Arkadi und Boris Natanowitsch Strugazki

Arkadi Natanowitsch Strugazki (auch Strugatzki; russ. Аркадий Натанович Стругацкий, wiss. Transliteration Arkadij Natanovič Strugackij; * 28. August 1925 in Batumi, Georgien; † 12. Oktober 1991 in Leningrad) und Boris Natanowitsch Strugazki (russisch Борис Натанович Стругацкий, wiss. Transliteration Boris Natanovič Strugackij; * 15. April 1933 in Leningrad) waren zwei russische Schriftstellerbrüder. Sie schrieben gemeinsam eine Vielzahl von Romanen und gelten als die bedeutendsten Autoren der sowjetischen Phantastik.

Arkadi war Anglist und Japanologe, Boris arbeitete als Astronom am Pulkowo-Observatorium bei Leningrad. Arkadi schrieb auch unter dem Pseudonym S. Jaroslawzew. Boris veröffentlichte einige Essays unter dem Pseudonym S. Witizki.

Mehrere Werke der beiden Autoren wurden verfilmt, darunter 1989 Es ist nicht leicht ein Gott zu sein durch Regisseur Peter Fleischmann in einer westdeutsch-sowjetisch-französischen Produktion. Die bekannteste Leinwandadaption eines Strugazki-Romans ist jedoch Stalker, eine Verfilmung nach Motiven aus Picknick am Wegesrand und dem Filmszenarium Die Wunschmaschine durch den sowjetischen Regisseur Andrei Tarkowski.

Die Literatur der Brüder Strugazki verbindet Elemente der russischen Erzähl- und Märchentradition mit Motiven der Science-Fiction, einer menschlich-psychologischen, im Gegensatz zu einer rein technischen. Obwohl meist in der dritten Person geschrieben, sind ihre besten Bücher konsequent und überzeugend subjektiv und hermetisch, und die Kamera oder Stimme des Erzählers sitzt über weite Strecken im Kopf der Hauptfigur. Nicht zu unterschätzen ist der Unterhaltungswert der auch oft amüsanten Bücher.
Von literaturkritischem Interesse ist die Vielfalt der Erzählstrukturen, derer sich die Brüder Strugazki bedienen. Die Wellen ersticken den Wind etwa ist als Briefroman ausgeführt, andere Werke kommen gänzlich ohne Zeitsprünge und Perspektivwechsel aus. Bei einem Autorenduo liegt die Vermutung nahe, dass sich die Stoffe von Kapitel zu Kapitel in mitunter unvorhergesehene Richtungen entwickelt haben, und beispielsweise in Das lahme Schicksal finden die Handlungsstränge auch nicht zusammen, in Die Last des Bösen bleiben sie lange unversöhnt, um sich auf der letzten Seite kunstvoll zu kreuzen oder ineinander zu spiegeln.
Die in ihren Büchern beschriebenen fiktiven Gesellschafts- und Herrschaftssysteme sind häufig als Allegorien auf den realen Sozialismus oder die Prinzipien des Kommunismus zu lesen. Besonders in ihren späteren Werken wird die Rolle des Individuums in bürokratischen oder totalitären Systemen zum zentralen Motiv – so etwa in den Romanen Das lahme Schicksal und Das Experiment, die aufgrund ihres gesellschaftskritischen Inhalts erst nach dem Zerfall der Sowjetunion veröffentlicht wurden. Auch Bücher wie Montag beginnt am Samstag und Troika, die ganz offensichtlich in der Sowjetunion spielen, lassen sich als Kritik an starren Verwaltungsstrukturen lesen. Ersteres hat auch Züge eines ulkigen, rasanten Metamärchens.

Einige Geschichten oder Erzählstränge kommentieren das Autorenschicksal selbst oder den simplen Alltag. Grundton ist dennoch ein verhaltener Optimismus. Selbst die Bürokraten bleiben überwiegend menschlich oder zumindest harmlos. Schurken oder Gegenspieler treten nur in wenigen Werken auf.
Ein mehrfach auftauchendes Konzept ist das eines erhofften oder thesenhaft in den Raum gestellten sprunghaften Aufstiegs des Homo sapiens zu einem Hypermenschen („vertikaler Progress“). Es werden sowohl Vor- als auch Nachteile einer „neuen“ Supermenschenrasse erörtert (am Ende der Maxim-Kammerer-Trilogie).

 
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