Nostra Aetate

Nostra Aetate (lat. für In unserer Zeit) ist der Titel der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die nicht-christlichen Religionen. Es wurde auf Anregung von Prälat Johannes österreicher am 28. Oktober 1965 verabschiedet und öffentlich verkündet.

Ursprünglich als Erklärung über das belastete Verhältnis zwischen Kirche und Judentum gedacht, weitete sich der Inhalt immer mehr zu einer Rundumschau auf alle Weltreligionen aus. Dabei strich es vor allem verbindende Elemente heraus, ohne dabei allerdings vom Absolutheitsanspruch abzurücken. Als Kernsatz ist anzusehen: „Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist.“

In Bezug auf Judentum und Islam fordert die Erklärung dazu auf, gegenseitige Missverständnisse auszuräumen, und beruft sich wörtlich auf das „gemeinsame Erbe“ dieser Religionen und des Christentums. So wird eine Allgemeinschuld der Juden am Kreuzestod Christi, eine im Laufe der Kirchen- und Weltgeschichte immer wieder vertretene Ansicht, ein für allemal verworfen. Dieses Versöhnungsangebot an das Judentum wurde von den Zeitgenossen als zentrale Aussage von Nostra Aetate und als revolutionärer Schritt der katholischen Kirche aufgefasst. Zudem verurteilt die Erklärung ausdrücklich alle Formen des Antisemitismus.

Die Erklärung schließt mit einem Verweis auf die Menschenwürde: „So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht.“ Dieser Hinweis wird verständlich im Lichte der damals noch gegenwärtigeren Erfahrungen des Holocausts.

Der Text gilt als Grundlage für das von Papst Johannes Paul II. initiierte Weltgebetstreffen der Weltreligionen in Assisi 1986.


Entstehung


Bereits 1960 beauftragte Papst Johannes XXIII. den deutschen Kardinal Augustin Bea, eine Erklärung über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den Juden vorzubereiten. Nachdem Bea die These von einer Kollektivschuld der Juden als „Gottesmörder“ theologisch widerlegt hatte, wurde er auch kirchenpolitisch aktiv, um diese neue Auffassung in der katholischen Hierarchie durchzusetzen. Der neue Papst Paul VI., der im Januar 1964 auch Israel als Staat anerkannte, unterstützte Bea dabei. Ein junger deutscher Theologe arbeitete an der Erklärung mit: Joseph Ratzinger, der derzeitige Papst Benedikt XVI.. Dennoch gab es Widerstand aus verschiedenen kirchlichen Institutionen sowie aus arabischen Staaten, die für den Fall einer offiziellen Erklärung im Sinn Beas Repressionen gegen die katholische Kirche androhten.

Diese Widerstände hatten unter anderem zur Folge, dass sich die endgültige Version von Nostra Aetate nicht allein auf das Judentum, sondern auf alle nicht-christlichen Religionen bezog.

 

Nostra Aetate im Volltext

 
-.png   +.png



Zu Jewish-Dating.de - Der kostenlosen, jüdischen Kontakt- und Singlebörse wechseln!

Wissen
Berühmte Juden
Literaturbesprechung
Antisemitische Vorfälle
Passion Christi
Glaubensgeneration
Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"

 

“Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Taler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden - das ist Gottes Wahrheit… Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben.”

Dr. Martin Luther King

 

Image
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Wir wehren uns gegen Judenmission

 

     
Juden & Jesus
                  
                                        
Antizionismus


Zionismus

Aktuell arrow Wissen arrow Christliche Schriften arrow Nostra Aetate
© Juli 2017 Maschiach.de // Roman Gorbachov // Blog // Umsetzung // Datenschutzerklärung // Impressum