Praktische Lösungen zum Kult und Missionsproblem

Die folgenden Fragen und Antworten sollen konkrete Vorschläge zur Verhinderung von Bekehrungen von Juden durch Missionare machen und aufzeigen, wie man Missionsversuchen entgegenwirken kann, die bereits etwas Erfolg hatten.

Frage:
Gibt es irgend etwas, das Juden tun können, um sich und ihre Familien gegen Missionare und Kult-Rekrutierern zu “immunisieren”?

Antwort: Wie mit so vielen Dingen im Leben, beginnt die Vorbeugung zu Hause. Ein jüdisches Haus sollte sich jüdisch anfühlen. Eltern können den Ton durch ihr eigenes gutes Beispiel angeben: Indem sie über das Judentum lernen, seine Bräuche, Traditionen und Bedeutungen wahrnehmen, mit denen sie selbst sich wohl fühlen. Eine formelle jüdische Erziehung ist notwendig. Eltern, die nicht jede Frage angemessen beantworten können, die ein Kind über Religion fragt, können unbeabsichtigt den Eindruck auf das Kind übertragen, daß solches Wissen nicht besonders wichtig ist. Es ist gefährlich dem Kind den Eindruck zu vermitteln, daß das Judentum eine Religion der Bequemlichkeit sei, die es erlaubt religiöse Pflichten nach eigenem Gutdünken auszuwählen. Das kann den Anschein erwecken, daß es keine Konsequenzen für ihre religiösen Handlungen gibt, und daß das Judentum heuchlerisch und ohne spirituellen Inhalt ist.

Kinder entwickeln sich nach dem Vorbild ihrer Eltern, kopieren ihr Verhalten und oft auch ihre Ansichten. Ein Elternteil, dessen Verhalten scheinbar aussagt “mach was ich sage, aber nicht was ich mache”, benachteiligt sein Kind nahezu unweigerlich. Eltern müssen einen Weg offenhalten, mit ihren Kindern zu reden, im Grundschulalter, als Studenten und wenn sie ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten oder eine eigene Familie haben. Idealerweise sollten die Kinder jedes Thema mit ihren Eltern besprechen können.

Solch ein offener Kommunikationskanal während der Jahre, die das Kind prägen, trägt eine Menge zu einem lebenslangen, nicht urteilenden Dialog bei, in dem man jede schwierige Situation angehen kann, mit der man konfrontiert wird.

Es ist genauso wichtig, daß Eltern ihre Liebe zu ihren Kindern aussprechen und demonstrieren. Ich habe viele Juden beraten, die gesagt haben: “Meine Leute kümmerten sich sowieso nie um mich, warum regen die sich jetzt so auf?”

Frage: Wie können Eltern erfahren, ob ihr Sohn oder ihre Tochter gefährdet ist oder dem Einfluß eines Missionars steht?

Antwort:
Eltern könnten Flugblätter finden, Texte aus dem Neuen Testament, Schmuck, der eine spezielle religiöse Gruppierung symbolisiert, oder die Bibel eines anderen Glaubens. Manchmal geben verbale äußerungen Hinweise, wie zum Beispiel, “wir müssen erlöst werden”, oder “Ich bekomme die Erlösung, damit ich nicht in die Hölle komme”. Oder das Kind beginnt eine Diskussion, indem es sagt, “wußtet ihr, daß das “Neue Testament” - oder ein anderes Buch - dieses und jenes sagt?”

So wie die Intuition der Eltern den Beginn einer Krankheit erkennen kann, bevor irgendwelche Symptome auftauchen, kann sie oft auch ein spirituelles Leiden feststellen. Manchmal liegt der Hinweis auch tief zwischen den Zeilen verborgen. “Warum lehrt das Judentum nichts über das Leben nach dem Tod, über Himmel und Hölle?” Hier müssen die Eltern nicht nur den versteckten Hinweis hören, sondern sie müssen auch in der Lage sein, eine erschöpfende Antwort zu geben.

Bei überforderung oder Unsicherheiten bei einem Konflikt über Religion zwischen Eltern und Kindern kann der Wunsch der Eltern bestehen, das Problem mit einem Rabbiner zu besprechen. Das ist wahrscheinlich der beste Weg, den man verfolgen kann, wenn man von seinem Kind mit einer Frage konfrontiert wird wie: “Woher weißt du, daß das Judentum eine “wahre” Religion ist?” Bitte behalten Sie jedoch im Gedächtnis, daß nicht jeder Rabbiner Erfahrung im Umgang mit jedem Thema haben kann, das ein Kult oder ein Missionsproblem aufwerfen kann. Es empfiehlt sich daher, sich an Experten zu wenden, so wie die speziell geschulten Mitarbeiter von Jews for Judaism, die erfolgreiche Beratungsdienste weltweit durchführen.

Frage: Aber wird die Person, die diese Fragen stellt, sich nicht durch die konstanten Zurückweisungen, die nur das Judentum betonen, beleidigt oder “abgekanzelt” fühlen?

Antwort: Möglicherweise. Bedenken Sie aber, daß fast jeder gerne an logische Antworten auf legitime Fragen glaubt. Wenn der Dialog offen und ehrlich ist, kann jeder aufgeklärte, ehrliche Entscheidungen treffen. Die Entscheidung, einem Kult beizutreten oder auf andere Weise zu konvertieren wird nicht von heute auf morgen gefällt, oder auf der Grundlage einer einzigen Antwort.

