Unter die Lupe genommen: Höre Israel - Herold-Schriftenmission

Im Jahre 2005 erschien in der Ausgabe 18 der Charismaten-Zeitschrift der "Glaubensgeneration" in Duisburg ein Artikel mit dem Titel "Ich bin als Jude geboren". Damit setzt die Gemeinde Ihre Missionierungsvorhaben weiter fort.

In dieser Ausgabe werden nun auch Artikel auf Basis der Materialien der Herold-Schriftenmission. Diesen Artikel haben wir genauer unter die Luppe genommen, die dort erbrachten Verbiegungen und bewussten Verzerrungen sind fast rekordverdächtig, zeichnen aber ein Bild der Judenmission das der Wahrheit und dem missionarischen Alltag entspricht.


"Ich bin als Jude geboren worden"

Bei den Gesprächen mit den Juden über die Hoffnung auf das ewige Leben wurde mir oft direkt gesagt: „Ich bin als Jude geboren worden und ich habe vor, auch als Jude zu sterben.“ Möge der Jude als Jude sterben, aber der Sinn der Sache liegt darin, ob du als ein erretteter Jude oder verloren gegangener Jude stirbst. Der Prophet Daniel schrieb darüber, was nach dem Tod geschehen wird, mit solchen Worten: „Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zu ewigem Leben, die anderen zu Schmach und ewiger Schande.“ (Daniel 2,12)
Hier wird eine falsche Bibelstelle zitiert, gemeint ist Daniel 12,2. Das Kapitel 12 ist eines der letzten Kapitel des Buches Daniel. Wie bei jeder biblische Text muss, auch dieses Kapitel sorgsam und vor allem im vollen Zusammenhang gelesen werden. Bereits im Kapitel 11 beschreibt Daniel die vollständige Einnahme Israels durch fremde Herrscher. Es wird erbitterter Widerstand geleistet werden, doch trotzdem, wird Israel fallen.
In 11,20 wird Israel ermuntert keine Gegengewalt zu leisten, denn der Sieg kommt "(...) weder durch Zorn noch im Krieg".

Der Vers 2 im Kapitel 12, hat deswegen eine aufbauende Funktion, die scheinbar im widerstandslosem Gemetzel hingerichteten sollen nicht betrauert werden, denn "Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande." Eine berechtigte Frage wäre, was uns so sicher macht, dass nicht auch die Israeliten gerichtet werden. Daniel 12,1 sagt deutlich aus "Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet." und Daniel beschränkt die Zeit der "Verwüstung" auf 1290 Tage. Ein Bezug auf Jesus oder eine baldige Wiederankunft bzw. g-ttliches "Endzeit-Gericht" kann hier nicht hergestellt werden. Da der Zeitraum für das Ende der Kriegshandlungen und der "Errettung" bereits nach 1290 Tagen erreicht ist.

Geschichtlich gesehen hat sich Daniels Probezeihung erfüllt. Er war selbst noch Zeitzeuge des "Darius von Medien", der als "Cyros II" betrachtet wird.

Aber auch aus dem Buch Daniel lässt sich schließen, dass die Ereignisse bereits vorbei sind. In 12,9 wird Daniel angewiesen diese Prophezeiung zu "verschließen", bis die Tage des "Endes" erreicht sind. Da uns dieser Text vorliegt, sind die Tage des benannten Endes erreicht.

Dieser Vers ist also völlig aus dem Zusammenhang gerissen.


Lass mir das mit einem für mich nahem Beispiel erklären. Mein Vater, der im Alter von 86 Jahren gestorben ist, ist als Jude geboren worden und als Jude gestorben. Er wurde nach jüdischen Traditionen beerdigt und sein Körper wurde auf dem jüdischen Friedhof begraben. Er ist in den Himmel zu Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gegangen.

Warum kann ich so sicher sagen, dass mein Vater gut genug war, dass er in den Himmel gelangen konnte? Aber das ist es ja eben, dass er gerade nicht gut genug war und er wusste selbst, dass er vor dem Heiligen Israels gesündigt hat. Er wusste, dass seine Sünden eine undurchdringliche Wand zwischen ihm und seinem Schöpfer gebaut haben.

