Kol Nidre

Kol Nidre (כל נדרי) (bed. alle Gelübde) ist ein Gebet des Versöhnungstages (Yom Kippur). Eigentlich ist es ein Widerruf aller persönlichen Gelübde, Eide, Schwüre gegenüber G'tt, die unwissentlich oder unüberlegt abgelegt wurden.


Das Kol Nidre war ein beliebtes Ziel für antisemitische Angriffe auf das Judentum und ein beliebtes Propaganda-Mittel. Man behauptete, dass durch dieses Gebet alle Verträge mit Juden für ungültig erklärt werden, was jedoch selbstverständlich absurd ist.

Die Wurzeln des Gebets liegen im Mittelater, die Juden der damaligen Zahl suchten nach Wegen und Mittel, die unter Zwang abgelegten Gelübnisse für nichtig zu erklären.


Der Ablauf:

In das Gebet wird die ganz Gemeinde mit einbezogen. Vor dem öffnen des Toraschranks spricht die Gemeinde den folgenden Satz:

Or zarua lazadik, uljischerej Lev simchah - Ein Licht hat er gesät dem Gerechten und Freude den Aufrechten. (aus Psalm 97:11)

Anschließend spricht der Vorbeter:

Al da'at haMakom we'al da'at hakahal, bischiwah schel mal'ah, uwischiwah schel matah, anu matirin lehitpallel im ha'awarjanim. - In der Ratsversammlung oben und in der Ratsversammlung unten, auf Beschluß G-ttes und auf Beschluß der Gemeinde geben wir die Erlaubnis, mit Sündern zu beten.


Das Gebet:

Kol Nidrej ve esarej. ve charamej. ve konamej. ve chinusej. ve kinusej uschvu'ot. Dinedarena. Ude'ischete va'ena. Ude'acharimna. Ve'diasarjna. al nafeschatana. Mi Jom Kippurim Zeh ad jom Kippurim habah Alejnu le'tovah. Kolhon Achratena be'hon. Kolhon jehon saran. Schewikin. Schewitin. be'tilin u'mevutalin. La scheririn ve'la kajamin. Nideranah la Nidrej. Uschvu'atana la schevuot.

Alle Gelübde, Verbote, Bannsprüche, Umschreibungen und alles was dem gleicht, Strafen und Schwüre, die wir geloben, schwören, als Bann auszusprechen, uns als Verbot auferlegen von diesem Jom Kippur an, bis zum erlösenden nächsten Jom Kippur. Alle bereue ich, alle seien ausgelöst, erlassen, aufgehoben, ungültig und vernichtet, ohne Rechtskraft und ohne Bestand. Unsere Gelübde seien keine Gelübde, unsere Schwüre keine Schwüre. (Die übersetzung folgt der aus dem Machzor: Gebetbuch für den Versöhnungsabend.Verlag Lehrberger & Co. Frankfurt am Main 1933)
 
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"Der „Missionsbefehl“ bzw. „Taufbefehl“ (Mt 28,19) rechtfertigt keine Mission von Nichtjuden an Juden, sondern er fordert die Apostel auf, sich (als Juden, die sie sind) den nichtjüdischen Völkern ‚missionierend’ zuzuwenden, um sie in die Nachfolge zu rufen, sie zu taufen und die Gebote Jesu zu lehren. Unter „allen Völkern“ sind die nichtjüdischen Völker zu verstehen. Es geht also um die Begründung der jüdischen „Heidenmission“ durch Jesus.

Im Neuen Testament gibt es keinen Beleg für eine heidenchristliche Mission an Juden. „Kommt das Neue Testament auf die Welt der Völker zu sprechen, so sind die Völker in der Regel Gegenbegriff (Relationsbegriff) zu Israel. Die Völkerwelt wird von Israel her anvisiert“ (Georg Eichholz, Begriff „Volk“ im Neuen Testament, in: ders., Tradition und Interpretation, München 1965, 79).

Der Ratsvorsitzende Manfred Kock hat dies vor der EKD-Synode 1999 deutlich gemacht: „Israel ist der erste Zeuge Gottes vor der Welt und seiner Bestimmung nach ‚Licht der Völker’ (Jes 42,6; 49,6). Die Kirche hat ihre Sendung (Mission) an die Völker in Teilnahme und Teilhabe an dem Zeugendienst Israels vor der Welt zu verstehen. Israel und die Kirche sind gemeinsame Zeugen Gottes vor der Welt. Die Beauftragung der Kirche zur Mission richtet sich nicht an Israel, sondern nach Mt 28 an die ‚Völker’. Damit ist nicht Israel gemeint, damit ist Israel auch nicht mitgemeint. Deshalb ist die Sendung der 12 Jünger an Israel (Mt 10,4 f.) von der Mission an die Völker (Mt 28,16 -20) zu unterscheiden. In der Sendung Jesu an Israel geht es um die Umkehr im Bund, die Umkehr im Vaterhaus. Davon ist zu unterscheiden die den Jüngern seit der Auferweckung des Gekreuzigten aufgetragene Mission an alle Völker. Judenmission würde fälschlich voraussetzen, Israel sei von Gott verworfen, auf die Stufe der ‚Völker’ zurückgefallen“ (Unsere Zeit in Gottes Händen. Bericht des Rates der EKD, 1999)."

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, Die "Absage an Begriff und Sache christlicher Judenmission"

 

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