Jesus von Nazaret (* wahrscheinlich zwischen 7 und 4 v. Chr. in
Betlehem, Kafarnaum oder Nazaret; † 30, 31 oder 33 in Jerusalem) gilt
als die historische Person, die hinter dem Jesus Christus im Neuen
Testament steht.
Danach war Jesus ein Jude aus Galiläa und trat ungefähr seit dem Jahr
28 öffentlich als Wanderprediger im Gebiet des heutigen Israel und im
Westjordanland auf. Er wollte keine neue Religion gründen, sondern das
Judentum angesichts des erwarteten Gottesreichs zur Umkehr rufen.
Wenige Jahre später wurde er als angeblicher Aufrührer gegen die
römische Besatzungsmacht gekreuzigt.
Seine historische Wirkung ist die Bildung einer neuen Weltreligion, des
Christentums. Auch außerhalb des Christentums hat Jesu Wirken
religiöse, kulturelle, politische und persönliche Bedeutung.
Die historische NT-Forschung versucht, aus den vorhandenen
Glaubensdokumenten plausible Grundzüge des Auftretens Jesu und seiner
Verkündigung zu rekonstruieren. Für antike Verhältnisse ist die
Quellenlage mit mehreren Evangelien relativ günstig. Aus ihnen lassen
sich aber nur bedingt gesicherte biografische Details erschließen, da
sie Jesus als den Christus (Messias, Sohn Gottes, Erlöser,
Menschensohn) verkünden. So sehen Christen ihn im Lichte der
Auferstehungstexte im NT. Daneben gibt es nur wenige Außerchristliche
Notizen zu Jesus von Nazaret.
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