David Joseph Bohm [ˈdeɪvɪd ˈdʒoʊzɪf ˈboʊm] (* 20. Dezember 1917 in Wilkes-Barre, Pennsylvania; † 27. Oktober 1992 in London) war ein Quantenphysiker.
Bohm hat eine Reihe signifikanter Beiträge zur Physik geliefert, insbesondere im Bereich der Vielteilchentheorie und der Grundlagen der Quantenmechanik. Bohm ist Begründer der bohmschen Mechanik, einer alternativen Interpretation der Quantenmechanik. Bohm befasste sich in den 1950er Jahren mit Vielteilchentheorie, wo er wichtige Pionierarbeit leistete (Bohm-Diffusion in der Plasmaphysik und anderes). Ein weiterer Schwerpunkt waren die Grundlagen der Quantenmechanik, wo er eine eigene Bohm-Interpretation entwickelte, einer nichtlinearen deterministischen Theorie mit „verborgenen Variablen“. Mit seinem Studenten Yakir Aharonov sagte er im Jahre 1959 einen neuartigen Quanteneffekt, den sogenannten Aharonov-Bohm-Effekt vorher. Seit dieser Zeit beschäftigte er sich mit den philosophischen Implikationen der Quantenmechanik, insbesondere dem Paradox der Nichtlokalität.
1951 erschien sein Lehrbuch der Quantenmechanik. |