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Evangelikale Gruppen stellen wichtige Freiheitsrechte in Frage

Unter dem Deckmantel von Integration und Jugendhilfe gehen evangelikale Christen nicht nur in Deutschland zunehmend auf Stimmenfang. In den USA stellen „neugeborene Christen“ über 22% der Wählerschaft dar und nehmen direkt Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Doch auch hierzulande wächst die evangelikale Lobby und die Gemeinden verzeichnen starken Zulauf junger Menschen.

Den Einfluss fundamentalistischer Kräfte haben nun zwei Jungjournalisten der Schülerzeitung Q-rage zu spüren bekommen. Betreut durch SPIEGEL Online Redakteure berichteten sie unter dem Titel „Die evangelikalen Missionare“ über das „Christival“ in Bremen, wo tausende teils radikal-fundamentalistische Christen Seminare und Konzerte veranstalten durften.

So berichtete die Q-rage differenziert nicht nur über den Islam als politisches und religiöses System, sondern auch über das evangelikale Christentum. Im Rahmen ihrer Berichtserstattung sprachen die beiden mit Leonie:

„Leonie ist den Weg zu Gott gegangen. Wagt es jemand in ihrer Umgebung die Bibel anzuzweifeln, reagiert sie schnell allergisch. Deshalb verbirgt sie auch den größten Teil ihrer Freizeit mit Leuten aus ihrer Gemeinde. Menschen mit ähnlichen Glaubensvorstellungen nennt man auch evangelikal.“

„Der Mensch hat ein Bedürfnis nach einfachen Antworten. Die Religionen geben sie. Leonie findet, die Juden müssten als Erstes Missioniert werden. Homosexualität hält sie für eine Krankheit, Abtreibungen für ein Verbrechen. Leonie sagt, es geht ihr gut.“ Quelle: Q-rage

Ganz sicher steht Leonie unter den Evangelikalen mit ihrer Meinung nicht allein dar, ihre Aussagen zu veröffentlichen war demnach durchaus legitim. Die Aufregung kann deswegen kaum jemand verstehen.

„Aber es passt zur Strategie evangelikaler Gruppen in Deutschland, die um mehr politischen Einfluss und öffentliches Gehör ringen.

Der SPIEGEL berichtete schon im Frühjahr von einem Plan, den Evangelikalen-Funktionär Steeb verfasst hatte. Darin geht es darum, "dass sich unsere Gesellschaft zur 'christlichen Leitkultur' stellt. Seine Anhänger sollen...

"in Parteien mitarbeiten und dort biblisch-ethische Wertmaßstäbe bewusst einbringen"

bereit sein "zur Übernahme öffentlicher Verantwortung in Haus, Schule, Betrieb, Bezirksbeirat, Stadtrat, als Schöffe"

"den Mund auftun im persönlichen Umkreis, im Unterricht, im Betrieb, bei Veranstaltungen, im Gespräch mit politisch Verantwortlichen"

"Leserbriefe schreiben"

Eberhard Seidel von "Schule ohne Rassismus", der die Schülerzeitung koordiniert, ist entsetzt, welche Geschütze die christlichen Hardliner auffahren: "Die schießen mit Atomraketen auf Spatzen.“[…]“ Quelle: SPIEGEL

Schaut man sich das Engagement und Vorgehen christlicher Gruppen in Deutschland an, dann erkennt man einen Trend der gegen freie Meinungsäußerung gerichtet ist. Wer gegen Homosexuelle hetzt und Freiheitsrechte einschränken will, dem scheint Aggressivität näher zu liegen, als man glaubt. So stellt überrascht auch Seidel die:

„ Aggressivität der Hardliner. In einigen Foren werden mittlerweile Fotos und Adressen der jungen Autoren gepostet, ebenso die Anschrift der verantwortlichen Redakteurin.“ Quelle: SPIEGEL

und er äußert sich weiter:

