ZeLeM - Verein zur Förderung des Messianischen Glaubens in Israel e.V.

Durch sein Engagement in Israel fiel der in Guntersblum ansässige Verein „ZeLeM“ in den letzen Jahren nochmals auf. Christlich-Fundamentalistische Ideen mit Bekehrungseifer gepaart zeichnen den Verein und seinen geistigen Führer „Klaus Mosche Pülz“ aus. Der in Deutschland geborene Pülz betont seine jüdischen Wurzeln und ruft gleichzeitig zur Mission unter Juden auf. Mit „Gesinnungsgenossen“ hat er bereits 1980 die „Messianische Bekenntnisgemeinschaft in Herzliya – Israel“ gegründet und ist heute Herausgeber der Zeitschrift „Bote neues Israel“.

Auf seiner Internet Seite hat der Zelem Verein eine Grundsatzerklärung, in mehreren Sprachen veröffentlicht. Darin spricht er von „endzeitlichen Entwicklungen“ in Israel,  von einer so wörtlich „Ghettoposition“, die Israel angeblich einnehmen würde und spricht sich dafür aus im Zuge des „geistigen Gesundungsprozess“ das angeblich beengende jüdische Religionsgesetz (Halacha) abzulegen und zu seiner Berufung als „Priestervolk“ zurück zu kehren. Auch sonst  geht Klaus Mosche Pülz nicht gerade zimperlich mit jüdischen Menschen um, die nicht an Jesus als den Messias ihres Volkes glauben.  In einem Rundschreiben vertreibt er einen Pressespiegel, worin ihm folgendes bescheinigt wird: „Gerade hat Pülz in einer großen Anzeigenaktion das orthodoxe Judentum als größtes Hindernis für die Modernisierung Israel bezeichnet. Pülz zufolge sind die Orthodoxen für die Finanzprobleme der El-Al verantwortlich“ und weiter „Israels Wissensstand könne nicht mehr dem Niveau anderer Industrienationen konkurrieren“.

Die Berichte die Pülz  auch sonst auf der Webseite des Vereins publiziert sind mehr als gewagt, so scheut er nicht davor zurück die israelische Demokratie als rassistisch zu bezeichnen und führt an, dass die Übergriffe von Juden auf Araber auf 26% angestiegen sind. Menschen mit traditioneller jüdischer Kopfbedeckung auf dem Kopf sollen besser behandelt worden sein, als andere, dies will Klaus Mosche Pülz in einem „Selbstversuch“ ermittelt haben. Seiner Meinung nach ist Israel aber nicht nur gegenüber Arabern und Gastarbeitern „unfair“, sondern belügt auch sein eigenes Volk, indem es die Verkündung des Evangeliums in Israel unterbindet. Aus der Feder des Herrn Pülz heißt es dann: „Daher betrachten wir es als eine große Neuverschuldung, wenn solche Stimmen wie die unsrigen in christlichen Kreisen dämonisiert werden, damit das Volk in Israel weiterhin von der Heils- und Friedensbotschaft seines eigenen Messias Jeschua ferngehalten wird.“

Nur zu gern würde Klaus Moschee Pülz seinen Berichten den Stempel der „Wahrheitsmäßigen Information über Israel“ aufrücken und seiner Arbeit als „Förderung der Beziehungen zu Israel“ bezeichnen, doch viel mehr als ein loses, subjektives Machwerk ist die Webseite seines Vereins nicht. Wäre Israel ein wirklich so schrecklicher, rassistischer Ort, wo Meinungsfreiheit und Selbstentfaltung unterdrück werden. So wäre das Geschäftsmodells des ZeLeM Vereins wohl schon bei der Gründung im Jahre 1978 gescheitert und Herr Pülz gemeinsam mit anderen angeblichen Israelfreunden würde in einem Gefängnis sitzen, anstatt Israel auf seiner Webseite schlecht zu machen und Seminare zur "jüngsten Entwicklungen" im Nahen Osten zu veranstalten.

 
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 

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