Joseph Shulam: Judenmission durch Christen ist in Israel gescheitert

Joseph Shulan, Theologe, Autor neutestamentlicher Kommentare, Leiter des messianischen Gemeindewerks „Netivyah“ aus Jerusalem und Direktor des evangelistischen Radiosenders „Kol Ha’Yeshua“ hat ein Problem. Shulans Problem sind Christen, die sich für das Judentum interessieren und nach den Wurzeln der christlichen Kultur suchen.

Als "gefährlich" wird diese Such von ihm bezeichnet, denn manche Christen, die dies auf eigene Faust praktizieren, landen schließlich in einer Synagoge, verwerfen Jeshua als ihren Messias und treten zum Judentum über“. Indirekt gibt Shulan zu, der sich in dem Judenmissionarischen Blatt „Herzzeit“ mit einer Tora-Rolle präsentiert, dass die christliche Judenmission in Israel versagt hat: „Christen sollten keine Missionare nach Israel schicken, die aus Juden Baptisten, Lutheraner oder Pfingstler machen wollen“.

Seiner Ansicht nach, sollen diese Arbeit besonders ausgebildete messianische Juden erledigen, woher diese kommen sollen sagt er nicht, schließlich ist in den messianischen Gemeinden die überwiegende Anzahl der Mitglieder nichtjüdisch. Mit keinem Wort geht Shulan auf die rechtliche Lage der Judenmission und der Missionare in Israel ein, berichtet nicht davon, dass man seine Arbeit oder gar seinen Pass verlieren kann und ausgewiesen wird, falls man versucht Juden zum Christentum zu bekehren.

Stattdessen träumt er sich in seine Welt und berichtet davon, dass viele Orthodoxe Juden und Yeshiva-Studenten aufgeschlossen und interessiert für seine messianischen Radiosendungen seien. Die Wirklichkeit der messianischen Sekten in Israel, sieht wahrlich anders aus.


Nachzulesen in „Herzzeit“ NR1 März 2007 (H-F-I Herzen für Israel e.V.)
 
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„Judenmission, in welchem Gewand auch immer sie daherkommt, lehnen wir ab, ohne Wenn und Aber, aus exegetisch-theologischen Gründen eben so wie aus historischen und moralischen. Der Versuch von Heiden(christen), das Volk Gottes zu missionieren, ist ein aberwitziges Unterfangen, das in den kanonischen Schriften der Kirche keinerlei Rechtfertigung hat. Das Judentum ist keine defizitäre Religion; es ist dies heute ebenso wenig, wie es dies je war. Jüdisches Selbstverständnis lebt von der gottgeschenkten Heilsgewissheit, ›dass ganz Israel an der zukünftigen Welt Anteil hat‹ (Mischna, Traktat Sanhedrin, Kapitel 10). Nur menschliche Hybris kann diese Heilsgewissheit bestreiten. [...] Juden und Christen sind je auf ihre Weise zu Zeugen des Einen Gottes ›in unserer Welt berufen‹. Wenn Christen dieses Zeugnis mit den Psalmen der hebräischen Bibel ablegen, rezitieren sie keine ›getauften Psalmen‹, sondern stimmen ein in das Gotteslob Israels, in das Bekenntnis zu dem Einen Gott.“

Tübinger Theologieprofessoren Bernd Janowski, Hermann Lichtenberger und Stefan Schreiner
 

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