Jesaja 53,4-12 - Das Volk Israel leidet für die Verfehlungen der Nationen

Jesaja 53 – Vers 4-5

Jesaja 53,4-5: "Jedoch unsere Leiden - er hat [sie] getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von G-tt geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."

Die Nationen werden sich ansehen, was sie den Juden angetan haben, und sagen: Sie haben gelitten, weil wir gesündigt haben und nicht erkannten, wer sie wirklich sind. Wir haben gesündigt und schändlich gehandelt. Israel hat die schändlichen und sündigen Taten der Nationen ertragen. Hezekiel 36,6-15:

"[...] in meinem Eifer und in meinem Grimm habe ich geredet, weil ihr die Schmach der Nationen getragen habt. (7) Darum, so spricht der Herr, H-rr : Ich, ich habe meine Hand [zum Schwur] erhoben: Wenn die Nationen, die rings um euch her sind, ihre Schmach nicht selbst tragen! [...] (15) Und ich will dich nicht mehr die Schmähungen der Nationen hören lassen, und das Höhnen der Völker sollst du nicht mehr länger ertragen müssen [...]"

Die Nationen werden ihre Sünde zugeben. Wie haben sich die Nationen Israel gegenüber verhalten? Sehen wir uns einmal an, wie es im Koran heißt:

"Und Demütigung und Elend waren ihnen aufgeprägt, und sie wurden mit dem Zorn Allahs konfrontiert. Dies geschah, weil sie Allahs Offenbarungen nicht geglaubt und den Propheten zu Unrecht erschlagen haben. Dies geschah aufgrund ihres Ungehorsams und ihrer Missetat."

Wie der Prophet schreibt: "wir hielten ihn für bestraft, von G-tt geschlagen". Luther fragte: "Was sollen wir mit diesem verworfenen und verdammten Volk, den Juden, tun?" Sein Programm beinhaltete: Synagogen und Häuser niederbrennen, die jüdischen heiligen Schriften konfiszieren, Rabbinern das Lehren verbieten, Juden verbieten zu reisen oder auf Zinsen zu leihen, Juden zu harter Arbeit zwingen und sie aus christlichen Ländern zu vertreiben. "er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen." Als 1944 die Deportationen aus der Slowakei nach Auschwitz im Gange waren, trat Rabbi Weissmandel an einem Sonntag an den Papal Nuncio heran und bat ihn, bei Präsident Tiso (einem katholischen Priester) zu intervenieren. Ihm wurde gesagt: "Dies ist ein Sonntag - ein heiliger Tag für uns. Weder ich noch Pater Tiso beschäftigen uns an diesem Tag mit profanen Dingen". Als der Rabbi ihn darauf hinwies, dass unschuldige Frauen und Kinder nach Auschwitz gebracht würden, antwortete er: "Es gibt auf der Welt kein unschuldiges Blut jüdischer Kinder. Alles jüdische Blut ist schuldig. Es ist eure Bestimmung, zu sterben. Diese Strafe ist euch vorherbestimmt wegen jener Sünde (dem Tod von Jesus)". "wir hielten ihn für bestraft, von G-tt geschlagen und niedergebeugt. [...] zerschlagen um UNSERER Sünden willen..."

 

Jesaja 53 - Vers 6-7

Jesaja 53,6-7: "Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen [eigenen] Weg; aber der H-rr ließ ihn treffen unser aller Schuld." (alt Hebr.: Der H-rr akzeptierte sein Gebet für unsere Verfehlungen. Die Wurzel des hebr. Wortes Hifgiah bedeutet ebenfalls "anflehen" oder "sich einsetzen" wie in Vers 12) "Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf."

Wie wir bereits in Jeremia 16,19 gesehen haben, werden die Nationen zugeben, den falschen Weg gegangen zu sein. Psalm 44,12-23:

"(12) Du gabst uns hin wie Schlachtvieh, und unter die Nationen hast Du uns zerstreut. [...] (14) Du machtest uns unseren Nachbarn zum Hohn, zum Spott und Schimpf denen, die uns umgaben [...] (23) um deinetwillen werden wir umgebracht den ganzen Tag, als Schlachtvieh werden wir angesehen."

Das jüdische Volk wurde in jeder Generation dahingeschlachtet, still gingen diese Menschen in ihren Tod, um G-ttes Namen willen.

Jesja 53 – Vers 8

Jesaja 53,8: "Aus Drangsal und Gericht wurde er hinweg genommen. Und wer wird über sein Geschlecht nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen (lit.: dem lebendigen Land). Wegen des Vergehens [meines] Volkes [hat] sie Strafe [getroffen]" (hebr. Lamo=sie, nicht ihn).