Frage: Was passiert, wenn all diese Vorsorgemaßnahmen zu spät sind, wenn der Sohn oder
die Tochter einem Kult oder einer Kirche beitritt?

Antwort: Das Wichtigste ist es, keine Panik zu bekommen, zu explodieren, Anschuldigungen zu machen, “Kaddisch” zu sagen, oder den Konvertiten in einer anderen Weise dazu zu bringen, Sie oder das Thema zu meiden. Ein ruhiges Verhalten, gepaart mit dem schon früher erwähnten offenen Kommunikationskanal, bedingt oft den Beginn eines Dialoges. Dialog ist der erste Schritt, den wir machen um die Person dazu zu bringen, ihre neue Religion oder den neuen Kult noch einmal zu überdenken. Wenn Eltern oder andere bedeutsame Familienmitglieder aktiv zuhören, kann der Konvertit mehr als willig sein, seine Motivation und Begründung zu diskutieren. Solch eine Diskussion mit den speziell geschulten Rabbinern und Beratern von Jews for Judaism kann eine Diskussion über die Verdienste der neuen Religion Punkt für Punkt zulassen, die demonstrieren wird, wie und warum das Judentum für Juden eine bessere Alternative darstellt.

Frage: Aber was, wenn die Familie sich aus Wut und Scham zurückzieht? Wenn die Familienmitglieder den Konvertiten “enteignen”?

Antwort: Wenn ein Konflikt auftritt, wird der Dialog schwierig oder unmöglich. Eine Diskussion herbeizuführen wird sehr wahrscheinlich die beiden Seiten polarisieren, und eine für den konstruktiven Austausch von Gefühlen und Glaubensansichten feindliche Atmosphäre aufbauen. Man muß sich vor Augen halten, daß der neue Glaube des Konvertiten so real und “wahr” für ihn/sie ist, wie der eigene Glaube einem selbst am Herzen liegt. Ein schroffes “Das ist falsch!” kann als intellektuell beleidigend ausgelegt werden.

Frage: Welche Haltung ist für die Familie zu empfehlen?

Antwort: Familienmitglieder sollten alles, was in ihrer Kraft steht, tun, um den Konvertiten dazu zu bringen, alle Seiten der Sache zu bedenken, und auch Unterstützung von außen zu suchen. So wie Menschen alle Optionen bedenken, wenn sie einen Beruf wählen, einen Ehepartner, oder einen Wohnort, so sollten sie wenigstens die Möglichkeiten diskutieren, die das Judentum im Gegensatz zu einem Kult oder einer anderen Religion bietet, zu der konvertiert wurde. Die Person muß sich “öffnen”, bevor Familienmitglieder oder Profis irgendeinen Erfolg haben können.

Frage: Bedeutet das, die Familie muß die Kultgegenstände und Zeremonien eines anderen Glaubens in ihrem Heim tolerieren?

Antwort: Nein. Wenn die Familie, um eine Konfrontation zu vermeiden, die Entscheidung eines Familienmitgliedes respektiert, die Religion zu wechseln, dann sollte der Konvertit die Wünsche der Familie ebenfalls respektieren. Die fremde Religion sollte am richtigen Ort praktiziert werden, sei es eine Kirche, ein Aschram, oder die eigene Wohnung des Konvertiten. Dieses Arrangement fördert auch eine offenere Atmosphäre, die einer Bereitschaft von Seiten des Konvertiten und seiner oder ihrer Familie, mit einem ausgebildeten Profi zu sprechen, mehr förderlich ist.

Es ist sehr wichtig, das Recht einer jeden Person auf einen ehrlichen Fehler zu respektieren. Unsere Aufgabe ist es, dem Konvertiten vorsichtig zu erkennen zu helfen, daß die Entscheidung, einen anderen Glauben anzunehmen, sowohl intellektuell als auch emotional ein ehrlicher Fehler gewesen ist. wir erreichen dieses Ziel teilweise dadurch, daß wir zeigen, worum es beim Judentum geht, als vielmehr einfach nur seine oder ihre neue Philosophie zu widerlegen.

Frage: Was ist, wenn nichts davon funktioniert? Ist ein solcher Mensch für immer verloren für das Judentum?

Antwort: Absolut nicht. Diejenigen von uns, die vor Ort arbeiten, können Ihnen Hunderte von Geschichten erzählen von Leuten, die Jahre als Christen oder in einem Kult verbracht haben, nur um zum Judentum zurückzukehren. Deswegen ist es so wichtig, einen Kommunikationskanal offenzuhalten, und ein gutes religiöses Beispiel zu setzen. Familie bleibt fast immer Familie: Unterschiedlicher Glaube ändert nicht eine lebenslange biologische und emotionale Beziehung. Es gibt immer eine große Hoffnung, daß derjenige oder diejenige zurückkommen wird. Man soll niemals die Hoffnung aufgeben, daß der Konvertit
zurückkommen wird.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Handbuch gegen Judenmission „Die jüdische Antwort an Missionare“ von Rabbi Bentzion Kravitz.
Veröffenlicht und Vertrieben durch:

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