Fälschungsdelikte - Wie die Kirche die Thora verfälscht" - Rabbi Tuvia Singer, Teil 3

von Miriam Wölke


Vorhergehende Berichte:

1. Session

2. Session

Die dritte Session von Rabbi Tuvia Singers vierteiliger Vortragsreihe gegen christliche Judenmission fand am letzten Sonntag im Jerusalemer "Israel Center" (Orthodox Union) statt. Wie gewohnt waren wieder mindestens 100 Zuhörer eingetroffen und es herrschte reges Interesse. Zum dritten Teil der Serie waren ebenso ungewöhnlich viele Christen anwesend; dazu viele relig. Juden einschließlich Benjamin Kluger von der israelischen Anti - Missionsorganisation "Yad LeAchim".

Was mir persönlich immer wieder neu auffällt ist, dass sich so mancher Christ mit jüdischen Kleidungsstücken schmückt. So steht die Kipa ganz hoch im Kurs, gefolgt von den Zizit, den Schaufäden. Bei den christlichen Frauen steht eine Form der Kopfbedeckung verheirateter Frauen, die Midpachat, hoch im Kurs. Aber eines sei offen gesagt: So sehr sie sich auch "verkleiden und auf jüdisch machen wollen, erkennen tut sie ein geübtes Auge immer !"

Richtig nervig wird es dann aber, wenn sie sich auch noch versuchen, aufzudrängen und die Juden vor Liebe fast zu erdrücken, wie die blonde ältere Christin, die mit ihrer blauen Kopfbedeckung überall herumschwirrte und in der Orthodox Union schalten wund walten wollte. Sie wollen dazugehören und dabei übersehen sie, dass sie das eben nicht tun.

 

Und wie im vorherigen Artikel weise ich darauf hin, dass wer nicht jüdisch ist, gemäß des Judentums genauso einen Platz in der Kommenden Welt (Olam HaBah) findet wie Juden auch. Niemand wird ausgeschlossen und was für einen Nichtjuden von besonderer Wichtigkeit ist, die Sieben Noachidischen Gesetze einzuhalten. Wobei in ihnen nicht der Glaube an J. enthalten ist ! Enthalten ist der Glaube an EINEN G - TT, die Ablehnung sexueller Perversionen, die Einrichtung von Gerichten, das Verbot von Diebstahl und Mord, die Ablehnung des Götzendienstes sowie das Verbot (Ever min HaChai) ein Tier bei lebendigem Leibe zu zerlegen und Körperteile davon zu essen. Zusatz zum Götzendienst: Der Glaube an EINEN G - TT wird hier betont und kein Sohn oder sonstiger Stellvertreter !

Was Tuvia Singer gleich zu Beginn betonte war, dass wir Juden begreifen müssen, dass das Christentum in unzählige Strömungen gespalten ist. Im Judentum gibt es relativ wenige Gruppierungen und daher nehmen wir stets an, dass andere Religionen genauso funktionieren.

Warum glauben Juden nicht an den christlichen Meschiach ? Das war die Hauptfrage, die jedesmal wieder neu diskutiert wird.
Und in der dritten Session erklärte Singer die christliche Theologie mit dem Blut, Sünde und das behauptet wird, dass derjenige, der nicht an J. glaubt, in die Hölle kommt. Hierbei stützt sich die Kirche auf eine Aussage in Leviticus (Vayikra) 17:11, in welcher es um die Tempelopferungen geht. Blut, Blut und immer wieder Blut - so versteht die Kirche den Passuk aus der Thora.
Nur durch das Blut (das "Opfer J.") könne ein Mensch Gnade und Vergebung finden - so die Kirche !

