Der Messias des Judentums

Der Messias des Judentum - Warum Jesus nicht der jüdische Messias sein kannEine der grundlegenden Voraussetzungen auf denen das Christentum ruht ist, dass Jesus der Messias war, der in der jüdischen Bibel vorhergesagt wurde. Das Judentum hat diesen Glauben immer abgelehnt. Da das Ziel der "Hebräisch Christlichen" Missionare ist, Juden davon zu überzeugen Jesus erfülle tatsächlich die Voraussetzungen des versprochenen Messias, ist es notwendig das jüdische Verständnis des Messias zu untersuchen und zu verstehen, warum solche Behauptungen einfach falsch sind. Die hebräischen Wurzeln des Wortes "Messias"

Das hebräische Wort für "Messias" ist “Moschiach - "משיח". Die wörtliche und richtige übersetzung dieses Wortes ist “Gesalbter”, was sich auf das Salben einer Person oder Sache mit Öl bezieht (1. Samuel 10,1-2). Es wird durch die jüdische Bibel hindurch für eine große Vielzahl von Personen und/oder Objekten verwendet; zum Beispiel für einen jüdischen König (1. Könige 1,39), jüdische Priester (Leviticus 4,3), Propheten (Jesaja 61,1), den jüdischen Tempel, ungesäuertes Brot (Exodus 40,9 und Numeri 6,15) und selbst für einen nichtjüdischen König (Cyrus, König von Persien). (Jesaja 45,1)

Kriterien, die vom jüdischen Messias erfüllt werden müssen

In einer akkuraten übersetzung der jüdischen Schriften wird das Wort "Moschiach" niemals als "Messias" übersetzt, sondern immer als "Gesalbter". Nichts desto weniger hat das Judentum immer einen fundamentalen Glauben in eine messianische Figur bewahrt. Da die Vorstellung eines Messias eine Vorstellung ist, die G-tt den Juden gab, ist die jüdische Tradition am besten geeignet, den erwarteten Messias zu beschreiben und anzuerkennen. Diese Tradition hat ihre Wurzeln in zahlreichen Bibelstellen, von denen einige unten zitiert werden. Das Judentum versteht den Messias als ein menschliches Wesen (ohne Konnotationen von G-ttheit oder G-ttlichkeit), der in der Welt gewisse Veränderungen verursachen wird und der gewisse spezifische Kriterien erfüllen muss, bevor er als Messias anerkannt wird.

Diese spezifischen Kriterien sind wie folgt:

1. Er muß jüdisch sein. (Deuteronomium 17,15, Numeri 24,17)

2. Er muß dem Stamm Judah angehören (Genesis 49,10) und ein direkter männlicher Nachkomme (Sohn nach Sohn) von König David (1. Chronik 17,11, Psalm 89,29-38; Jeremia 33,17; 2. Samuel 7,12-16) und König Salomon sein. (1. Chronik 22,10; 2. Chronik 7,18)

3. Er muß das jüdische Volk aus dem Exil versammeln und nach Israel zurückbringen. (Jesaja 27,12-13; Jesaja 11,12)

4. Er muß den Jüdischen Tempel in Jerusalem wieder aufbauen. (Micah 4,1)

5. Er muß den Weltfrieden bringen. (Jesaja 2,4; Jesaja 11,6; Micah 4,3)

6. Er muß die ganze Welt beeinflussen, den einen G-tt anzuerkennen und ihm zu dienen. (Jesaja 11,9; Jesaja 40,5; Zephania 3,9)

Alle diese Kriterien für den Messias sind am besten im Kapitel 37,21-28 des Buches Ezechiel zusammengefaßt:

"Und mein Knecht David wird über sie König sein, und ein Hirte wird sein für sie alle, und sie werden in meinen Rechtssprüchen wandeln, und meine Satzungen wahren und tun. Sie werden in dem Land leben, das ich Jakob, meinem Diener, gab... Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der ihnen ewig bestehen bleibt, ich will sie halten und mehren, und mein Heiligtum gebe ich in ihre Mitte in Ewigkeit, meine Wohnstätte wird unter ihnen sein, und ich werde ihr G-tt sein und sie werden mein Volk sein. und daran werden die Völker sehen, dass ich es bin, der Israel heiligt, wenn mein Heiligtum in ihrer Mitte bleibt, auf ewig." (Ezechiel 37,24-28)

Wenn ein Mensch nur eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, kann er nicht der Messias sein.

