Merkwürdig

Helmut Weidner-Kim schreibt:

Zitat aus Ihren Webseiten:
"Ich habe festegestellt, dass diese Seite in verschiedenen lutheranischen
Web-Verzeichnissen verlinkt ist, ich möchte die Webmaster dieser
Verzeichnisse bitten, nicht mehr auf meine Seiten zu linken!


Mir steht nicht der Sinn danach, dass das Gedenken an einen Antisemiten wie
Martin Luther durch Seiten wie meine, weiter erhalten bleibt.

Martin Luther rief zur Verfolgung und Vernichtung der Juden auf, mit solchen
Leuten möchte ich einfach nicht in Verbindung gebracht werden."

Wieso bierten Sie dann die Luther-übersetzung an? Ist das überhaupt eine Freie
Version (nach dem - nicht lutherischen, aber christlichen - Link zu urteilen,
mit dem ich drauf kam: nein)? Wen nein - haben Sie die Erlaubnis des
Herausgebers, oder bieten Sie eine Raubkopie an?

Und warum ausgerechnet die Luther-übersetzung? Es gibt ja andere, z.T. freie
übersetzungen. Passt irgendwie nicht zu Ihrer Einstellung Luther gegenüber
...
 
Rätselnd,
    hwk 

 

Roman Gorbachov antwortet:


Hallo Herr Weidner-Kim,

ich freue mich, dass ihnen meine Seite gefallen hat. Meine Einstellung zu der Person Martin Luther hat nichts mit meiner Einstellung zu dem übersetzer Martin Luther zu tun.

Zur übersetzung: Bei der auf meiner Webseite angebotenen übersetzung handelt es sich nicht um die lutheranische übersetzung. Wäre es jedoch so, dann wäre dies auch keine "Raub-Kopie".

Denn a) ist Martin Luther seit ein paar hundert Jahren tot und b) handelt es sich bei seiner übersetzung längst um ein Gut, dass nicht durch Urheberrechte schützbar ist.

Ansonsten noch viel Spaß mit meiner Webseite :)

Viele Grüße und Schalom Roman Gorbachov.
 


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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 

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