Allein zu dieser Behauptung kann ich aus jüdischer Sicht ganze Romane verfassen und die Mißinterpretation der Kirche überrascht mich immer wieder. Was man aus einem Thorapassuk alles falsch deuten kann, um die Mitglieder bei der Stange zu halten, ist unglaublich. Aber versetzen wir uns in die Lage jener Christen, die eine wahre Verbindung zu G - tt suchen und von den Kirchenoberen angelogen werden. Wie werden die Christen erzogen ?
So, dass sie alles durch einen christlichen Filter betrachten und dementsprechend denken. Das stellte Tuvia Singer immer wieder fest, denn er hält vor Christen seine Vorträge und es dauere immer eine gewisse Zeit, ehe die Christen dann einsehen, was schiefläuft. Singer stellt Fragen an sie, an die sie persönlich niemals gedacht habem. Fragen kommen in der Kirche nicht auf und wenn, dann werden sie mit destruktiven Antworten beantwortet oder man, ja, man solle halt glauben. Im Judentum wird zum Denken erzogen und was wären wir, ohne ständig alles in Frage zu stellen ?

Aus jüdischer Sicht muss KEIN Opfer geschlachtet werden, um Vergebung vor G - tt zu finden ! Und Menschenopfer, wie J. schon gar nicht, denn die Thora lehnt Menschenopfer als götzendienerisch ab. Christen kramen dann immer gerne den Verweis auf Avraham hervor, der dazu aufgefordert worden war, seinen Sohn Yitzchak zu opfern.
Das entspricht der Wahrheit, doch sollte das Ganze einen Test darstellen und niemals hätte G - tt es zugelassen, dass ein wirkliches Menschenopfer abgegeben wird.

Im Judentum erzeugen Teshuva (Umkehr zu G - tt), Zedakah (das Geben von Spenden) sowie das Gebet genauso die Vergebung G - ttes. Man muss keine Opfer darbringen und überhaupt war die Mehrheit der in den Tempeln dargebrachten Opfer nicht für Sünden, sondern anderweitige Opfer wie das Olah oder das Feiertagsopfer. Und wenn es eine Sühneopfer (Chatat) gab, dann erfolgte dies nur bei unabsichtlichen Vergehen.

Des Weiteren nennt uns das Tanach (Thora, Propheten und Schriften) eben jene zusätzlichen Schritte der Erzeugung von G - ttes Vergebung. Nach der Zweiten Tempelzerstörung könne wir keine Opfer bringen. Jedenfalls nicht solange bis Meschiach kommt und den Dritten Tempel baut. Dort werden dann wieder Opfer dargebracht; und zwar von jüdischen Cohanim (Tempelpriestern).
Schauen wir jedoch abermals auf das Wort "Opfer", was im Hebräischen "Korban" heißt und vom Verb "Lehitkarev - Näherkommen" stammt. Anhand meines erbrachten Opfers soll ich also G - tt näherkommen. Allerdings kann ich soviel opfern wie ich will; wenn ich nur opfere und nichts innerlich aufrichtig bereue und versuche, das Vergehen nicht zu wiederholen, nützt mir das schönste Opfer nichts. Dann erkennt es G - tt nicht an.

Eines sollte verstanden werden: G - tt ist ein gnädiger G - tt und Ihm sind Tränen und innere Teshuva lieber als irgendwelche toten Tiere.
Wobei, kabbalistisch betrachtet, die Opfertiere in den beiden jüdischen Tempeln reinkarnierte Seelen enthielten, welche durch den Opferungsprozeß ihre endgültige Korrektur (Tikun) erhielten.

Es bedarf also keine Blutes oder Opferungen. Wer sich ehrlich der Umkehr (Teshuva) hingibt und betet, dem wird ebenso vergeben. Siehe König David und der "Fall" Batsheva.

Weitere Bibelfälschungen der Kirche:

1. In Matthäus 1 wird von einer jungfräulichen Geburt gesprochen. Nichts Neues, denn viele götzendienerische Religionen beinhalten das Konzept eben jener jungfräulichen Geburt.
Allerdings hatte man mit Matthäus ein Problem, denn in Yeshayahu (Jesaja) heißt es, dass der Meschiach von einer JUNGEN FRAU geboren wird. KEINE Jungfrau, sondern JUNGE FRAU.
Was also macht die Kirche ?
Sie fälscht den Satz in Jesaja. Aus der JUNGEN FRAU wird eine JUNGFRAU. Muss eine junge Frau eine Jungfrau sein ? NEIN.
Die Kirche jedoch fälschte die originalen Worte des Propheten, damit es zu Matthäus passt und keiner bemerkt, dass Matthäus keinen blassen Schimmer hatte.

