Frische Eindrücke

Von Miriam Wölke 

Fast vier Stunden dauerte der Vortrag / Diskussion im Jerusalemer Israel Center (Orthodox Union) zum Thema: "Evangelists in Israel and their missionary activities - Evangelisten in Israel und ihre christlichen Missionsaktivitäten".


Der eigentliche Vortrag dauerte nur eine knappe Stunde und dann wurde heftig zwischen den Zuhörern und den beiden Veranstaltern diskutiert. Schockierende Fakten sind zur Sprache gekommen und das Erste, was ich gerade tat war, den sogenannten Noachiden Vendyl Jones aus meiner Linkliste zu schmeissen. Obwohl Jones sich Noachide nennt, veröffentlicht er missionarische Schriften.

Juden sollten mehr Stolz bewahren und sich nicht mit Geld kaufen lassen. Leider ist dies heutzutage zu häufig der Fall.

Die Aliyah - Organisation "Nefesh Be'Nefesh" erhält Millionen - Gelder von christlichen Missionsorganisationen, Rabbiner begeben sich in Abhängigkeiten und nehmen dankend Bares an. Hier vor allem auch jene Rabbis im Ausland, die gerne jüdische Vorträge vor allzu christlichem Publikum halten. Eine Tatsache, die auch in Deutschland mehr als häufig aufzufinden ist.

Tausend weitere Dinge kamen zur Sprache.
Das Publikum bestand aus ca. 25 Zuhörern, einige davon waren Haredim (Ultra - Orthod.). Der Vortrag war höchst akademisch, was mir persönlich sehr gut gefiel. Die Leiterin der neu eingerichteten Filiale der "Jews for Judaism", Peninah Taylor war ebenfalls anwesend. Sie verkündete übrigens, dass das Büro der "Jews for Judaism" in zwei Wochen im Jerusalemer Klal Center eröffnet wird. Als sie dies berichtete, gab es allgemeines Gelächter, denn wissen wir doch nur zu gut, dass sich in eben jenem Klal Center auch eine missionarische bzw. messianische Gemeinde eingenistet hat.

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"

 
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Es ist nicht vertretbar "Juden mit den außerhalb des biblischen Gottesglaubens stehenden Menschen und Völkern gleich zu stellen, noch den ihnen fehlenden Glauben an Jesus zum entscheidenden Kriterium für ihre Zugehörigkeit zu Gott und zum Bereich seines Heils zu erklären“

[...]

„Unbestritten bleibt für Paulus bei alledem, dass Israel auch weiterhin in besonderer Weise mit Gott verbunden ist, obwohl es sich in seiner Mehrheit der Botschaft von Jesus als seinem Messias und Herrn verschloss: Es ist aufgrund der ihm von Gott verliehenen Heilsgaben (Röm 9,4f) bleibend erwählt und damit Gottes Volk (Röm 11,2). Die weltweite Völkermission ist der endzeitlichen Sammlung Israels zugeordnet als deren Vorbedingung. Weder ist Israel vom Heil getrennt, noch ist es eingeebnet in die Völkerwelt – als ein Volk unter anderen. Grundsätzlich bleibt der Auftrag zur Sammlung Israels als des Gottesvolkes des Anfangs bestehen (Gal 2,7); aber er ist hinsichtlich seiner Durchführung geschieden vom Auftrag zur weltweiten Völkermission.“

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