Wohlstand?

Behauptet man die westliche Welt ist besonders durch Gott gesegnet und die „ungläubigen“ Staaten nagen am Hungertuch und führt man dann noch entsprechende Beispiele an, so z.B. den rasanten technischen Fortschritt an, so ergibt sich folgendes Bild:

Christen, die andere Länder im Namen Gottes ausgeraubt und geplündert haben. Christen, die sich zum Ziel gesetzt haben sich ganze Völker zu unterwerfen werden von Gott belohnt. Völker jedoch, die in Europa überhaupt kein Blut vergossen haben, wie etwa die Juden oder etwa auch afrikanische Sklaven oder umherziehende Völker, werden von Gott wegen ihrer Lebensweise bestrafft?

Verstoß gegen Gottes Gebote wird also belohnt. Einhaltung der von Gott an uns herangetragenen Lebensweise wird bestrafft.

Verkehrte Welt. Wenn Böses nun Gut und Gut nun Böse ist, wenn Armut Strafe ist und Reichtum Heil, wenn Atombomben harmlos und Steinewerfer gefährlich sind. Wer ist dann hier am Werk? Nicht etwa der von dem es heißt er ziehe auf der Erde hin und her und verrichte sein böses Werk?

 
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Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"
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"Christinnen und Christen bleiben wie das Judentum auf den Selbsterweis des kommenden Retters vom Zion angewiesen. Von daher haben sie dem Judentum nichts voraus. Darum können sie im Vergleich mit sich selbst Jüdinnen und Juden nicht als defizitär bestimmen. Sie bilden zusammen mit Jüdinnen und Juden eine Solidargemeinschaft der Wartenden, in der sie im missionarischen Zeugnis vor der Welt der Völker und im wechselseitigen Zeugnis voreinander dem Gott Israels die Ehre geben. Darum hat die Rheinische Landessynode 1996 den Grundartikel der Kirchenordnung so erweitert: „Mit Israel hofft sie auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ "

[...]

"...die Frage, ob Juden, die sich zu Christus bekehren, zugleich Juden bleiben können, zunächst von der Kirche negativ beantwortet, bevor diese Antwort auch von jüdischer Seite bestätigt wurde. Der Kirchenvater Ignatius von Antiochia (+ 110) brachte dies pointiert zum Ausdruck: "Es ist völlig unangebracht, Jesus Christus im Munde zu führen und (weiterhin) jüdisch zu leben; denn das Christentum ist nicht etwa zum Glauben an das Judentum gekommen, sondern das Judentum (zum Glauben) an das Christentum" (Brief an die Magnesier 10,3)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 

 

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