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Sekte hin, Sekte her - Definition eines Begriffs

Am 24. Juli druckte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung einen Kommentar von Pfarrer Gerhard Haack ab. Dort erklärte Haack, der zugleich Synodalbeauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen des Evangelischen Kirchenkreises ist, welche Kriterien eine Glaubensgemeinschaft zu erfüllen habe, um als Sekte bezeichnet zu werden:

„Der Diplom-Pädagoge und Pfarrer bevorzugt zwar selbst die Formulierung "Glaubensgemeinschaft", warnt aber vor sozialer Kontrolle und Absolutheitsansprüchen Davon, dass es nicht nur die seriösen Volkskirchen gibt, sondern auch zweifelhafte Sekten, Glaubensgemeinschaften und Weltanschauungen, kann Gerhard Haack ein Lied singen. Der Diplom-Pädagoge ist nicht nur evangelischer Pfarrer in Großenbaum. Er ist auch ehrenamtlicher Synodalbeauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen des Kirchenkreises Duisburg.“

 „Haack weist daraufhin, dass bei solchen Fragen generell Fingerspitzengefühl gefragt ist: "Ich könnte es mir einfach machen und sagen: Wer formal der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) oder der Evangelischen Allianz angehört, ist seriös." Andere Kriterien seien aber hilfreicher zur Einordnung.“

Folgerichtig hat der zuständige Redakteur seine Äußerung auf die Evangeliumskirche Glaubensgeneration bezogen und geschrieben: 

„Diesen Vorwurf musste sich kürzlich zum Beispiel die umstrittene Evangeliumskirche "Glaubensgeneration" öffentlich gefallen lassen. Sie baut an der Albert-Hahn-Straße eine Halle für "multimedial gestaltete Gottesdienste". Eine eigene Kirche war ihr regelmäßig verwehrt worden. Der evangelische Superintendent etwa verwies auf das "problematische, fundamentalistische Bibelverständnis" dieser Gruppierung (wir berichteten).“

Nun hat sich Haack an die WAZ gewandt, da er sich falsch wiedergegeben fühlt. Er verweist in seinem Schreiben darauf, dass aus seiner Sicht eine Gemeinschaft nur dann als Sekte bezeichnet werden kann, wenn sie sich als „alleinseligmachend“ erklärt. Dies wäre bei der Glaubensgeneration nicht der Fall. Und geht noch weiter, die Glaubensgeneration befindet sich seiner Meinung nach auf dem Weg zur „Gemeinschaft fremdsprachiger Gemeinden“ und somit auf dem Weg zur Evangelischen Allianz. Doch er bleibt dabei:

„Umgangssprachlich, legt er dar, könne man von „Sekte" sprechen, wenn eine Glaubensgemeinschaft weder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), einem Zusammenschluss der großen Kirchen und zahlreicher Freikirchen, angehöre noch der Evangelischen Allianz, einem entsprechenden Zusammenschluss auf evangelischer Seite.“

Auch hier sind seine Worte mit Bedacht gewählt, denn eine Gemeinschaft kann auf dem Weg in die Allianz sein, doch damit ist sie noch lange nicht dort angekommen. In einem Telefongespräch erklärte mir Haack sehr freundlich, dass er den Begriff Sekte selbst nicht verwende und keine Gemeinschaft entsprechend einordnen möchte. Dies könne, seiner Meinung nach, nur Gott tun. Den einzig wahren Glauben gäbe es aus seiner Sicht ohnehin nicht.

Woher also der Wirbel um den Begriff „Sekte“? Warum wird soviel Wind um die Sache gemacht und aus welchem Grund macht sich die nach eigenen Angaben „größte russischsprachige Kirche Deutschlands (Alexander Epp - CNL)“ so große Sorgen um ihren Ruf? Wo sie doch seit Jahren mit fundamentalistischen Vereinigungen paktiert und sich selbst ebenfalls als biblisch-fundamentalistisch bezeichnet?

Der Begriff Sekte bedarf ohnehin einer Erklärung, denn eine Definition erscheint äußert schwer. Aus diesem Grund wird dieser theologische Begriff auch nicht allgemeingültig erklärt. Der Duden spricht von philosophischer Lehre, befolgtem Grundsatz und leitet es vom spätlateinischen „secta“ ab. Eine andere Defintion wäre: „Sekten sind soziologisch klar umrissene Gebilde mit einer entweder (international) zentralistischen oder einer föderalistischen Struktur, geschlossenem Lehrsystem und normierter (Lebens-)Praxis.“ oder „Am Anfang von "Sekten" stehen besondere Gründerpersönlichkeiten, unterstützt von eher organisatorisch-praktischen Gefolgsleuten, die z.T. für die Systematisierung der Lehre und den Aufbau einer tragfähigen Struktur sorgen. Was "Sekten" für einzelne Menschen attraktiv machen kann, wird in acht Schlüsselbegriffen wie "der gerettete Einzelne", "die perfekte Gemeinde", "die umfassende Heilung", "die prophetische Vollendung skiziert", "die nahe Erlösung", "der heilige Vater", "der glückliche Erleuchtete" und "die frische Quelle"“

