Literaturbesprechung
Der gebrauchte Jude
Maxim Biller: Der gebrauchte JudeMaxim Biller hat ein Buch geschrieben, in der Hauptrolle Maxim Biller. Es geht um Juden, es geht um Sex, es geht um Frankfurter Immobilienspekulanten, alte und weniger alte Freunde, Juden und Juden die gern keine Juden wären.

Charmant und stets bissig erzählt Biller die Geschichte seines Lebens, die Geschichte eines Jungen, der nichts anderes wollte, als einen Roman zu schreiben. Stattdessen rezensiert er russische Wälzer und hört sich dumme Sprüche von „Deutschen“ an, denn jemand wie er war in Deutschland – so ist sich Biller sicher - nicht vorgesehen. Die meisten Juden waren entweder tot, ausgewandert oder standen in den Lexika. Die wenigen die da waren, schienen unsichtbar zu sein.
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Maxim Biller: Land der Väter und Verräter / Moralische Geschichten

Der Autor gehört zu den unbequemen deutschsprachigen Autoren, die in einer Mischung aus autobiographischen Anteilen mit tagesaktuellen Ereignissen die menschlichen Grundfragen nach Schuld, Rache, Vergebung und Lügenhaftigkeit an ihren Figuren deutlich werden lassen. 1960 in Prag als Kind russisch-jüdischer Eltern geboren, emigrierte Biller mit seinen Eltern und seiner Schwester Elena Lappin (ebenfalls Autorin) nach West-Deutschland. Nach einem Literatur-und Journalistik-Studium arbeitete er für so renommierte Zeitschriften wie „Spiegel“ und „Die Zeit“.

Maxim Biller: Land der Väter und Verräter      Maxim Biller: Moralische Geschichten

Im Zentrum seiner Erzählungen stehen immer gebrochene Charaktere, die ihre jüdische Identität in der Auseinandersetzung mit Tätern und Opfern, die sich auch 60 Jahre nach Kriegsende noch verkrampft gegenüberstehen, nicht gefunden haben. Billers oft zynische Sichtweise läßt den Leser erschrecken, denn der Autor gibt keine Lösung für seine Figuren, die vor einem Scherbenhaufen ihres unsteten Lebens stehen, vor. Väter, Töchter und Eltern stellen einander sehr unbequeme Fragen, die auch beim Leser eigenes Nachdenken herausfordern.

Die 16 Erzählungen thematisieren die seelischen Verletzungen aus der jüngsten Zeitgeschichte, die bis heute offene Wunden geblieben sind, wie z.B. Kindheitserlebnisse in einem russischen Dorf zu Kriegsbeginn oder die tragische Liebesgeschichte und der Verrat zweier Männer, die die gleiche Frau lieben und mit wechselseitigen Denunziationen ihr Leben zerstören.

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Thomas Mann: Die Buddenbrooks

Thomas Mann: Die Buddenbrooks Diesen Roman über den Niedergang einer Lübecker Kaufmannsfamilie schrieb THOMAS MANN (1875-1955) um die Jahrhundertwende. Als er seinem Verleger SAMUEL FISCHER im Jahre 1900 das über 1000 Seiten dicke Manuskript schickte, war Fischer erschrocken. Er fürchtete, ein so umfangreiches Buch von einem damals unbekannten Autor würde sich nicht verkaufen lassen. Deshalb verlangte er eine Kurzfassung des Textes. Das lehnte der Autor natürlich ab und so kam es erst 1901 zu einer zweibändigen vollständigen Ausgabe. Das Buch gehört bis heute zu einem der meistgelesenen klassischen Romane.

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Leon de Winter: Supertex

Leon de Winter: Supertex Max Breslauer lebt als Sohn eines erfolgreichen jüdischen Textilhändlers in Amsterdam ein bewegtes Leben zwischen Tradition und Verschwendung. Erst als er mit überhöhter Geschwindigkeit fast einen Verkehrsunfall mit einer chassidischen Familie verursacht, gerät sein Leben aus dem Gleis.

Auf der Couch seiner Psychoanalytikerin beginnt er endlich, den Konflikt mit seinem dominanten Vater, der das KZ überlebt hatte, aufzuarbeiten. Wie der rebellische Max und sein angepasster Bruder nach dem plötzlichen Tod des Vaters doch noch einen ganz eigenen Weg zu einem selbstbestimmten Leben finden, das ist voller Witz, Tempo und philosophischer Raffinesse brillant erzählt.

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Jüdische Geschichte in Lübeck

Jüdische Geschichte in LübeckBereits im 17.Jahrhundert gab es im heutigen Lübecker Stadtteil MOISLING eine kleine jüdische Siedlung. Die ersten Familien, die sich hier ansiedelten, waren aus dem damaligen Großreich POLEN-LITAUEN vor den Verfolgungen des Kosaken-Anführers CHMELNYZKYI (1595-1657) geflohen. Der Lübecker Bürgermeister wollte die Flüchtlinge gern aufnehmen, weil er hoffte, sie würden die Wirtschaft fördern. Aber er konnte sich gegen die Lübecker Bürgerschaft, welche die neuen jüdischen Zuwanderer nicht duldete, nicht durchsetzen. Schließlich wandte der Besitzer des Dorfes, der die Juden schützen und auf seinem Landgut aufnehmen wollte, einen Trick an: Er stellte sein Land Moisling unter dänische Verwaltung, denn Dänemark hatte keinerlei Bestimmungen gegen Juden erlassen. So waren die Flüchtlinge den Vorschriften des Lübecker Senats entzogen und durften erst einmal bleiben. Ihr Leben war sehr hart. Sie lebten nur vom Handel mit alten, gebrauchten Sachen, indem sie von Haus zu Haus zogen (Hausieren). Der Oberrabbiner von ALTONA (heute ein Stadtteil von Hamburg) war für ihre Gerichtsbarkeit zuständig.

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Lena Gorelik: Meine weißen Nächte

Lena Gorelik: Meine weißen Nächte Im Alter von 12 Jahren kam Lena Gorelik mit Eltern, Großmutter und Bruder als Kontingentflüchtling nach Deutschland, wo sie die erste Zeit in einem Aufnahmelager in beengten Verhältnissen lebte. Ohne deutsche Sprache unterschied sie die Schulfächer nach den Farben der Hefte, grün=Erdkunde…

Sehr schnell lebte sie sich ein, knüpfte Kontakte und beobachtete sehr genau, worin sich russisches Leben von deutschem unterscheidet. Da ist z.B. die überbesorgte Mutter, die mehrmals am Tag anruft, ob sie schon gegessen habe. Wann sie denn heiraten möchte und warum der jetzt 30jährige Bruder noch keine Freundin habe, er wird doch nicht…? – Da ist die vergessliche 87jährige Großmutter, die im Geiste in St-Petersburg bei ihren Freundinnen geblieben ist.

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