Antizionismus
Adolf Ahmadinejad
Von Matthias Küntzel

 

In den Vereinten Nationen gab es eine Premiere: Am Dienstag dieser Woche wurde die Rednertribüne der Vollversammlung erstmals für unverhohlene antisemitische Aufstachelung genutzt. Ausgerechnet vor jener Organisation, die im Widerstand gegen die Nazis und als die Quintessenz der Lehren aus den Verbrechen des II. Weltkriegs gegründet worden war – ausgerechnet im UN-Hauptquartier konnte am 23. September 2008 die antijüdische Paranoia eines Adolf Hitlers fröhliche Urständ feiern.

Dass Ahmadinejad seine UN-Auftritte zu Predigten umfunktionieren pflegt, in denen die Wiederankunft des schiitischen Messias herbeigesehnt wird (fünf Stoßgebete für den 12. Imam waren es in diesem Jahr) – ist entsetzlich genug. Diesmal aber war seine Rede zusätzlich von den „Protokollen der Weisen von Zion“ inspiriert.

 

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"Die Botschaft des 11. September ist beim Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung noch nicht a

Heribert Schiedel, Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes und Vorstandsmitglied von SPME Austria im Gespräch mit Matthias Küntzel · Von Matthias Küntzel

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Finkelsteins Freunde

Auf die antizionistische Kritik an Goldhagen hat man in Deutschland nur gewartet · Von Matthias Küntzel

Für die internationale Fachwelt und Öffentlichkeit ist Finkelstein bis zum 11. August 1997 ein no-name geblieben. Nachdem mehrere US-amerikanische Zeitschriften die Veröffentlichung seiner Goldhagen-Kritik abgelehnt hatten, wurde diese Anfang Juli 1997 in der Londoner New Left Review publiziert. Der Aufsatz hatte weltweit keine Beachtung gefunden, was sich schlagartig änderte, nachdem Stefan Aust von dem Pamphlet Wind bekam: Finkelstein wurde von der Spiegel-Chefredaktion zum Anti-Goldhagen-Star gekürt, seitenweise nachgedruckt und über Nacht zum öffentlichen Ereignis gemacht.

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„Juden raus“ heißt „judenrein“
Derzeit vergeht einmal mehr kaum ein Tag, ohne dass irgendjemand lauthals ein „Ende des israelischen Siedlungsbaus“ verlangt. Vor allem seit US-Präsident Barack Obama diese Forderung auf seine Nahost-Agenda gesetzt hat, glauben in seinem Windschatten auch hierzulande Politiker und Medien, in allerlei Stellungnahmen und Kommentaren verstärkt die Beseitigung dieses vorgeblichen Haupthindernisses für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern anmahnen zu sollen. Bundesaußenminister Steinmeier beispielsweise ließ während seiner Nahostreise Anfang des Monats verlautbaren, es werde „keinen Fortschritt für eine Zweistaatenlösung geben, wenn sich beim Siedlungsbau nicht etwas bewegt“, und Ruprecht Polenz, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, äußerte kürzlich gar die Ansicht, Israel laufe Gefahr, mit seiner Siedlungspolitik „als demokratischer Staat schrittweise Selbstmord zu begehen“. Der mediale Flankenschutz folgte sogleich: In der Süddeutschen Zeitung etwa fand Thorsten Schmitz, Israels Premierminister Benjamin Netanyahu sei in Bezug auf die Siedlungen „unverändert halsstarrig“ und „trotzig“, während Andreas Rinke im Handelsblatt in schönstem Antiimp-Deutsch unter anderem den „Schaden in anderen Teilen der Welt“ beklagte, der entstehe, „wenn Deutschland mit dem steten Hinweis auf bedingungslose Solidarität als Erfüllungsgehilfe einer international geächteten Politik angesehen wird“.
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Eine kurze Geschichte des Antizionismus

Antizionismus bezeichnet verschiedene politische und religiöse Ansichten, die sich gegen den Zionismus richten. Die Ansichten sind teilweise von sehr verschiedener Motivation und Überzeugung.

Christlicher Antizionismus

Der Antizionismus hat auch in christlichen Kirchen eine gewisse Verbreitung und stellt hier das genaue Gegenstück zum so genannten christlichen Zionismus dar. Schon Theodor Herzl sah in der Römisch-Katholischen Kirche eine scharfe Gegnerin seines zionistischen Vorhabens. Im Januar 1904 habe ihm Pius X. bei einer Privataudienz über die jüdische Besiedlung Palästinas gesagt, die Kirche werde die Juden im Heiligen Land mit Missionaren empfangen: "Sanktionieren können wir das [sc. die Besiedlung] niemals."

Christlicher Antizionismus hat von seiner Entstehung her eine gewisse Nähe zum klassischen Antijudaismus bzw. Antisemitismus und geht - wie der christliche Zionismus, nur eben gegenteilig - von den biblischen Verheißungen aus. Christlicher Antizionismus argumentiert, dass die göttlichen Zusagen an das Judentum ausgesetzt seien, weil die Judenheit Jesus Christus nicht als Herrn und Erlöser anerkannt habe. Die Verheißungen an Israel seien nun auf die Kirche übergegangen. Eine nationale und territoriale Zukunft könne das Judentum deshalb nicht haben. Für den christlichen Antizionismus ist der Zionismus folglich eine gegen den Willen Gottes gerichtete Bewegung.

Der Einfluss des christlichen Antizionismus in Reinform ist nach 1945 kontinuierlich zurückgegangen, zumal vor allem westliche Kirchen, auch der Vatikan, dazu übergegangen sind, das Existenzrechts des Staates Israel anzuerkennen. Parallel zum arabischen bzw. islamischen Antizionismus gibt es aber in orientalischen Kirchen weiterhin deutlich antizionistische Strömungen. Eine christliche Solidarität mit den Palästinensern oder das Eintreten arabischer Kirchen für die Rechte der Palästinenser darf jedoch nicht von vornherein als antizionistisch gebrandmarkt werden.

 

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“Für mich war klar, dass Antizionismus letztendlich nichts anderes als Antisemitismus war und wie jeder Antisemitismus im Mord an jüdischen Menschen endete.” Joschka Fischer, ehemalige deutscher Außenminister
 
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