Bevor ich dies erkläre, möchte ich auf die Fehlübersetzung eingehen (s.a. Anhang). Das hebr. Wort hier heißt "Lamo" und ist an seinen anderen Erscheinungspunkten korrekt mit "sie" übersetzt. Ein Beispiel hierfür finden wir in Kapitel 48,21 (ihnen), 44,7 (ihnen), 16,4 (ihnen) (Es gibt keine Beispiele von Ausnahmen, bei denen Präpositional- Pronomen im Plural sich auf etwas anderes als auf ein Nomen im Plural bezieht). Die Übersetzung wurde nur derart gestaltet, um von der wahren Bedeutung abzulenken. Als nächstes wird in diesem Vers der Ausdruck "Land der Lebendigen" (hebr.: Eretz Chaim) benutzt. Dies bezeichnet immer das Land Israel. Die Worte "abgeschnitten vom Lande der Lebendigen" bezieht sich auf das Exil von Israel (siehe Hezekiel 32,23-27, wo der Prophet die Strafe für jene beschreibt, welche das Land Israel terrorisierten, und dabei Israel das "Land der Lebenden" nennt). Dieser Vers sagt uns also, dass das jüdische Volk in's Exil geschickt wird (wie jederman weiß).

Jesaja 53 – Vers 9

Jesaja 53,9: "Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen [ist er gewesen] in seinen Toden" (hebr. BeMosav=Plural!) " weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist."

Wiederum sehen wir, dass in der Übersetzung der Singular gebraucht wird anstelle des Plurals im hebräischen Urtext. Diese Prophetie paraphrasiert Zephanja 3:12-20:

"(12) Und ich werde in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden beim Namen des H-rrn Zuflucht suchen. (13) Der Rest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund wird keine trügerische Zunge gefunden werden [...] (15) Der H-rr hat deine [Straf-]Gerichte weggenommen, deinen Feind weggefegt [...] (19) Siehe, zu jener Zeit werde ich an denen Handeln, die dich unterdrücken. Ich werde das Hinkende retten und das Vertriebene werde ich zusammenbringen. Und ich werde sie zum Lobpreis und zum Namen machen in jedem Land ihrer Schande. (20) In jener Zeit werde ich euch herbeiholen und zu [jener] Zeit euch sammeln. Denn ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich euer Geschick vor euren Augen wenden werde, spricht der H-rr."

 

Jesaja 53 – Vers 10

Jesaja 53,10: "Doch dem H-rrn gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn" (hebr.: konjunktiv, nicht temporal!) "er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen" (hebr. Särah) "sehen, er wird [seine] Tage verlängern. Und was dem H-rrn gefällt, wird durch seine Hand gelingen."

Hier wechseln die Sprecher wiederum. Der Prophet setzt den Text fort und gibt den Grund für das Exil an. Alles wurde getan, damit Israel in die Lage versetzt wird, seine Belohnung zu empfangen. Die Prophezeiungen hier sind eine Neuformulierung der Verheißungen der Torah. 5. Mose 30,19-20:

"Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf: Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen, (20) indem du den H-rrn, deinen G-tt liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst! Denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, dass du in dem Land wohnst, das der H-rr deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben."

Israel ist vor die Wahl gestellt - wenn sie akzeptieren, werden sie ein langes Leben und viele Nachkommen haben. Dieser Vers zeigt uns wiederum, dass es nicht, wie Christen es behaupten, eine Referenz zu JESUS sein kann. Erstens heißt es: "WENN" (kond.!) "er sein Leben...". Glauben sie etwa, die ganze Sache wäre nur eine Möglichkeit gewesen - und vielleicht unter Umständen gar nicht stattgefunden hätte? JESUS hätte etwas anderes tun können, als G-tt wollte? Es ist hier eine klare Wahl. Zweitens, was noch weitaus bedeutsamer ist: Diese Prophetie bezieht sich auf leibliche Nachkommen - und JESUS hatte keine. Viele Christen versuchen zu kontern, damit seien seine Jünger gemeint, und keine leiblichen Nachkommen - aber das ist nicht der Fall. Das hebr. Wort Särah (Same) bezieht sich immer auf leibliche Nachkommen, und die Bibel bietet einen klaren Beweis dafür. Erinnert euch an die Geschichte mit Abraham. Eine lange Zeit hatte er keine Kinder; und G-tt kam zu ihm und sagte, er würde ihn belohnen. Abraham fragte daraufhin, was das für einen Wert hätte - wo er doch keinen Sohn habe, der es erben könnte, außer seinem Knecht Elieser. 1. Mose 15,2-4:

"Da sagte Abram: Herr, H-rr, was willst Du mir geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses, das wird Elieser von Damaskus. (3) Und Abram sagte: Siehe, mir hast Du keinen Nachkommen" (Särah) "gegeben, und siehe, der Sohn" (Ben - bezieht sich auf Nachfolger) "meines Hauses wird mich beerben." (Abraham beklagt sich, welchen Wert denn eine Belohnung für ihn habe, wenn er keinen Särah, keinen leiblichen Nachkommen, sondern nur einen Ben, ein Mitglied seines Haushaltes, als Erben habe) "(4) Und siehe, das Wort des H-rrn [geschah] zu ihm: Nicht dieser wird dich beerben, sondern der aus deinem Leibe hervorgeht, der wird dich beerben."

