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Victor Adler (auch Viktor; * 24. Juni 1852 in Prag; † 11. November 1918 in Wien) war österreichischer Politiker und Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei.
Obwohl großbürgerlicher Herkunft und zuvor im Lager der Deutschnationalen aktiv gewesen, konnte er durch sein Charisma und die Fähigkeit, Menschen von Kompromissen zu überzeugen, die unterschiedlichen Strömungen der österreichischen Arbeiterbewegung 1889 vereinen. Durch personelle Einbindung sowohl der „Radikalen“, als auch der „Reformisten“, die sich auch in Adlers geschickten theoretischen Formulierungen in Parteiprogrammen wieder finden konnten, gelang es ihm, Zeit seines Lebens und darüber hinaus die Einheit der österreichischen Sozialdemokratie zu wahren. |
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Kurt Tsadek Lewin (* 9. September 1890 in Mogilno, Provinz Posen; † 12. Februar 1947 in Newtonville, Massachusetts) gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie, insbesondere der Sozialpsychologie. Er begründete das sozialwissenschaftliche Theorem der Gruppendynamik und ist einer der prominentesten Vertreter der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie (zusammen mit Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka). Kurt Lewins feldtheoretischer Ansatz (Topologische Psychologie, Vektorpsychologie) wurde unter anderem auch zu einer der wesentlichen Grundlagen der Gestalttherapie, der Gestalttheoretischen Psychotherapie und der experimentellen Psychopathologie. Die entwickelte vor allem der Lewin-Schüler Junius F. Brown weiter. Bedeutende Ergebnisse lieferte Lewin auch für soziologische Kleingruppenforschung. Er entdeckte die Gatekeeper-Funktion – die auch andere wissenschaftliche Disziplinen, insbesondere die Journalismusforschung, Wichtiges erkennen ließ. Darüber hinaus prägte er den in der analytischen Wissenschaftsphilosophie bedeutsamen Begriff der Genidentität. |
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Allgemein
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Sie ist wieder da, die orthodoxe Kirche in Moladawien und mit ihr der unbändige Judenhass. In der moldawischen Hauptstadt Kischinjow (Chişinău) zerstörten am vergangenen Montag, unter Anleitung orthodoxer Priester Menschen eine etwa 1,5 Meter hohe Channukkia. Einen rituellen achtarmigen Leuchter, der an das Channukka-Wunder nach der Befreiung des Zweiten Tempels erinnern soll.
Demonstrativ trug die Menge den schweren Leuchter vor das Denkmal Stefan des Großen – Der als Verteidiger des Christlichen Glaubens geehrt wird, warf es auf den Boden, hisste eine moldawische Flagge darüber und sang Kirchenlieder. Der orthodoxe Priester bezeichnete Juden als Ausgeburten der Hölle und als mit Satan im Bunde stehend. Demonstranten trugen kirchliche Wappen und Transparente mit der Aufschrift „Moldawien ist ein Orthodoxes Land“. An dem Platz der Menorah befestigte der Priester ein großes hölzernes Kreuz. |
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Solomon Michailowitsch Michoels (russ. Соломон Михайлович Михоэлс, geboren als Schiloma Wowsi, * 4.jul./ 16. März 1890greg.in Dwinsk, heute Daugavpils, Lettland; † 12. Januar/13. Januar 1948 in Minsk, Weißrussland) war ein russisch-jüdischer Schauspieler und Regisseur. Er war der berühmteste Vertreter des jiddischen Theaters des 20. Jahrhunderts.
