Israelfreunde - Wie wertvoll sind sie wirklich ?

Von Miriam Wölke

Israel hat es nicht leicht Verbündete zu finden. In einer Zeit, in der sich die Welt mehr und mehr den Palästinensern zuwendet und Israel gerne für jenes und alles verantwortlich gemacht zu werden scheint, wird es immer schwerer, Leute zu finden, die Pro - Israel denken. Aber nicht nur auf das "Pro - Israel - Ja oder Nein" kommt es dabei an; wenn schon, dann sollten genau jene Leute auch öffentlich zu ihrer Meinung stehen bzw. das Land selbst einmal besuchen. Allerdings muß man sich nicht ausschliesslich nur zur israelfreundlichen Szene zählen, um das Land zu bereisen. Ein einfacher Trip reicht aus um festzustellen, dass nicht immer alles so verläuft, wie es die ausländischen Medien darstellen.

Ist aber jeder Israelfreund tatsächlich ein wahrer Freund oder stecken nicht auch bei ihm verborgene eigene Absichten dahinter ?

Diese Frage stellt sich in diesen Tagen ausgerechnet der Vorsitzende der Reformjuden, Eric Yoffe. Schon vor einigen Wochen gelang es ihm doch tatsächlich, ausgerechnet uns, die orthodoxen Juden, positiv zu überraschen. Eric Yoffe beschwor wie aus dem heiteren Nichts, dass es nun für die Reformjuden wieder an der Zeit sei, den Schabbat etwas stärker einzuhalten und nicht mehr nur als konservativen Störenfaktor einzuordnen.

Und jetzt kommt Yoffe mit dem nächsten Schlag daher. Und zwar sprach er sich mehr als eindeutig gegen die israelfreundlichen christlichen Evangelisten unter der Leitung von John Hagee aus. Besonders die amerikanischen christlich - fundamentalistischen Evangelisten spenden begeistert Gelder für Israel und Hagee, der sich gerade mit 1000 seiner Anhänger auf einem Israeltrip befindet, wurde da doch gleich begeistert von unserer Außenministerin Zipi Livni empfangen. Selbstverständlich brachte er auch einen weiteren Spendenscheck in Millionenhöhe (in Dollar versteht sich) mit. John Hagee und sein fundamentalistisches Evangelistensammelsurium ("Christliche Zionisten") stehen offiziell hinter Israel und lehnen die derzeitige israel. Politik ab. Keine Zugeständnisse an die Palis und alles soll in jüdischer Hand bleiben.
Klingt doch gut, oder ?
Und dazu gibts gespendete Millionenbeträge.

Was jedoch sind die wahren Pläne der Evangelisten ?
Bekannt sind diese uns allen und wer es verpaßt haben sollte, der kann sich an die israel. Antimissionsorganisation "Yad Le'Achim" oder den "Jews for Judaism" wenden.

Fundamentalistische Christen spenden sogar Gelder an die Jewish Agency sowie Nefesh Be'Nefesh mit dem erklärten Ziel, soviele Juden wie nur möglich zur Aliyah und somit nach Israel zu bewegen. Nur geschieht dies keineswegs aus Judenfreundlichkeit, sondern aus einem christlichen eigennützigen Zweck heraus:
Die in Israel lebenden Juden sollen danach missioniert bzw. zum Christentum bekehrt werden, um so die "Zweite Ankunft" des Mr. J. C. auszulösen. (Welche zweite Ankunft, wenn er schon die erste verpatzte ?)

Intelligenten Menschen mag diese Idee absurd vorkommen. Soetwas kann doch nur in Spinnerhirnen Glauben finden.
Richtig, aber die Evangelisten meinen es damit tatsächlich ernst, selbst wenn wir darüber schmunzeln. Und Eric Yoffe stellt die korrekte Frage, ob wir Juden christliche Spendengelder bzw. angebotene Hilfe annehmen sollen. Wäre es dagegen nicht an der Zeit, uns auf unsere eigenen Stärken zu konzentrieren, welche uns Jahrtausende haben überleben lassen ? Alle christlichen Pogrome sowie die Diaspora an sich.

Leider wird heutzutage zu leicht Hilfe von außerhalb angenommen, wozu schon der einfache Vortrag eines Rabbiners in einem christlichen Gemeindehaus gehört. Wieso kümmern wir uns nicht zuerst um uns selber, anstatt Anerkennung bei anderen zu suchen ? Eine Paradoxie, zu der sich nur allzu viele Juden hinreissen lassen. Auch orthodoxe Juden. Und dann überrascht es umso mehr, wenn der Reformer Eric Yoffe starke Worte von sich gibt.

 

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"

 
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

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