"Nur weil einer Jude ist, kann er nicht in eine Synagoge gehen, kann dort nicht Mitglied werden. Ich bin auch Deutscher, soll ich deswegen Mitglied einer faschistischen Organisation werden? Überhaupt, steht in der Bibel, dass Synagogen "Teufelsversammlungen" sind. Das findet man in der Offenbarung".
Pastor Alexander Epp, Glaubensgeneration
Predigt vom 14. Mai 2005
Auf die Frage, ob er wirklich glaube, dass Synagogen Teufelsversammlungen
seien. Antwortete er schlicht:
"Wir können die Bibel nicht anzweifeln, wenn es so
dort so steht, dann stimmt es auch".
Alexander Epp schürt den Hass auf Juden und beruft sich dabei auf die Bibel, er
kann sich in Sicherheit wiegen, denn Antijudaismus ist im Christentum ein
Phänomen, das schon immer äußerst verlockend war. Komplexe Zusammenhänge können so
leicht erklärt und die Frage, warum Juden Jesus ablehnen beantwortet werden. Zugleich können negative Entwicklungen auf eine Minderheit projiziert werden. Will
man diese Weltsicht verstehen, so muss zunächst klären, wie Antijudaismus, Antisemitismus
und Antizionismus zusammenhängen und man wird sehen, dass der Judenhass noch
verdammt gleich aussehen wird.
Martin Luther sagte einmal:
Zum dritten, das man jnen nehme all jre Betbüchlein und Thalmudisten,
darin solche Abgötterey, lügen, fluch und lesterung geleret wird. – Zum
vierten, das man jren Rabinen bey leib und leben verbiete, hinfurt zu leren.
… sprach Martin Luther 1543
Adolf Hitler sagte später:
“Den gewaltigsten Gegensatz zum Arier bildet der Jude.” “Er (der Jude)
ist und bleibt ein Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus
sich ausbreitet …”
… Sprach Adolf Hilter 1938
Machmud Achmadinedschad sprach es vor kurzem wieder
aus:
“Die Zionisten sind die wahre Manifestation des Teufels. Viele westliche
Regierungen, die von sich behaupten Pioniere in Sachen Demokratie und
Menschenrechten zu sein, verschließen die Augen vor den Verbrechen, die die
Zionisten begehen.”
… spricht Machmud
Achmedinedschad 2007 - das ist die dritte Phase.
Die Zitate haben eines gemeinsam: Sie sprechen den Zeitgeist an,
das Paradigma, das die Mehrheit der Bevölkerung für richtig hält und das die
grundlegenden Werte bestimmt. In einer Gesellschaft, in der religiöse Konflikte
das Tagesgeschehen bestimmen und das Christentum die anerkannten
Wertekoordinaten liefert, dürfte es wenig Empörung verursachen, wenn jemand
sagt, die jüdische Religion wäre des Teufels
In einer Zeit, in der die Biologie Aufschwünge erlebt und die
Industrialisierung zeigt, dass rationales, naturwissenschaftliches Denken
zielführend ist, sind Aussagen über Bazillen und menschliche Rassen
höchstwahrscheinlich nicht als besorgniserregend einzustufen. Wenn körperliche
Fitness und Volksgesundheit, die Einheit von Blut und Boden und körperliche,
auf sozialistischen Ideen aufgebaute Vorstellungen von Arbeit das Ideal des
Guten sind, was sollen Juden, fremd im fremden Land, häufig in geistigen und
finanziellen Berufen, dann anderes sein als schmarotzende Bazillen?
Und schließlich in der Post-Auschwitz-Zeit: Wenn das einzig anerkannte Ideal
des Guten, Schönen und Wahren der totale Pazifismus, die Bekämpfung von
Nationalstaaten, Sozialismus und Multikulti ist, was soll der jüdische Staat
sein, mit seiner besten Armee der Welt und seinem Manifest, ein jüdischer Staat
sein zu wollen? Was soll er sonst sein, wenn nicht der Hort von Kriegsverbrechen,
Unrecht und Wertelosigkeit, geistiger und politischer gleichermaßen?
Alexander Epp packt das „Übel“ wieder an der Wurzel, ihrem Glauben und sagt –
der Ort, an dem Juden sind, der ist der Ort des Teufels. Ein Brückenschlag, vom
Antijudaismus und Antisemitismus, bis hin zum Antizionismus. Erschreckend ist,
dass die Arbeit dieses Mannes als Beitrag zur Integration verstanden wird. Integration
– Ja! Aber in das Deutschland welcher Jahre?
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