Juden kommen in die Hölle !" - Tuvia Singer, Teil 4

von Miriam Wölke

Nach zwei starken Auftritten, trat Rabbi Tuvia Singer bei seiner vierten und letzten Session am gestrigen Abend im Jerusalemer "Israel Center" recht schwach auf. Generell waren die meisten Inhalte eine Wiederholung des vorherigen dritten Vortrags. Dennoch gab es ein paar Ausnahemn, die ich an dieser Stelle auflisten will.

Zuerst jedoch: Das Publikum war wieder zahlreich erschienen, wenn auch nicht mehr so zahlreich wie in den vorangegangenen drei Wochen. Was direkt ins Auge fiel, war der relativ geringe Prozentsatz der teilnehmenden Christen. In der vergangenen Woche noch war fast die Hälfte der mindestens 100 Zuhörer christlich gewesen; gestern hingegen waren es vielleicht fünf Nichtjuden. Kann sein, dass sich die anderen ja besser incognito hielten.

Tuvia Singer stieg gleich von Beginn an richtig ein und verkündete, dass es weltweit 1000 messianische Gemeinde gebe.

Das besondere erklärte Ziel der Jews for J. sei, Juden zum Christentum zu bekehren. Ihre Gemeinden sind schon aus dem Grund nicht unter Kirchen aufgelistet, sondern die Messianics lassen sich in örtlichen Telefonbüchern unter "Synagogen" einschreiben.

Schon deren innere Struktur ist absurd, da die Mehrheit der sogenannten messianischen "Juden" sind eh keine Juden, sondern Christen und in nicht wenigen dieser "Gemeinden" bestehen Diskurse darüber, ob nicht besser nur die "Juden" führende Gemeindeposition einnehmen sollen.

"Wenn Du Jude bist und J. nicht als Deinen Meschiach akzeptierst, dann gehst Du in die Hölle !"

"Wenn Du J. nicht annimmst und nicht an ihn glaubst, dann gibt es keine Rettung mehr für Dich und Du wirst zerstört werden und im Höllenfeuer schmoren !"

Diese Sätze sämtlicher christlicher Gruppierungen sagen alles aus und man braucht nicht mehr.
Ich gehe in die Hölle und Punkt !
Laut Kirche gibt es keine weiteren Diskussion.

Tuvia Singer brachte das Beispiel des Nazis Adolf Eichmann, der kurz vor seiner Hinrichtung in der israelischen Stadt Ramle einen holländischen Priester zu Beichte holen liess. In seinen letzten Stunden bekannte sich der Massenmörder Eichmann zum "Meschiach J." und ist, laut der Kirchen, gerettet. Er kommt ins Paradies.
Jene jüdischen Holocaust - Opfer hingegen, die vergast worden sind und keinen J. akzeptierten, kommen in die Hölle.

Was sagt der Papst dazu ? Was sagt Luther dazu ?

Nun, Luther war es egal, denn ausgerechnet er war einer der größten Antisemiten überhaupt.
Und Papst Pius zur Nazizeit, der doch da, laut katholischer Kirche, allen Juden so wunderbar half ?
Es war die katholische Kirche, die Eichmann und andere hohe Nazis nach Südamerika schmuggelte ! Der Vatikan hatte damals kurz nach dem zweiten Weltkrieg eine extra Abteilung für flüchtende Nazis eingerichtet. Und denen wurde geholfen; von Papst Pius.

Es ist also belanglos, was Martin Luther oder die Päpste angeben. Was aber sagt G - tt zu dem christlich obskuren Glaubenskonzept ? Hat jemand in der Kirche einmal G - tt gefragt ? Oder hat sich G - tt irgendwie geäußert, dass alle, die nicht an einen falschen Meschiach wie J. glauben, in der Hölle landen ?

Ein Nichtjude sollte niemals Christ sein und damit dem Götzendienst verfallen. Ein Nichtjude sollte stattdessen die Sieben Noachiden Gebote einhalten und sich nur zu EINEM G - tt und nicht J. bekennen !

Die Kirchen lieben es, die Rabbiner für alles verantwortlich zu machen. Was selbst ich mir innerhalb der letzten Jahre an Hasstiraden gegen talmudische Rabbiner und andere von Christen anhören musste. Die Rabbiner seien an allem schuld und brachten J. um. Die Gesetze haben sie ebenso geändert und bereiten den Juden eine halachische Gehirnwäsche.

