar 2006 folgte er Alan Greenspan im Amt des Präsidenten des Federal Reserve Boards (Notenbankchef). Seine Familie väterlicherseits stammt aus Osteuropa und wanderte nach dem 1. Weltkrieg in die USA ein.

Nach seinem Highschool-Abschluss 1971 in Dillon, South Carolina, studierte er bis 1975 an der Harvard-Universität und promovierte 1979 am Massachusetts Institute of Technology zum Ph.D. Bernanke war anschließend Assistant- und 1983 bis 1985 Associate-Professor an der Stanford-Universität. In den Jahren 1996−2002 war er Professor und zeitweise Vorsitzender der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Princeton.
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Victor Adler
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Victor Adler (auch Viktor; * 24. Juni 1852 in Prag; † 11. November 1918 in Wien) war österreichischer Politiker und Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei.

Obwohl großbürgerlicher Herkunft und zuvor im Lager der Deutschnationalen aktiv gewesen, konnte er durch sein Charisma und die Fähigkeit, Menschen von Kompromissen zu überzeugen, die unterschiedlichen Strömungen der österreichischen Arbeiterbewegung 1889 vereinen. Durch personelle Einbindung sowohl der „Radikalen“, als auch der „Reformisten“, die sich auch in Adlers geschickten theoretischen Formulierungen in Parteiprogrammen wieder finden konnten, gelang es ihm, Zeit seines Lebens und darüber hinaus die Einheit der österreichischen Sozialdemokratie zu wahren.
 
Kurt Lewin
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Kurt Tsadek Lewin (* 9. September 1890 in Mogilno, Provinz Posen; † 12. Februar 1947 in Newtonville, Massachusetts) gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie, insbesondere der Sozialpsychologie. Er begründete das sozialwissenschaftliche Theorem der Gruppendynamik und ist einer der prominentesten Vertreter der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie (zusammen mit Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka). Kurt Lewins feldtheoretischer Ansatz (Topologische Psychologie, Vektorpsychologie) wurde unter anderem auch zu einer der wesentlichen Grundlagen der Gestalttherapie, der Gestalttheoretischen Psychotherapie und der experimentellen Psychopathologie. Die entwickelte vor allem der Lewin-Schüler Junius F. Brown weiter. Bedeutende Ergebnisse lieferte Lewin auch für soziologische Kleingruppenforschung. Er entdeckte die Gatekeeper-Funktion – die auch andere wissenschaftliche Disziplinen, insbesondere die Journalismusforschung, Wichtiges erkennen ließ. Darüber hinaus prägte er den in der analytischen Wissenschaftsphilosophie bedeutsamen Begriff der Genidentität.
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"Von protestantischer Seite wurden in den folgenden Jahrzehnten noch eine Reihe von Dokumenten verabschiedet, die sich unter verschiedenen Aspekten mit dem Judentum und Israel beschäftigen: vom Ökumenischen Rat der Kirchen, vom Lutherischen Weltbund und der Niederländisch-Reformierten Kirche.44 Das nächste wesentliche westdeutsche Dokument scheint, nach Einberufung der Studienkommission «Kirche und Judentum» (erst) 1967, die von dieser erarbeitete ausführliche Studie «Christen und Juden» des Rates der EKD aus dem Jahre 1975 zu sein. Jetzt will man die Begegnung mit dem jüdischen Glauben zum besseren Verständnis des eigenen: ein Novum. Aber bis dahin war es ein weiter Weg, und von einem befriedigenden Verhältnis kann selbst heute erst in Ansätzen die Rede sein."

Christen gegen Juden, Gerhard Czermak

 

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