Wie weiter ohne Tempel?

Von Miriam Wölke


Im heutigen Ausland herrschen oft seltsame Vorstellungen darüber, wie das Judentum nach den Tempelzerstörungen auszusehen hat. Aber was sage ich "Ausland" ? Eher sollte ich von den sekulären Juden außerhalb Israels sprechen, denn die relig. betrifft es weniger.

Vor ein paar Monaten schrieb der Berliner Gemeindevorsitzende Andreas Nechama (oder wurde er schon abgewählt ? ich bin nicht mehr auf dem laufenden), dass es ja offensichtlich sei, dass sich das Judentum dem Fortschritt nicht entziehen kann. Immerhin hätten die Rabbiner von Yafne nach der Zweiten Tempelzerstörung das Judentum in die Moderne umprogrammiert.

Eine solche Fehlinterpretation talmudischer und jüdischer Geschichte kommt einem nicht allzu häufig unter und Andreas Nechama sollte sich zumindest vorher informieren, bevor er historische Details verdreht.

Die Rabbiner von Yafne bezweckten das genaue Gegenteil von dem, was Nechama meint; nämlich die Erhaltung des Judentums nach der Tempelzerstörung durch die Römer. Um die Thora und Halachot nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde alles niedergeschrieben und interpretiert. So entstand die schriftliche Version des Talmuds. Außerdem mußte das für das Judentum so wichtige eigene Kalendersystem aufrecht erhalten werden und die Rabbiner von Yafne kümmerten sich ausgiebig darum.

Ohne Tempel werden keine Opfer mehr dargebracht und es mußte umdisponiert werden. In der Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Taanit 27b kommt seitens Avraham die Frage auf, was denn nach der Tempelzerstörung aus dem Opferservice wird.
Avraham war die weiterführende jüd. Geschichte bekannt und er wollte G - tt dazu bewegen, die Juden bei eventuellen Vergehen nicht zu hart zu bestrafen.

G - tt antwortet auf Avrahams Frage, dass es zwar nach der Tempelzerstörung keine Opferungen mehr geben wird, doch eben jener Service durch einen bestimmten Teil während unserer Gebete ersetzt wird. Zum Beispiel dient der Mussaf - Service eben jenem Zweck. Gebet können durchaus den Opferservice ersetzen. Jedenfalls solange, wie wir noch nicht im Besitz des Dritten Tempels sind.

Der Talmud (u.a. der Traktat Taanit 5a) und die Kabbalah messen Jerusalem ganz besondere Bedeutungen zu. Ganz zu schweigen vom Tempel, denn die Prophezeihung des Yechezkel bezieht sich auch auf den Tempel. In seiner Prophezeihung sah er den irdischen Tempel (in unserer Welt) und den himmlischen Tempel (in der oberen Welt G - ttes). Wie uns insbesonderer die Chassidut lehrt, hat jegliche Existenz in dieser Welt ihren spirituellen Gegenpart in der Oberen Welt; so auch der Tempel.

Tatsache ist, dass Juden keinen Tempel benötigen, um die Thoragesetze zu vollfüllen. Selbst die Opferungen können durch Gebete ersetzt werden. Dennoch darf niemals außer Acht gelassen werden, dass wir nach der Ankunft des Meschiach einen Dritten ewigen Tempel bekommen werden, indem der Opferservice wieder aufgenommen wird.

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"

 
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"Grundsätzlich ist uns Christen seit Beginn an das Gespräch mit unseren „älteren Brüdern und Schwestern" (Papst Johannes Paul II.) als Aufgabe gegeben; denn schon in den frühesten Zeugnissen unseres Glaubens klärt der Apostel Paulus, dass das jüdische Volk der Grund des Christentums ist und er warnt vor Überheblichkeit:

„Denn nicht ihr tragt die Wurzel sondern die Wurzel trägt euch." (Brief an die Römer 11,18) Unmissverständlich stellt Paulus klar, dass das Heilsversprechen Gottes an das auserwählte Volk andauert. […] Wir können nur demütig mit den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. um die Gnade der Versöhnung bitten, sowie die Aufgabe annehmen, die uns das II. Vatikanische Konzil noch einmal einschärft, nämlich aktiv gegen „alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und irgendjemand gegen Juden richten" (Nostra aetate 4) aufzustehen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel vorzugehen."

Stadtdechant Dr. Michael Dörnemann (Katholische Kirche, Bistum Essen) in einem Grußwort anlässlich des Pessach-Festes, an die Jüdische Gemeinde „Duisburg – Mülheim/Ruhr - Oberhausen“

 

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