Die Besessenheit Juden zu bekehren

Im letzten Jahrzehnt gab es einen alarmierenden Anstieg des Einflusses von missionierenden Christen. Einhergehend mit diesem Wachstum gab es eine erstaunliche Steigerung von christlichen missionarischen Aktivitäten, die Juden als Ziel ihrer Missionierungsbemühungen haben. Das jährliche Budget einer solchen missionarischen Gruppe, den "Jews for Jesus" (Juden für Jesus / Евреи за Иисуса), ist etwa 14 Millionen U.S. Dollar. Mehr als 1,000 missionierende Gruppen, die aktiv daran arbeiten, Juden zu bekehren, geben über 250 Millionen Dollar jedes Jahr für ihre Bemühungen aus. Sie bezahlen Hunderte von Vollzeit-Missionaren, Fernseh- und Radioprogramme, und haben über 400 “messianische Synagogen” geschaffen, die versuchen, jüdisch zu erscheinen, die aber de facto christlich sind.

Missionarische Konversationstaktiken

Diese Gruppen verwenden drei täuschende Taktiken um für Juden attraktiv zu sein. Erstens behaupten sie, ein Jude könne sein Judentum behalten, selbst wenn er konvertiert. Zweitens werden jüdische Schriften und rabbinische Texte falsch zitiert, falsch übersetzt und unrichtig dargestellt, um die vorgebrachten äußerungen zu belegen. Drittens wird versucht, das Judentum als nicht legitim darzustellen, indem man behauptet, daß das Christentum der einzige spirituelle Weg zu G-tt und zur Erlösung sei.

Zusätzlich wenden bestimmte missionarische Gruppen ängstigende Taktiken und Einschüchterungen an, um den Einzelnen davon abzuhalten, mit Rabbinern zu reden, und um so zu verhindern, daß ein gegensätzlicher Standpunkt dargelegt wird. Diese Täuschungstaktiken repräsentieren ein moralisches Problem, das Juden und Nichtjuden gleichermaßen betrifft. Es gibt nicht nur in Amerika viele christlichen Gruppen, die öffentlich die “Hebräischen Christlichen” Bewegungen verurteilt haben.


Das Ausmass des Problems

Trotz solch weitverbreiteter Verurteilung waren die Anstrengungen der “Hebräischen Christen” alarmierend erfolgreich. Nach dem christlichen Magazin Charisma “... haben in den letzten 19 Jahren mehr Juden Jesus als ihren Messias angenommen als in den letzten 19 Jahrhunderten.¹’’ Die meisten offiziellen Stellen geben an, daß es weltweit über 275 000 jüdische Konversionen zum “Hebräischen Christentum” gibt. Der Talmud (Sanhedrin 37a) lehrt, daß “wenn jemand eine israelitische Seele erhält, es ihm die Schrift anrechnet, als hätte er die ganze Welt erhalten.” Diese Stelle unterstreicht, wie wichtig es ist, jedem Einzelnen zu helfen. Selbst wenn nur ein einziger jüdischer Mensch irregeführt werden würde, wäre unsere Besorgnis groß. Wenn man dies mit zehntausend und mehr multipliziert, ist unsere Besorgnis entsprechend größer.


"Erst zu den Juden"

Die meisten Leute haben schon von der missionarischen Gruppe “Juden für Jesus” gehört, aber nicht von solchen Gruppen wie “Buddhisten für Jesus” oder “Hindus für Jesus.” Die Besessenheit christlicher Missionare, Juden zu bekehren, ist offensichtlich größer als bei jeder anderen Gruppe. Zur Erklärung dieser historischen Besessenheit gibt es sowohl theologische als auch psychologische Gründe.


Die theologische Besessenheit Juden zu Bekehren

Das christliche Evangelium wird beschrieben als für “die Juden vornehmlich und auch [für] die Griechen [Nichtjuden]” (Römer 1 :16). Fundamentalistische missionierende Christen interpretieren dies mit dem Ergebnis, daß sie den Auftrag hätten, jeden zu missionieren, aber besonders die Juden.

Viele fundamentalistische Christen glauben, daß die Juden der Schlüssel für die “Wiederkunft” Jesu und die Erlösung der gesamten Menschheit sind. sie zitieren die Passage, “denn das Heil kommt von den Juden” (Johannes 4:22) und “ihr werdet mich nicht wiedersehen bis ihr (die Juden) sprecht: ‘Gelobt sei (Jesus), der da kommt im Namen des Herrn’,” (Matthäus 23:39), um diese Meinung zu belegen.

