Max Ehrlich (* 25. November 1892 in Dresden; † 30. Oktober 1944 im KZ Auschwitz) war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Filmregisseur.
Max Ehrlich, der seine Laufbahn an verschiedenen Theatern begann,
entwickelte sich in den 1920er Jahren zu einem erfolgreichen
Kabarettisten, der bei Max Reinhardt und in Revuen auftrat. Sein
Filmdebüt folgte 1926 mit einer Nebenrolle in dem von Reinhold Schünzel
produzierten Stummfilm In der Heimat, da gibt's ein Wiedersehn! Nach 15
weiteren Filmen, für die er gelegentlich auch die Zwischentitel
schrieb, folgte 1930 mit einer Nebenrolle in Richard Oswalds Wien, du
Stadt der Lieder Ehrlichs erster Tonfilm. Durch den Tonfilm wurde er
noch populärer, trat – außer in Kurzfilmen wie Kurt Gerrons Kurzfilmen
Kabarett-Programm Nr. 2 und Nr. 6 (1931) und Heinz Hilles Wer zahlt
heute noch? – allerdings niemals in tragender Rolle auf. Ab 1932 stand
er als Kurzfilmregisseur häufig auch hinter der Kamera.
Als Jude wurde Max Ehrlich nach dem nationalsozialistischen
Regierungsantritt nicht in die Reichsfachschaft Film aufgenommen und
konnte damit in Deutschland nicht mehr arbeiten. Er ging nach Wien und,
nachdem seine Auftritte auch dort gestört wurden, weiter in die Schweiz
und nach Holland. Vom Heimweh getrieben, kehrte er 1935 jedoch nach
Deutschland zurück, wo er im Rahmen des Jüdischen Kulturbundes unter
eingeschränkten Bedingungen weiter auftreten konnte. Als die politische
Situation sich mit den Novemberpogromen von 1938 jedoch weiter
verschärfte, ging er im folgenden Frühjahr nach Amsterdam, wo er sich
Willy Rosens jüdischem Theater anschloss.
Im Mai 1940 wurden die neutralen Niederlande von deutschen Truppen
besetzt. Max Ehrlich wurde 1943 verhaftet und ins holländische
Durchgangslager Westerbork deportiert. Als Leiter einer
Gefangenentruppe - der "Camp Westerbork Theater Group" - konnte er hier
mit zum Teil prominenten Mitgefangenen eine Reihe von Bühnenprogrammen
aus Sketchen und Songs erarbeiten und aufführen. Mit dem letzten
Deportationszug wurde Ehrlich 1944 nach Auschwitz gebracht, wo er in
der Gaskammer starb.
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