Im Gegensatz zum Christentum sind Sünden ein integraler Bestandteil des Menschen. Sie gehören dazu, wie Tod, Trauer oder Liebe. Der Mensch ist an sich sündhaft, seine Herz trachtet nach dem Bösen, von seiner Jugend an (1. Mose 8, 21). So hat G-tt uns erschaffen, er schuf uns nicht als reine, gehorsame Lämmer, sondern gab uns Verstand, einen freien Willen und einen unstillbaren Durst nach Leben, neuen Erfahrungen und Wissen. Die Sünde kann keine "undurchdringliche Wand" zwischen dem Allmächtigen und uns sein, dazu gab es Mittel der Reinigung vom Bösen. Opfergaben, etwa für unbeabsichtigte Sünden oder "ein zerbrochenes Herz und zerschlagenes Herz" (Psalm 51, 19) sprich Reue!

Die Reue ist das was der Herr niemals verachten, niemals zurück weisen wird. "Kehre um zu mir und ich kehre um zu dir" (Maleachi 3, 7), sagt der Herr durch seine Propheten.

„Seht, nicht zu kurz ist die Hand des Herrn, um zu helfen, nicht zu taub ist sein Ohr, um zu hören. Nein, eure Frevel bilden die Scheidewand zwischen euch und eurem Gott. Eure Sünden haben sein Antlitz vor euch verhüllt, dass er nicht hört.“ (Jesaja 59,1-2)

Zwei Jahre bevor er krank wurde, hat er das Beste getan, was ein Jude tun kann: Er hat seine Sünden bereut und hat die vollständige Rettung angenommen, die Gott vollbracht hat durch Seinen Eingeborenen Sohn (Psalm 2,7), unseren Herrn Jesus, den Messias, der „unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen“ wurde (Jesaja 53,5). Ich weiß, dass mein Vater als ein erretteter Jude gestorben ist, damit er die ganze Ewigkeit mit Gott verbringt.

Es ist ohne Zweifel gut, seine Sünden zu bekennen. Aber dies geschieht nicht durch Jesus. Wie bereits oben angesprochen will G-tt ein zerbrochenes Herz viel mehr als Opfer. Reue allein, Reue vor G-tt reicht vollkommen für Vergebung der Sünden aus.


"Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der G-tteserkenntnis mehr als an Brandopfern." (Hosea 6,6)


Der an dieser Stelle zitierte Psalm 2 ist jedoch eine waschechte Verfälschung. Der Verfasser spricht hier von einem "eingeborenen" Sohn. Schlägt man in der Bibel nach, so entdeckt man, dass dort zwar von einem Sohn die rede ist, ja sogar vom Sohn G-ttes, jedoch nicht von einem eingeborenen, also G-tt ebenbürtigen Sohn. Viel mehr beschreibt dieser Psalm die Beziehung Davids zu G-tt und Berufung zur Herrschaft über Israel. David selbst war G-ttes Gesalbter (1. Samuel 16,12 )und als Oberhaupt Israels, das G-tt als "seinen Erstgeborenen" bezeichnet (2. Mose 4,22) sein Sohn.


Die zweite Aussage, aus der die Behauptung zusammen gesetzt ist, ist ebenso falsch. Im Kontext betrachtet handelt das 53. Kapitel des Buches Jesaja nicht von Jesus. Viel mehr ist es ein liturgisches Bild für Israel, für den Knecht G-ttes (Hosea 11,6 ). Um dies nachvollziehen zu können muss man wissen, dass Jesaja 53 schon bei 52,13 anfängt. Dies ist eine theologische und allgemein, auch von den christlichen Kirchen anerkannte Tatsache. Vers 13 spricht von einem Knecht, von einem Knecht G-ttes, einer Bezeichnung, die typisch für das Volk-Israel ist. Kehrt man zurück zu Kapitel 53, so sieht man, dass sich der Vers nicht auf Jesus beziehen kann. Jesu war weder von den Menschen verlassen, noch von Krankheit geplagt (Jesaja 53,3-4). Viel mehr war er beliebt bei den Menschen, selbst Kinder wollten in seiner Nähe sein, gar als Prophet aus Nazareth in Galiläa wurde er gefeiert (Matthäus 21, 9-11) und nach seinem Tod "weinte das ganze Volk". So sagen es die Evangelien. Der Vers kann also nur von Israel handeln, dass von seinen Nachbarn, den Staat umgebenden Völkern beschimpft und verachtet wurde (Psalm 44, 13-14)

Und was ist mit dir, mein jüdischer Freund? Willst du wirklich in deinen Sünden versinken und für immer verloren gehen? Sieh zu, verlasse dich nicht auf deinen Verdienst und deine Gerechtigkeit. Es ist unmöglich den Gott Israels zu betrügen. Wohltätigkeit ist eine wunderbare Sache, aber sie nimmt die Sünde nicht weg.

