Antizionismus

Zu einem unverstandenen Verhältnis

Gemeinsam gegen Irrsinn

Heute treten die Nationalsozialisten als neue Avantgarde der antiimperialistischen Bewegung in Deutschland auf. Sie treten das direkte Erbe einer Linken an, die sich immer für dieses oder jenes Volk begeistern konnte und in der Naturalisierung gesellschaftlicher Verhältnisse die Welt in gut und böse aufteilte. Die Politik der USA und Israels waren und sind für sie Höhepunkte der Boshaftigkeit. Ihre legitimen Erben sind die Neonazis deswegen, weil sie den Völkerfetischismus der deutschen Linken auf den Punkt bringen: Selbstbestimmungsrecht für alle Völker - und eben auch für das deutsche.

Nicht nur, dass die Kategorie "Volk" der Idee des "Vereins freier Menschen" - der staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft - diametral entgegensteht; die Emanzipation des Menschen wäre gerade die aus dem Zwangskollektiv Volk. Der wahrlich schreckliche Zustand der Welt wird jedoch denen zugeschrieben, die kein organisches, redlich "schaffendes" Volk seien, sondern eine Ansammlung bloßer Menschen, die sich Parasiten gleich von ihren Wirtsvölkern ernährten und zu diesem Zwecke staatlich organisierten.
Diese Wirtsvölker seien alle "ordentlichen" Völker des Globus. Die "Plutokratien", die "Blutsauger", die "künstlichen Gebilde" sind Israel - der jüdische Staat - und die USA, die, so die antizionistisch-antisemitische Theorie, von einer einflussreichen "jüdischen Lobby" beherrscht seien; je nach Belieben werden auch andere Chiffren benutzt. Und allein deren Vernichtung vermag, so der antisemitische Wahn, die Welt von seinen übeln zu befreien. Die avantgardistischen Nationalsozialisten folgen den "Neuen Linken" und ihren Nachfolgern in ihrer primitiven Definition der Situation der Welt.

Die "Kritik" am Zionismus (der Emanzipationsbewegung der Juden) ist die sich politisch gebende Seite des antisemitischen Hasses. Im Antisemitismus wird die eine unverstandene Seite der kapitalistischen Gesellschaft, die Zirkulationssphäre und das Geld, naturalisiert und im Juden personifiziert. Die abstrakte Herrschaft des Kapitals wird als personale Herrschaft einer zum Zweck der Weltherrschaft zusammengeschlossenen Gruppe, bestenfalls mit den Eliten, schlimmstenfals in den "Weisen von Zion" ausgemacht.
Der Antizionismus ist deswegen nichts anderes als Antisemitismus, da er das, was den bürgerlichen Staaten gemeinsam ist: die gewaltsame Konstitution durch eine Revolution gegen die frühere Feudalgesellschaft, von dem Bewusstsein über die eigene Staatlichkeit abspaltet. Gerade jener Prozess, der jeder bürgerlichen Staatsgründung zu eigen war, der eben auch die Vertreibung der Bevölkerung vom Land und die Zerstörung der traditionellen Lebensweise beinhaltete, wird projektiv als Anklage gegen Israel gerichtet. Das bedeutet nichts anderes, als dass der jüdische Staat kritisiert wird, weil er jüdisch ist.

Einen Ausdruck findet dieses Denken in dem "Argument", Israel sei sein organisch gewachsener Staat, sondern ein "künstliches Gebilde", dessen Staatsvolk nicht "im Boden des nahen Ostens verwurzelt" sei.

Die antizionistische Fokussierung auf die politische Ebene spalten auf in "gute" Staaten, diejenigen, die der politische Ausdruck des sich volksgemeinschaftlich organisierenden seien und den "bösen" Staaten, die keine Einheit von Staat und Volk darstellten. Analog bedeutet die antisemitische Betrachtung der ökonomischen Seite der kapitalisierten Gesellschaften die Spaltung in "schaffendes" und "raffendes" Kapital.
Das "schaffende Kapital" ist dasjenige, welches sich der Akkumulation von Mehrwert von vornherein zugunsten des ganzen Volkes verpflichtet und durch die Staatsgewalt dazu gezwungen wird. Ein solcher Staat war der nationalsozialistische Volksstaat und dies ist auch im Grundgesetz des post-nazistischen Volksstaat Deutschland angelegt.(1)

Israel ist ein revolutionärer Staat, wegen des gesetzlich verankerten Rechts auf Rückkehr und somit der Staat aller Juden der Welt, ganz egal, was sie von ihm halten mögen, oder wo sie es bevorzugen zu leben. Nach der Shoah, der Vernichtung des europäischen Judentums durch die Deutschen und ihre Hilfsvölker, ist Israels Armee, die staatlich organisierte zentrale Verteidigungsinstanz des Judentums gegen die antisemitische Raserei. Der Kampf Israels ums überleben, ist aufgrund der Verfasstheit seiner Gegner und des Charakters des Staates selbst ein antifaschistischer, denn seine Feinde - die Nationalsozialisten wie Djihadisten und ihre Sympathisanten - sind sich in mindestens einem Punkte einig: im Hass auf die Juden und ihren Staat. Dieser Krieg hält seit der Gründung Israels am 14. Mai 1948 an und wird solange fortdauern, bis die kommunistische Weltrevolution die Bedingungen des antisemitischen Wahns - die kapitalistische Vergesellschaftung - endlich aus der Welt schafft. Deswegen ist der Kampf um die vernünftige Gesellschaft, die eine emanzipierte erst dann wäre, wenn man ohne Angst verschieden sein kann, untrennbar mit der Solidarität mit Israel und seinen bewaffneten Organen verbunden. Solange dieses Mindestmaß für die kommunistische Kritik, die Bekämpfung des Antisemitismus und die Verteidigung der Zivilisation für Kommunistinnen und Kommunisten zur Debatte steht, wird die potentielle Möglichkeit für eine richtige Praxis, für die Abschaffung von Staat und Kapital, verstellt sein.

Antisemitismus und Antizionismus bekämpfen! Bedingungslose Solidarität mit Israel! Nieder mit Deutschland! Für den Kommunismus!


Anmerkungen: (1) Vergleiche hierzu: Punkt 10 und 24 des Parteiprogramms der NSDAP und den Artikel 14 (2) des Grundgesetzes der BRD: "Die Tätigkeit des Einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten und zum Nuten aller erfolgen" und "[Die Partei] bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und ausser uns und ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen auf der Grundlage: Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Artikel 14 (2) des Grundgesetzes der BRD: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen".

Kommunistische Initiative || Dortmund, Januar 2004.
 
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