Warum Jesus nicht der jüdische Messias gewesen sein kann

Eine sorgfältige Analyse dieser Kriterien zeigt uns, daß obwohl Jesus jüdisch war, er keines der anderen Kriterien erfüllte. Die Betrachtung der widersprüchlichen Angaben über den Stammbaum Jesu präsentiert eine Reihe von Schwierigkeiten mit der Erfüllung des zweiten Kriteriums. In manchen Ausgaben des Neuen Testamentes wird dargestellt, Jesus habe keinen physischen Vater. Die jüdischen Schriften jedoch sagen deutlich aus, dass die Genealogie eines Menschen und seine Stammeszugehörigkeit nur durch seinen physischen Vater übertragen wird. (Numeri 1,18; Jeremia 33,17) Jesus kann dann unmöglich ein Nachkomme des Stammes Juda oder von König David und König Salomon sein.

Es gibt noch weitere Probleme mit dem Versuch, die Abstammung von Jesus durch Josef, den Ehemann Marias (Jesu Mutter) nachzuweisen. Denn das Neue Testament sagt, Josef sei ein Nachkomme von König Jojachin (auch Konja, Jechonjah hebr. יהויכין ‎;), der in der hebräischen Bibel verflucht wird, niemals einen Nachkommen zu haben, "der auf dem Thron Davids sitzt und in Judah regiert" (Jeremia 22,30), Josefs Genealogie, selbst wenn sie auf Jesus übertragbar wäre, würde nur dazu dienen, Jesus als Messias noch weiter zu disqualifizieren.

Schließlich gibt es noch das Problem der widersprüchlichen Angaben der Genealogie Jesu in Matthäus, Kapitel 1 und Lukas, Kapitel 3. Die übliche christliche Erklärung dieses Widerspruches gibt an, daß die Ahnenreihe von Lukas die von Jesu Mutter sei. Dieses ist jedoch absolut ohne jede Grundlage, selbst im griechischen Original. Zusätzlich haben wir schon festgestellt, dass die Genealogie nur durch den Vater übertragen wird, und somit dieser Erklärungsversuch völlig irrelevant ist. Selbst wenn man seine Genealogie durch die Mutter verfolgen könnte, wäre das zusätzliche Problem, dass Lukas 3,31 Maria als Nachkomme von David durch Nathan auflistet, nicht durch Salomon selbst, wie es in der jüdischen Bibel 1. Chronik 22,10 prophezeit wird.

Das dritte, vierte, fünfte und sechste Kriterium ist offensichtlich nicht erfüllt worden, weder zu Zeiten Jesu noch danach. Jede christliche Aussage, dass diese Kriterien in einer "Wiederkehr" erfüllt werden, sind irrelevant, denn die Idee eines Messias, der zweimal kommt, hat keine Grundlage in der Schrift. Um es zusammenzufassen: Wir können nicht wissen, dass jemand der Messias ist, wenn er nicht alle der oben stehenden Kriterien erfüllt.

Das christliche Verständnis vom Messias und Jesus unterscheidet sich stark von der jüdischbiblischen Ansicht. Diese Unterschiede entwickelten sich aufgrund des Einflusses der Kirche während der Zeit des Kaisers Konstantin und dem Konzil von Nizäa, in dem das Nizänische Bekenntnis in 325 d.Z. verabschiedet wurde. Der Messias war niemals als jemand gedacht, der angebetet werden sollte. Seine primäre Mission und Errungenschaft ist es, den Weltfrieden zu bringen und die Welt mit dem Wissen und der Erkenntnis des einen G-ttes zu füllen.

 
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"Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich. Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm "Schulter an Schulter dienen" (Soph 3,9).

Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.

Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen."

Zweites Vatikanische Konzil, Nostra Aetate

 
Agadat Bereschit c. 31

"Stumpfsinnig sind die, welche die Unwahrheit sprechen, indem sie sagen, Gott habe einen Sohn und lasse ihn töten. Wenn Gott es nicht mit ansehen konnte, dass Abraham seinen Sohn opferte ... hätte er seinen eigenen Sohn töten lassen, ohne die ganze Welt zu zerstören und sie zum Chaos zu machen? Darauf bezieht sich das Wort Salomos von dem "Einen ohne Zweiten, der keinen Sohn und keinen Bruder hat" (Kohelet 4,8).
 
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