Michoels studierte Jura an der Universität Sankt Petersburg, brach sein Studium aber 1918 ab, um Alexander Granowskis jüdischer Theaterwerkstatt beizutreten. Dieser versuchte, in Sowjetrussland ein nationales jüdisches Theater in jiddischer Sprache herauszubringen. Zwei Jahre später, 1920, zog die Werkstatt nach Moskau um, wo sie sich als Staatliches Jüdisches Theater Moskau etablierte. |
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Dr. Isaac Wolffson (* 19. Januar 1817 in Hamburg; † 12. Oktober 1895 ebd.) war ein bedeutender deutscher Politiker und Jurist. Wolffson war der Sohn des Lehrers und Kaufmanns Meyer Wolffson, der dem reformorientierten Tempelverband angehörte. Er besuchte zunächst die Israelitische Freischule und wechselte später auf die Gelehrtenschule des Johanneums, auf der er das Abitur ablegte. Nach einen Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Berlin und Göttingen kehrte er 1838 in seine Heimatstadt Hamburg zurück. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechte 1839 beantragte er die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft, die ihm jedoch verweigert wurde, weil er als Jude das Bürgerrecht nicht erwerben konnte. Dieses war jedoch Voraussetzung für die Zulassung zur Anwaltschaft und weiteren staatsnahen Berufen. Da die berufsmäßige Vertretung vor dem Handelsgericht jedoch zulassungsfrei war, verlegte er sich vorwiegend auf dieses Rechtsgebiet und ließ Schriftsätze in anderen Rechtsangelegenheiten von einem zugelassenen christlichen Kollegen unterzeichnen. 1845 beteiligte Wolffson sich an der Gründung der Gesellschaft für sociale und politische Interessen der Juden, zu deren führenden Köpfen er bald zählte. Er nahm - obwohl nicht zur freien Advokatur zugelassen - am ersten Deutschen Anwaltstag 1846 in Hamburg teil und gehörte dem Tagungsvorstand als Schriftführer an. Als infolge des Anwaltstages im selben Jahr der Verein hamburgischer Juristen gegründet wurde, gehörte er zu den Gründungsmitgliedern. |
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Albert Martin Wolffson (* 21. Juli 1847 in Hamburg; † 16. Dezember 1913) war ein Hamburger Rechtsanwalt und liberaler Politiker. Wolffson war ein Sohn des Hamburger Juristen Isaac Wolffson. Nach einen Studium der Rechtswissenschaft, trat er 1869 in die Kanzlei seines Vaters in Hamburg ein und ließ sich als Anwalt nieder. Sein Vater verließ die Kanzlei Mitte der achtziger Jahre und Max Schramm und Otto Dehn wurden Partner der sich sehr erfolgreichen entwickelnden Kanzlei. Wolffson engagierte sich wie sein Vater stark politisch und gehörte von 1880 bis 1910 der Hamburgischen Bürgerschaft an. Die Möglichkeit Mitglied des Hamburger Senates zu werden, war Wolffson, da er jüdischen Glaubens war, verwehrt. Nach der bis 1918 gültigen Hamburger Verfassung mussten Senatoren getauft sein. Wolffson war dennoch sehr Einflussreich und erhielt den Beinahmen der Königsmacher, da er lange Zeit Fraktionsführer der sogenannten Fraktion der Rechten war, der stärksten Fraktion der Hamburger Bürgerschaft. Damit hatte er bestimmenden Einfluss wer in den Senat gewählt wurde. |
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Elie Wiesel (* 30. September 1928 in Sighetu Marmaţiei, Rumänien) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Überlebender des Holocausts. 1986 erhielt Wiesel, als Verfasser zahlreicher Romane und sonstiger Publikationen, u. a. auf Vorschlag von Mitgliedern des Deutschen Bundestags, den Friedensnobelpreis für seine Vorbildfunktion im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Rassismus. 2003 wurde Wiesel zum Vorsitzenden der Internationalen Kommission zur Erforschung des Holocaust in Rumänien, kurz Wiesel-Kommission, berufen. Neben anderen Einflüssen spiegelt Wiesels Denken auch sein eingehendes jahrzehntelanges Talmudstudium, unter anderem bei den Rabbinern Mordechai Schuschani (Paris) und Saul Lieberman (New York), wider. Wiesel ist überzeugter Zionist und ein Verfechter und Befürworter der Souveränität des Staates Israel. 2005 erhielt er den Dignitas Humana Award. |
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Avram Hershko (hebräisch אברהם הרשקו; * 31. Dezember 1937 als Ferenc Herskó in Karcag, Ungarn) ist israelischer Biochemiker ungarischer Abstammung.
Er erhielt 2001 den Massry-Preis sowie 2004 den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung der Ubiquitin-gesteuerten Protein-Degeneration, zusammen mit Aaron Ciechanover und Irwin Rose. |
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Aaron J. Ciechanover (hebräisch אהרון צ'חנובר; * 1. Oktober 1947 in Haifa, Israel) ist ein israelischer Biochemiker.
Er erhielt im Jahr 2004 zusammen mit Avram Hershko und Irwin Rose den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung des Ubiquitin-gesteuerten Proteinabbaus. |
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 " Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!" |
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"Grundsätzlich ist uns Christen seit Beginn an das Gespräch mit unseren „älteren Brüdern und Schwestern" (Papst Johannes Paul II.) als Aufgabe gegeben; denn schon in den frühesten Zeugnissen unseres Glaubens klärt der Apostel Paulus, dass das jüdische Volk der Grund des Christentums ist und er warnt vor Überheblichkeit: „Denn nicht ihr tragt die Wurzel sondern die Wurzel trägt euch." (Brief an die Römer 11,18) Unmissverständlich stellt Paulus klar, dass das Heilsversprechen Gottes an das auserwählte Volk andauert. […] Wir können nur demütig mit den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. um die Gnade der Versöhnung bitten, sowie die Aufgabe annehmen, die uns das II. Vatikanische Konzil noch einmal einschärft, nämlich aktiv gegen „alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und irgendjemand gegen Juden richten" (Nostra aetate 4) aufzustehen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel vorzugehen." Stadtdechant Dr. Michael Dörnemann (Katholische Kirche, Bistum Essen) in einem Grußwort anlässlich des Pessach-Festes, an die Jüdische Gemeinde „Duisburg – Mülheim/Ruhr - Oberhausen“ |
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