In der Vergangenheit erklärte die Evangeliumskirche vollmundig, sie stünde nicht auf der "Sekten-Liste" des Staates, wohlwissen dass es eine solche Liste nicht gibt. Demnach werden weder die Zeugen Jehovas, noch Scientology von Staatswegen als Sekte bezeichnet. Im Endbericht der Enquête-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ (1996-1998) wird empfohlen, diesen Begriff im Umgang mit neureligiösen Bewegungen nicht mehr zu verwenden.

Wie immer man den Begriff Sekte auch auslegen mag, im Rahmen unserer Berichterstattung wird die Glaubensgeneration weiterhin als Sekte bezeichnet. Treffen mehrere entscheidende Merkmale zu, so sehen wir die Verwendung des Begriffs als legitim an. Ohnehin hat sich die Evangeliumskirche "Glaubensgeneration" bereits den Internetnamen "Sekte-Glaubensgeneration.de" gesichert, wo sie gegen eigene Kritiker vorgeht und dabei personenbezogene Daten ins Internet stellt.

Den Begriff „neue Religiöse Gemeinschaft“ oder „neue Religion“ mögen sich andere vorbehalten.

 
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Das Referat Sekten und Weltanschauungsfragen berät im Auftrag der evangelischen Landeskirche.

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Die Arbeitsstelle für Sekten und Weltanschauungsfragen berät im Auftrag der katholischen Landeskirche.

Die Evangeliumskirche Glaubensgeneration, Duisburg e.V.

ist eine neue religiöse Vereinigung und wird von ihren Kritikern als Psychosekte bezeichnet. Ihre Arbeit kann dabei als demokratiefeindlich. bezeichnet werden. Die Ideologie dieser Gemeinschaft teilt Menschen in wertvolle und minder wertvolle Individuen ein, nämlich in jene die der Ideologie der Sekte nach, Lebenswert - „Gläubige“ und jene die Nutzlos - „Ungläubige“ sind. Ihr mittelfristiges Ziel ist die Errichtung eines christlichen Gotteststaates (Theokratie), wobei alle rechtsstaatlichen Mittel bis dahin ausgeschöpft werden sollen. Konkret heißt es die Umsetzung einer menschenverachtenden Lehre, die Etablierung einer strengen Hierarchie, die Unterminierung der Selbstbestimmung eines jeden Einzelnen, die de facto Ablösung des Rechtsstaates und die Unterwerfung aller Menschen unter dieses pseudo religiöse System.

Somit vertritt die Glaubensgeneration totalitäre Ziele, die gegen die menschliche Würde gerichtet sind und daher mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kollidieren. Unser Anliegen ist die Entmystifizierung dieser Organisation und die Aufklärung ihrer Besucher und an ihr Interessierter. Unser Angebot richtet sich ebenfalls an staatliche Stellen und politische Parteien, die gleichermassen für die in den letzten Jahren stetig wachsende Problematik sensibilisiert werden sollen.
 
Bitte beachten Sie, dass es sich bei unserer Aktion um eine rein private Initiative handelt.
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Literaturbesprechung
Antisemitische Vorfälle
Passion Christi
Glaubensgeneration
Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"
Р. Хаим Соловейчик (from D.Berger, M.Wyschgorod "Jews and Jewish Christianity")

Однажды р. Хаим Соловейчик, ехавший в нью-йоркской подземке, стал невольным свидетелем разговора между группой молодых евреев и миссионером. Когда один из евреев сказал, что доверяет суждению мудрецов Талмуда, не признавших Иисуса Мессией, миссионер возразил: "Как же вы можете им доверять, если величайший из них, р. Акиба, ошибочно провозгласил Мессией Бар-Кохбу?". Его еврейские собеседники затруднились с ответом. Тогда р. Хаим повернулся к миссионеру и сказал: "Позвольте, а почему Вы так уверены, что р.Акиба ошибся, и что Бар-Кохба не был Мессией?" "Но это же очевидно!" - воскликнул миссионер. "Ведь он же умер, а Избавление так и не наступило!"
 

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"Die EKD hat sich 2000 offiziell gegen die Mission von Juden ausgesprochen. Sie seien »Gottes Volk« und müssten damit nicht bekehrt werden, um an seinem »Heil« teilhaben zu können. Außerdem sei »jeder Versuch, jüdische Menschen zum Glauben an Jesus als Messias zu führen, von vornherein durch die Hypothek der im Laufe der zweitausendjährigen Kirchengeschichte aufgetretenen Judenfeindschaft unerträglich belastet«, besonders wegen des Holocausts."

Mission Gottesreich (Oda Lambrecht, Christian Baars)

 

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