Vom Missionar zum Haredi

von Miriam Wölke

In ihrer aktuellen Ausgabe portraetiert die nationalreligioese Wochenzeitung SHEVA den Yad Le' Achim (israel. Anti - Missons - Organisation) Mitarbeiter Benjamin Kluger.

Ein Lebenslauf koennte nicht aussergewoehnlicher sein, wie der des Mittdreissigers Benjamin Kluger. Geboren und aufgewachsen als streng religioeser Katholik in Frankreich. Schon im Alter von 13 Jahren begann er auf Frankreichs Strassen Leute zu missionieren. Er teilte Flugblaetter aus und lud Passanten zu Bibelabenden in die Kirche ein.

Doch Benjamin Kluger begann schnell, an der katholischen Kirche zu zweifeln. Er hatte zuviele Fragen, die nie beantwortet wurden. Warum gibt es soviele Statuen in der Kirche und wie kann ein Pfarrer, der nicht verheiratet ist, Paaren mit Kindern bei der Problemberatung von Nutzen sein? Frustriert wechselte er in den protestantischen Bereich und begann auch dort sofort mit der Missionsarbeit. Bald sollte er nach Israel zur Judenmission gesandt werden. Die Kirche sah ihn als einen begeisterten Missionar mit Fuehrungsqualitaeten.

Doch ploetzlich kam alles ganz anders. Aufgrund eines Zwischenfalles bei seiner Missionsarbeit auf der Strasse kamen in ihm Zeifel auf. Ein Jude wurde zu einer Bibelstunde eingeladen und alle Missionare waren hellauf begeistert. Benjamin war ratlos und fragte seinen Priester warum. Der Priester beschrieb ihm, wie wichtig die Judenmission sei. Mit Juden die an J. glauben, wuerde die Zeit des Meschiach naeher ruecken.
Wenn du auf der Strasse einen Juden siehst, missioniere ihn sofort, so der Priester. Auf die Nachfrage von Benjamin, ob man sich denn nicht ersteinmal auf die unglaeubigen Christen konzentrieren solle, gab der Priester zurueck, dass er die Christen vergessen solle. Juden seinen wichtiger. Die ganze Diskussion fuehrte dazu, dass der Priester ihm Unterricht in Thora gab und wie man den Juden am besten weissmachen koenne, dass J. der Meschiach waere.

Benjamin Kluger wurde immer skeptischer und begann selbst nachzuforschen. Zu viele Fragen taten sich ihm auf, die niemand in der Kirche beantworten konnte. Zu guter Letzt wurde er hinausgeworfen und der Priester nannte ihn "Satan". Benjamin liess sich nicht abschrecken und wusste, dass es einen G-tt gibt. Nur wollte er den wahren G-tt woanders suchen. Schliesslich rief er einen Chabad - Rabbiner in Lille an, der ihm das Judentum erklaerte. Schon am Telefon bekam ich die besten Antworten, nach denen ich immer gesucht habe und die Kirche nie beantworten konnte, so Benjamin Kluger.

Er kam nach Israel und konvertierte zum Judentum. Mittlerweile ist er Haredi (litvish), verheiratet und hat drei Kinder. Neben seinem allmorgentlichen Thorastudium arbeitet er aktiv im Buero der Anti - Missions - Organisation YAD LE'ACHIM. Es gebe leider viel zu tun in Israel bezueglich der Missionare. Selbst in der Armee wuerde versucht werden, Soldaten zu missionieren.

Gluecklicherweise ist es Yad Le'Achim gerade gelungen, eine konspirative Suppenkueche christl. Missionare in Nazareth - Illit schliessen zu lassen. Seit geraumer Zeit eroeffnen Missionare Suppenkuechen und nutzen so die arme Bevoelkerung fuer die Mission aus. Nicht, dass es dort Essen umsonst gibt. Wer nicht auf Linie liegt und die ausgeteilten Flugblaetter an sich nimmt, wird sofort aus den Suppenkuechen entfernt. In juedischen Suppenkuechen gilt es als eine Mitzva, Essen auszuteilen. Keiner hat irgendwelche Hintergedanken im Kopf.

Uebrigens kenne ich Benjamin Kluger persoenlich und kann nur bestaetigen, dass er sehr engagiert bei er Sache ist. Seine Abschlussaetze in dem Artikel lauten, dass das NT absolut nichts mit der Thora zu tun hat und auf gar nichts basiert. Kein Missionar koennte ihm je eine andere Religion verkaufen.
Auch diesen Saetzen stimme ich voll und ganz zu.

Fuer alle Interessierte gegen die Judenmission:
http://www.jewsforjudaism.org/

http://www.derechemet.org/english/

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"
 
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 

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