Somit antwortete G-tt ihm, dass nicht der Ben, nicht der nicht-leibliche Nachfolger, sondern ein leiblicher Nachkomme, ein Särah, ihn beerben würde. Särah meint also ganz eindeutig einen leiblichen Nachkommen. hätte in diesem Vers also einfach nur von Nachfolgern die Rede sein sollen, wäre das Wort Ben benutzt worden, wie es auch an verschiedenen anderen Stellen der Bibel der Fall ist.

 

Jesaja 53 – Vers 11-12

Jesaja 53,11-12: "Um der Mühsal seiner Seele willen wird er [Frucht] sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. (12) Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: Dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünden vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan."

Hier sehen wir, dass wiederum G-tt über seinen Knecht und seine Belohnung spricht. Vieles hiervon ist bereits weiter vorne erwähnt; lasst mich daher nur noch das hinzufügen, was noch nicht gesagt wurde. Zuerst einmal ist es Israels Aufgabe in der Welt, Gerechtigkeit zu verbreiten. In Jesaja 60,3 lesen wir: "Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs." (das gleiche steht auch 42,6 und 49,6). Sacharja 8,13-23:

"(13) Und es wird geschehen: Wie ihr ein Fluch unter den Nationen gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch retten, und ihr werdet ein Segen sein. (23) So spricht der H-rr der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Maenner aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mir euch gehen, denn wir haben gehört, dass G-tt mit euch ist."

(den gleichen Gedanken verkörpert - unter vielen anderen Stellen - auch Jesaja 2,2-5). Was soll das nun heissen: "ihre Sünden wird er sich selbst aufladen"? Ziehen wir Jesaja 61,6-9 hinzu:

"(6) Ihr aber, ihr werdet die Priester des H-rrn genannt werden; Diener unseres G-ttes wird man zu euch sagen..."

Das ist es, was wir auch in 2.Mose 19,5-6 finden: "Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein." Wenn nun die Juden allesamt Priester sind - wer sind dann die Laien? Die übrigen Nationen, die wir gesehen haben, werden schließlich gemeinsam mit den Juden den wahren G-tt anbeten. Schauen wir nun, was 4. Mose 18,1 über die Rolle der Priester sagt:

"Und der H-rr sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld in eurem Priesteramt tragen."

Das ist die Rolle der Priesterschaft - Schuld zu tragen. Als nächstes erscheint der Gedanke des sich Einsetzens für die Nationen ganz offen in einer Prophetie in Jeremia 29,7:

"Sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zum H-rrn! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben."

Ein klares Indiz dafür, dass Israel zur Zeit des Exils sich für die Nationen einsetzen soll. Tatsächlich gibt es da ein Gebet, welches in vielen Synagogen bis zum heutigen Tage gesprochen wird, für das Wohlergehen des Staates und der Regierung.

Der wohl befremdlichste Teil der Prophetie ist der letzte Vers (12). Hier spricht der Prophet vom Teilen der Beute. Was ist das für eine Beute? Sicherlich kann man diesen Teil schlecht auf Jesus beziehen. Hat er behauptet, seine Nachfolger mit Reichtümern zu überschütten? Das Wort, welches hier benutzt wird, Shalal, bedeutet physikalischen Reichtum, wo immer es benutzt wird. Worauf bezieht es sich? Es ist eine Verheißung, welche G-tt seinem Volk hinsichtlich dessen gegeben hat, was sich am Ende der Tage nach dem großen Krieg von Gog und Magog ereignen wird. Sacharja 14,14: "Da wird dann der Reichtum aller Nationen ringsum eingesammelt werden: Gold und Silber und Kleider in großer Menge." Was wird mit diesem Reichtum geschehen, der rund um Jeruslem eingesammelt wird? Hezekiel 39,10: "Und sie werden ihre Räuber berauben und ihre Plünderer plündern, spricht der H-rr". All der Reichtum wurde dem jüdischen Volk gestohlen, von all den Nationen, all die Spezial- Steuern, die Häuser, das ganze Land - kurz: Alles wird zurückgegeben. Das ist die Beute von Jesaja 53,12.

 

Dieser Text basiert auf den Werken von:
Rabbiner Moshe Shulman
1362 46th Street - Brooklyn, New York USA, 11219
 
-.png   +.png

Main Menu
Aktuell
Wissen
Web
Kontakt
Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"

Image

Wir wehren uns gegen Judenmission

 

     
Juden & Jesus
                  
                                        
Antizionismus


Zionismus


© September 2017 Maschiach.de // Roman Gorbachov // Blog // Umsetzung // Datenschutzerklärung // Impressum