Dr.-Ing. E.h. Dr. phil. h.c. Dr. techn. h.c. Geheimer Baurat Emil Moritz Rathenau (* 11. Dezember 1838 in Berlin; † 20. Juni 1915 ebenda) war ein deutscher Unternehmer, Sohn von Moritz Rathenau, Vater von Walther Rathenau (1867–1922), Erich Rathenau (1871–1903) und Edith Rathenau (1883–1952).
Emil Rathenau war seit 1865 Mitinhaber einer Maschinenfabrik, auf
Auslandsreisen erkannte er dabei die Möglichkeiten der neuen
Elektrotechnik. Er erwarb 1881 die Nutzungsrechte der Patente von
Thomas Alva Edison für Deutschland und gründete auf dieser Basis mit
Hilfe eines Bankenkonsortiums 1883 die Deutsche Edison-Gesellschaft für
angewandte Elektricität, die 1887 in Allgemeine
Elektricitäts-Gesellschaft "AEG" umfirmierte.
1884 war Rathenau an der Gründung der AEG beteiligt und stand dieser
als Generaldirektor vor, 1903 gründete er zusammen mit seinem
Konkurrenten und Geschäftspartner Werner von Siemens die Telefunken
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH.
1891 verhalf er der Wechselstromtechnik bei der Internationalen
Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main zum Durchbruch und
sicherte damit der AEG im Produktbereich Generatoren und Elektromotoren
für Jahrzehnte weltmarktbestimmenden Einfluss.
Rathenau hatte zahlreiche Aufsichtsratsmandate inne, so u. a. bei der
Berliner Handels-Gesellschaft seines Freundes und Geschäftspartners
Carl Fürstenberg und der Elektrizitäts AG vorm. W. Lahmeyer & Co.
Rathenau war seit 1866 verheiratet mit Mathilde Nachmann, der Tochter
eines Frankfurter Bankiers. Rathenau starb an den Folgen (u. a.
Beinamputation) seiner Diabetes mellitus.
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