Hör zu, was der Prophet Jesaja sagt: „So wurden wir allesamt wie ein Unreiner, und all unsere Gerechtigkeit wie ein besudeltes Kleid, wir alle verwelkten wie Laub. Unsere Frevel trugen uns fort wie der Wind.“ (Jesaja 64,6)


Im Kontext des Kapitel 64 klagt Jesaja, dass das Volk nach der Verwüstung des Tempels und alledem geraubt was ihm lieb und teuer war (Jesaja 64,9-10) zu sündigen angefangen hat. Und Jesaja bittet G-tt trotz alledem an den Bund mit Israel und an die Gerechten zu gedenken. G-tt, den Jesaja hier als Töpfer, der uns geformt hat darstellt. Soll nicht mehr schweigen und Israel aus der "Bedrängnis" erlösen, wie es ab Jesaja 63,15 und weiter steht.

Ich möchte dich mit Worten Hesekiels bitten: „Werft von euch alle Sünden, die ihr begangen habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Denn wozu wolltet ihr sterben, Haus Israel? Ich habe ja kein Wohlgefallen am Tod dessen, der sterben soll", - Spruch des allmächtigen Herrn. - "Bekehrt euch und lebt!“ (Hesekiel 18,31-32)


Im Kapitel 18 geht es darum, dass die Erbsünde abgeschafft wird. "Die Seele die Sündigt, die soll sterben" - Der Sohn ist nicht mehr für das Handeln seines Vaters verantwortlicht. G-tt erwartet eine Abkehr von der Sünde, dies allein reicht für das Leben aus, ein ewiges Leben aus.

 

„Huldigt dem Sohn! Sonst zürnt er euch, und Unheil bringt euch euer Planen. Denn schon bald entbrennt sein Grimm. - Selig dann alle, die bei ihm sich bergen!“ (Psalm 2,12).

Wie bereits geklärt handelt es sich im gesamten Psalm 2 um König David.

Israel, hörst du die Vorwarnung Davids? Komme zu Gott! Tu Buße und setze deine Hoffnungen auf den Sohn Gottes, den lebendigen Retter. Nur Sein Blut kann deine Seele reinigen (3.Mose 17,11).


Dies ist frei erfunden. Nicht "Sein" Blut bringt die Reinigung, sondern aus 3. Mose 17,11-13 eindeutig hervor, dass es hier um das Blut von Opfertieren bzw. den Genuss von Blut geht.

Danach wirst du ein solcher Jude werden, wie Gott dich zu sehen wünscht, - ein Jude, der die Vergebung seiner Sünden bekommen hat und sich freut, dass er das ewige Leben ganz sicher empfangen hat.


Vor allem wird man aber ein Jude, ganz nach dem Geschmack der Missionare werden. über das ewige Leben mag man sich streiten. Das Judentum kann keine klare Aussage dazu treffen, wer das ewige Leben erreicht und wer keinen Anteil an der "kommenden Welt" haben wird. Eins ist jedoch sicher, Götzendienst ist die größte Sünde. Die Anbetung fremder G-tter entfernt einen Menschen von seinem Schöpfer, es entwurzelt ihn, es ermordet seinen Geist. Dies ist die Mauer, die zwischen uns und G-tt errichtet wird, eine Mauer die ganz unscheinbar, im Verborgenem wächst und immer höher wird.

Mit den Wortes des 5. Buches Mose gesprochen:

Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, und er spricht [nun]: »Lasst uns anderen Göttern nachfolgen – die du nicht gekannt hast –, und lasst uns ihnen dienen!«, so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen; denn der HERR, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr den HERRN, euren Gott, wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt. (5. Mose 13,2-4)



Broschüre „Höre Israel“,
Herold-Schriftenmission, Asslar
 
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