Christen geben also nicht auf die jüdische Halacha, denn all das ist, laut Paulus, Teufelswerk.

Wenn alles Jüdische schlecht ist, warum basiert dann ihr Neues Testament auf der Thora ? Warum legen sie ihr Osterfest fast zeitgleich mit dem jüdischen Pessach zusammen ?
Bedeutet diese Zeitrechnung nicht, dass sich eben jene ablehnenden Christen nach dem jüdischen Kalender, nämlich dem Pessach - Datum, richten ? Wann fände Ostern statt, hätten die Christen nicht den jüdischen Kalender als Vorlage ?
Und von wem wird der Kalender festgelegt ?
Von Rabbinern.

Wenn aber Rabbiner nur lügen, warum ist dann Ostern im April und nicht im November ?

Aus jüdischer Sicht ist das Christentum vollkommen irrelevant, denn es stellt ganz einfach eine andere Religion dar. J. war nicht der Meschiach und damit hat sich Sache erledigt.
Umgekehrt jedoch hängt das Christentum am Judentum, denn ohne Judentum gebe es ja keinen J. und kein Christentum. Wobei wiederum J. Jude und kein Christ war.

Was geschieht, wenn der Meschiach kommt ? Was, wenn nicht alle übereinstimmen, dass der Meschiach auch wirklich der Meschiach ist ?
Gemäß dem Judentum gibt es diesbezüglich eine plausible Erklärung:
Sobald der Meschiach eintrifft, werden alle Menschen auf einen dermassen hohen Level angehoben, dass sie diese Frage erst gar nicht aufkommen lassen. In dem Moment werden wir auf unseren spirituellen Höhen sein und allein daran erkennt man den Meschiach. Zweifel erübrigen sich also.

Warum prophezeihten König David oder dessen Sohn Salomon nichts von einem J. ? Sagt G - tt ausdrücklich in der Thora, dass wir alle, sobald der Meschich kommt, wir an ihn glauben müssen oder automatisch in die Hölle kommen ?
G - tt gibt keinen einzigen solchen Satz von sich !

Ferner meinte Tuvia Singer, dass man die Art der Christen zu denken, in Betracht ziehen solle. Für Juden klingt es absurd, doch wenn Christen (besonders Katholiken) zum ihrem Abendmahl gehen und den Weintrinken bzw. die Hostie verspeisen, dann meinen sie damit J. in sich zu haben. Er ist ein Teil von ihnen und sie übernehmen dessen "Heiligkeit" oder Charaktereigenschaften. Sie und er seien eins.
Derlei Gedankengut gab es schon viel früher in götzendienerischen Religionen. Blut trinken und Körper essen, um mit dem Toten eins sein zu können.

Das Thema "Schabbat" gab auch noch kurz ur Sprache. "Nichtjuden ist es verboten, die Schabbatgesetze einzuhalten !" Jene Halachot, die ein Jude verpflichtet ist einzuhalten, sind einem Nichtjuden untersagt.
Im Talmud finden wir die Aussage, dass wenn ein Nichtjude den Schabbat (die entsprechenden Gesetze) einhält, dies vor G - tt schlimmer ankommt als wenn ein Juden den Schabbat bricht.

G - tt habe seine Wege so walten lassen, dass die Moslems ihren Ruhetag auf den Freitag legten die die Christen wählten den Sonntag. Den Juden allein bleibt der Samstag (Schabbat).
Adventisten meinen behaupten zu können, dass sie JA den Schabbat feiern. Als Ruhetag vielleicht, doch die jüdischen Halachot halten sie dabei nicht ein.

 


Diese Erkenntnisse, warum Juden den christlichen Meschiach nicht anerkennen, stellen keine Hetze gegen Nichtjuden dar, sondern sie sollen lediglich den jetzigen Christen klarmachen, auf welch Täuschungen und falschen Vorspielungen ihre Religion basiert. Der perfekte Weg aus jüdischer Sicht ist, wenn Nichtjuden sich zu den Sieben Noachischen Gesetzen bekennen.

Nach Pessach plant Tuvia Singer weitere Veranstaltungen dieser Art. Unter anderem will er dann richtig in die Texte der Propheten wie Jesaja (Yeshayahu), Jeremiah (Yirmeyahu), Zechariah, Micha, und andere gehen.

Link:

Der Teufel und die Juden

 

 
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 

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