„"Q-rage"-Macher Seidel interpretiert Krügers Rückzieher als Reaktion auf das Wüten einer einflussreichen Lobby evangelikaler Gruppen, die Prinzipien eines fairen und demokratischen Meinungsstreits in Frage stellen. "Das macht politische Bildungsarbeit schwierig bis unmöglich.“ Quelle: SPIEGEL

Doch bei allen Wellen, die Q-rage geschlagen hat, das Problem des Evangelikalismus wird sich nur lösen können, wenn Politik und Gesellschaft mit der nötigen Strenge fundamentalistische Ideen bekämpfen. Solange jedoch selbst Landeskirchen mit Verweis auf Integrationsleistungen vor evangelikalen Christen kuschen werden Menschenfeindliche Ideen an Boden gewinnen.

So geschehen im Fall der „Evangeliumskirche Glaubensgeneration“, diese versucht wie im Fall Q-rage durch ihre mediale Präsenz Kritiker mundtot zu machen und hat hierzu eigens eine Webseite ins Netz gestellt. Neben unwahren Tatsachenbehauptungen veröffentlichen die Fundamentalisten dort auch personenbezogene Daten und bezichtigen Kritiker des Fanatismus und der Gehirnwäsche.

 
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Die Evangeliumskirche Glaubensgeneration, Duisburg e.V.

ist eine neue religiöse Vereinigung und wird von ihren Kritikern als Psychosekte bezeichnet. Ihre Arbeit kann dabei als demokratiefeindlich. bezeichnet werden. Die Ideologie dieser Gemeinschaft teilt Menschen in wertvolle und minder wertvolle Individuen ein, nämlich in jene die der Ideologie der Sekte nach, Lebenswert - „Gläubige“ und jene die Nutzlos - „Ungläubige“ sind. Ihr mittelfristiges Ziel ist die Errichtung eines christlichen Gotteststaates (Theokratie), wobei alle rechtsstaatlichen Mittel bis dahin ausgeschöpft werden sollen. Konkret heißt es die Umsetzung einer menschenverachtenden Lehre, die Etablierung einer strengen Hierarchie, die Unterminierung der Selbstbestimmung eines jeden Einzelnen, die de facto Ablösung des Rechtsstaates und die Unterwerfung aller Menschen unter dieses pseudo religiöse System.

Somit vertritt die Glaubensgeneration totalitäre Ziele, die gegen die menschliche Würde gerichtet sind und daher mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kollidieren. Unser Anliegen ist die Entmystifizierung dieser Organisation und die Aufklärung ihrer Besucher und an ihr Interessierter. Unser Angebot richtet sich ebenfalls an staatliche Stellen und politische Parteien, die gleichermassen für die in den letzten Jahren stetig wachsende Problematik sensibilisiert werden sollen.
 
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Antisemitische Vorfälle
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Glaubensgeneration
Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"
Р. Шимон бен Цемах Дуран (1361-1444), "Кешет у-Маген"

Иисус ошибочно полагал, что именно он является Мессией. Однако после того, как он был казнен, все убедились, что это не так.
 

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"Von protestantischer Seite wurden in den folgenden Jahrzehnten noch eine Reihe von Dokumenten verabschiedet, die sich unter verschiedenen Aspekten mit dem Judentum und Israel beschäftigen: vom Ökumenischen Rat der Kirchen, vom Lutherischen Weltbund und der Niederländisch-Reformierten Kirche.44 Das nächste wesentliche westdeutsche Dokument scheint, nach Einberufung der Studienkommission «Kirche und Judentum» (erst) 1967, die von dieser erarbeitete ausführliche Studie «Christen und Juden» des Rates der EKD aus dem Jahre 1975 zu sein. Jetzt will man die Begegnung mit dem jüdischen Glauben zum besseren Verständnis des eigenen: ein Novum. Aber bis dahin war es ein weiter Weg, und von einem befriedigenden Verhältnis kann selbst heute erst in Ansätzen die Rede sein."

Christen gegen Juden, Gerhard Czermak

 

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