Einige glauben, daß die Rückkehr Jesu von der Konversion von exakt 144 000 Juden abhängt (basierend auf dem siebten Kapitel der Offenbarung), und daß der Rest der Juden in dem großen Leiden untergehen wird, das mit der Wiederkehr Jesu einher gehen wird. Mit den Worten von Richard Yao, einem nichtjüdischen ehemaligen Fundamentalisten: “... das beunruhigende bei alledem ist, daß Millionen Leute in diesem Land sich an den Gedanken gewöhnen, es sei in Ordnung, daß Millionen und Abermillionen von Menschen (Juden) in diesem furchtbaren Holocaust (Leid) umkommen, weil dieses eine Voraussetzung dafür ist, daß Jesus wiederkehrt. Ich denke, das ist sehr, sehr beängstigend.”


Die psychologische Besessenheit Juden zu Bekehren

Weil die Vorstellung eines Messias ursprünglich und ausschließlich eine jüdische Vorstellung war, war die Ablehnung von Jesus als dem Messias durch die Juden immer ein ernstes Problem und Dilemma für die christliche Kirche. Daher ist in den Augen mancher Fundamentalisten jeder übertritt eine Untermauerung ihres Glaubens . Seit Jahrhunderten war die Antwort auf die jüdische Ablehnung Jesu die Verfolgung der Juden. Das Feuer des Vorurteils wurde von Passagen im Neuen Testament geschürt, wie: “Ihr (Juden) habt den Teufel zum Vater.” (Johannes 8:44) “Die (Juden) haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns verfolgt und mißfallen G-tt und sind allen Menschen Feind.” (1. Thessalonicher, 2:15) “Da antwortete das ganze Volk und sprach. ‘Sein Blut komme über uns und unsere Kinder.‘” (Matthäus 27. 25)

Die meisten Fundamentalisten werden argumentieren, die Geschichte der Grausamkeiten gegen die Juden gehe nicht von “echten” Christen aus. Nach der Meinung vieler Historiker ist es jedoch gerade eine solche Rhetorik des Neuen Testamentes, die verantwortlich dafür ist, eine Atmosphäre entstehen zu lassen, in der solche Vorkommnisse passieren konnten². Heute, nach fast 2000 Jahren Ablehnung Jesu durch die Juden, existiert das Dilemma immer noch. Aus diesem sehr starken theologischen und psychologischen Bedürfnis heraus, die Juden zu bekehren, haben fundamentalistische Christen Millionen von Dollar ausgegeben, um neue, wirksamere und oft irreführende Techniken zu entwickeln, um Juden zu bekehren.


[¹ Diese Aussage schließt Zwangskonvertierungen, die unter Drohungen stattfanden, wie bei den Marranos in Spanien, nicht mit ein.]

[² Eine tiefergehende Analyse dieses Gedankens bietet das Buch "The Roots of Christian Anti-Semitism", das in der Literaturliste steht.]

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Handbuch gegen Judenmission „Die jüdische Antwort an Missionare“ von
Rabbi Bentzion Kravitz. Veröffenlicht und Vertrieben durch:

JEWS FOR JUDAISM
2795 BATHURST ST., P.0. BOX 41032 TORONTO, ONTARIO CANADA M6B 4J6 TEL. +1 (905) 761-0040 • FAX +1 (905) 761-0070
E-MAIL: TORONTO@JEWSFORJUDAISM.ORG
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Das Theologen- bzw. Synodalvotum von 1980 spricht auch davon, es müsse ins Bewußtsein eindringen, daß man mit der kirchlichen Tradition, z.B. mit Luthers Schrift «Von den Juden und ihren Lügen» brechen müsse.

Das Dokument enthält die Sätze: «Wir sind zum demütigen Eingeständnis unserer eigenen Untreue und unserer eigenen Schuld gerufen. Denn im Blick auf das Verhältnis von Christen und Juden ist die Geschichte der Kirche eine fast durchgängige Verleugnung der nicht gekündigten Erwählung Israels.»

«Auf die Judenfeindschaft in der Geschichte unserer Kirche können wir nicht anders als mit Scham und Reue und der Bereitschaft zur Buße antworten.»

Gerhard Czermak, Christen gegen Juden

 

 
Der griechische Satiriker Lukian (Lucian) von Samosata (120-ca.180 n. Chr.) schrieb um das Jahr 170 De morte Peregrini, 11 "Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben."
 
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