Bar-Kochba-Aufstand

Als Bar-Kochba-Aufstand wird ein jüdischer Aufstand gegen das Römische Reich von 132 bis 135 n. Chr. unter Führung von Simon bar Kochba bezeichnet.

Rabbi Akiba, der den Aufruhr stützte, hielt Bar Kochba für den langerwarteten jüdischen Messias. Deswegen prophezeite er, dass der Aufstand erfolgreich sein würde. Mit dem Sieg der Römer wurde jedoch klar, dass Akiba sich geirrt hatte.

Trotz der Anfangserfolge wurde der Aufstand auf Befehl des römischen Kaisers Hadrian durch seinen Feldherrn Julius Severus brutal niedergeschlagen. Bar Kochba wurde an der Festung von Betar, seinem letzten Rückzugsort südwestlich von Jerusalem, getötet. Viele seiner Anhänger wurden brutal hingerichtet, unter ihnen auch Rabbi Akiba.

Im Rückblick mussten auch die überzeugtesten Anhänger von Bar Kochba davon Abstand nehmen, ihn als Messias zu sehen. Denn in der jüdischen Heilserwartung sollte das Wirken des Messias in eine Zeit des Weltfriedens münden (Micha 4,3) und alle Juden würden Gottes Gesetze achten (Ezechiel 37,24).

Mit dem Tod Bar Kochbas war der Aufstand endgültig beendet. Jerusalem wurde vollends zerstört, Juden wurde es verboten, dort zu leben. Auf den Ruinen Jerusalems wurde die neue römische Stadt Aelia Capitolina gegründet. An der Stelle des zerstörten Tempels entstand ein Jupiter-Tempel. Laut Cassius Dio wurde der Jupiter-Tempel schon vorher an der Stelle des 70 n. Chr. zerstörten Tempels errichtet, und dieses Sakrileg soll dann der Auslöser für den Krieg gewesen sein.

Viele der überlebenden Juden flüchteten in andere Teile des Imperiums. Bereits vorher hatte ein Großteil der Juden außerhalb des jüdischen Kernlands gelebt, doch mit dieser Vertreibung begann die bis ins 20. Jahrhundert dauernde Phase, in der nahezu alle Juden in der Diaspora lebten.

Die römische Provinz Judäa wurde in Syria Palaestina umbenannt.

 


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Mission Gottesreich (Oda Lambrecht, Christian Baars)

 

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