Aufgrund dieser einen Fälschung allein wurden die Juden Jahrhundertelang mit Pogromen übersät. Die kath. Kirche gab erst vor einigen Jahren offen zu, dass man die Worte unrichtig gedeutet habe, fügte aber zugleich die Theologie eines zweiten Kommens des J. hinzu.
Ein Zweites Kommen ?
Ist G - tt zu dumm, Seine eigene Thora zu erfüllen und muss deswegen ein zweites Mal antreten ? Vollkommen absurd !

Weiteres Fälschungsbeispiel:
2. Tehilim (Psalm) 40. Hier sagt König David, dass G - tt dessen Ohren geöffnet habe. Die Kirche machte aus OHREN irgendwas mit Körper, um wieder auf J. hinzuweisen.
Ist hier allen Leser klar, um was es geht ?
Die Kirchen zogen Wörter aus der Bibel heraus und ersetzten sie mit anderen, damit die Theologie des Meschiach - J. fundiert wird.
Jeder kleine Bankangestellte, der eine Zahl absichtlich fälscht, wird aus dem Job geworfen und wer bestraft die Kirche ?

Wenn Christen durch ihren Hirnwäschefilter denken, dann geht es ihnen vorrangig um ihre eigene G - ttesvergebung und Rettung. Sie haben Angst, dass wenn sie nicht mehr an J. glauben, sie in die Hölle kommen. Uuuhhh !
Dabei ist es so einfach, in der Thora selbst andere Mittel und Wege zwecks vergebung zu finden. Das Dumme ist nur, dass man als Jude nicht gegen die Philosophien ankommt, denn die christlichen Bibeln unterliegen gefälschten Worten und wer da als Jude meint, mit der ARTSCROLL Thora argumentieren zu können, der muss erst einmal die christliche Übersetzung in die Mülltonne entsorgen.

Und wie es in Yeshayahu (Jesaja) 55 + 57 heißt:
"Suche G - tt, wenn es gefunden ist, und rufe Ihn, wenn Er nahe ist !"
G - tt selber bietet Vergebung an und dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, wie oben aufgelistet. Außerdem sagt G - tt: "Meine Gedanken sind nicht Eure (oder: meine Gedanken sind höher als die Euren).

Fazit: Es bedarf keines blutigen Opfers, sondern jeder von uns beinhaltet die Macht, G - ttes Gnade zu erwecken. Und dies allein schon durch ein kurzes aufrichtiges Gebet von Herzen !

Und was ist mit dem "Sohn G - ttes" ?
Wir sind alle Söhne (Kinder) G - ttes, denn Er war es, der uns erschuf. Daran sollten wir stets denken und interessierte Christen sollten sich nicht schämen, Tuvia Singer zu kontaktieren und um weitere Erklärungen zu bitten. Oder überhaupt einmal nachzufragen !

toviasinger1@aol.com
 
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Es ist nicht vertretbar "Juden mit den außerhalb des biblischen Gottesglaubens stehenden Menschen und Völkern gleich zu stellen, noch den ihnen fehlenden Glauben an Jesus zum entscheidenden Kriterium für ihre Zugehörigkeit zu Gott und zum Bereich seines Heils zu erklären“

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„Unbestritten bleibt für Paulus bei alledem, dass Israel auch weiterhin in besonderer Weise mit Gott verbunden ist, obwohl es sich in seiner Mehrheit der Botschaft von Jesus als seinem Messias und Herrn verschloss: Es ist aufgrund der ihm von Gott verliehenen Heilsgaben (Röm 9,4f) bleibend erwählt und damit Gottes Volk (Röm 11,2). Die weltweite Völkermission ist der endzeitlichen Sammlung Israels zugeordnet als deren Vorbedingung. Weder ist Israel vom Heil getrennt, noch ist es eingeebnet in die Völkerwelt – als ein Volk unter anderen. Grundsätzlich bleibt der Auftrag zur Sammlung Israels als des Gottesvolkes des Anfangs bestehen (Gal 2,7); aber er ist hinsichtlich seiner Durchführung geschieden vom Auftrag zur weltweiten Völkermission.“

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