Jesaja 53 wird nicht in den Synagogen gelesen, damit die Juden nicht zum Christentum konvertieren

Christliche Missionare behaupten immer wieder, dass Rabbiner gezielt Jesaja 53 aus den Synagogenlesungen heraushalten, um die aus ihrer Sicht bestehende Verbindung zwischen dieser Bibelstelle und Jesus nicht herzustellen.

Diese Behauptung ist aus mehreren Gründen unrichtig. Zunächst muss man wissen, dass in den christlichen G-ttesdiensten, vor allem in den so genannten „Freikirchen“ zumeist ungezwungen aus der gesamten Bibel gelesen wird. Hingegen sind die synagogalen G-ttesdienste nicht frei gestaltbar, sondern folgen einem festen Ritus. Dabei wird meist während eines Jahres die komplette Torah (Entspricht den fünf Büchern Mose, den ersten fünf Büchern einer christlichen Bibel) gelesen. Die einzelnen Lesungen werden als Paraschot bezeichnet und sind in allen Synagogen, die den gleichen Zyklus haben gleich aufgebaut. Zusätzlich zur Torahlesung erfolgt eine Prophetenlesung, die sogenannte Haftorah.

Anders als man vielleicht vermuten könnte, werden im Gegensatz zur Torahlesung nicht die gesamten Propheten gelesen, sondern lediglich Stellen die thematisch mit dem jeweiligen Torah-Abschnitt zusammenhängen. Es würde demnach also nicht verwundern, sollte Jesaja 53 wie auch viele andere einzelne Kapitel aus den Propheten-Büchern während des G-ttesdienstes nicht gelesen werden. Doch nicht einmal das ist der Fall. In den Reformsynagogen Englands wird zu Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, aus Jesaja 53 rezitiert. Auch an den Rabbiner-Seminaren beschäftigen sich jüdische Studenten sowohl mit der gesamten Jesaja-Liturgie, als auch mit christlichen Deutungen der Propheten.

Fest steht, dass die Juden Jesaja 53 niemals auf Jesus oder den Messias bezogen haben, sondern stets auf das gesamte Volk Israel – Den leidenden G-ttesknecht – der die Sünden der Welt auf sich nahm und unschuldig sterben musste. Dies sogar nachweislich aus einer christlichen Quelle, dem Contra Celsum aus dem 2. Jahrhundert.

 
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"Grundsätzlich ist uns Christen seit Beginn an das Gespräch mit unseren „älteren Brüdern und Schwestern" (Papst Johannes Paul II.) als Aufgabe gegeben; denn schon in den frühesten Zeugnissen unseres Glaubens klärt der Apostel Paulus, dass das jüdische Volk der Grund des Christentums ist und er warnt vor Überheblichkeit:

„Denn nicht ihr tragt die Wurzel sondern die Wurzel trägt euch." (Brief an die Römer 11,18) Unmissverständlich stellt Paulus klar, dass das Heilsversprechen Gottes an das auserwählte Volk andauert. […] Wir können nur demütig mit den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. um die Gnade der Versöhnung bitten, sowie die Aufgabe annehmen, die uns das II. Vatikanische Konzil noch einmal einschärft, nämlich aktiv gegen „alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und irgendjemand gegen Juden richten" (Nostra aetate 4) aufzustehen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel vorzugehen."

Stadtdechant Dr. Michael Dörnemann (Katholische Kirche, Bistum Essen) in einem Grußwort anlässlich des Pessach-Festes, an die Jüdische Gemeinde „Duisburg – Mülheim/Ruhr - Oberhausen“

 

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