Fische - Wann wird ein Jude unrein?

Von Miriam Wölke

Neulich erklärte ich die talmudische Story von dem Fuchs, der die Fische dazu überreden wollte, an Land zu ziehen, weil sie dann kein Fischer finden täte und sie somit am Leben bleiben. Und um den nachfolgenden Text zu verstehen, sollte nochmals die Erzählung aus dem Traktat Berachot nachgelesen werden:


DER FUCHS UND DIE FISCHE


Im Talmud Traktat Uktzin (Mischna 8) finden wir einen interessanten Hinweis zu eben jener talmudischen Story aus dem Talmud Traktat Berachot.

Bei Fischen sollte man immer davon ausgehen, dass sie nie unkoscher (trefe) werden können. Sobald es sich um einen koscheren Fisch (mit Flossen und Schuppen) handelt und dieser gefangen wird, bliebt er dennoch koscher. Er stirbt einfach, ohne das man auf andere Kaschrut (Koscher) - Merkmale achten muß. Wird dagegen ein Huhn oder eine Kuh geschächtet, so müssen verschiedene Innereien wie die Lungen untersucht werden. In diversen Organen dürfen keinerlei Risse, Löcher oder Verfärbungen, die auf eine Krankheit hindeuten, enthalten sein (siehe Talmud Traktat Chullin). Dann wird auch ein halachisch einwandfrei geschächtetes Tier unkoscher. Bei einem koscheren Fisch ist das anders. Er wird gefangen, stirbt und kein einziges Organ wird untersucht. Sogar sein Blut ist zum Genuß freigegeben und muß nicht erst umständlich entfernt werden.

Im Talmud Ukzin, Mischna 8, wird die interessante Frage aufgeworfen, wann denn ein Fisch unrein werden kann. Die talmudischen Rabbiner geben darauf brilliante Antworten, die es wert sind, Erwähnung zu finden:

1. Beit Schammai (das Haus Schammai) sagt: "Nachdem die Fische gefangen wurden, sind sie unrein".

2. Beit Hillel (das Haus Hillel) sagt: "Erst nach ihrem Tode werden sie unrein".

3. Rabbi Akiva sagt: "Es kommt darauf an, ob sie immer noch lebensfähig sind. Wie ein Ast, welcher vom Baum abgerissen wurde, doch immer noch etwas am Stamm befestigt ist".

Kommentatoren beziehen diese Mischna nicht unbedingt auf ihren wörtlichen Inhalt, sondern sehen die Aussagen als Metaphern:

Zu 1: Nachdem ein Jude (Fisch) von Missionaren einer anderen Religion eingefangen wurde, ist er unrein.

Zu 2: Erst nachdem der Jude (Fisch) zu einer anderen Religion konvertiert (tot ist) ist, wird er unrein.

Zu 3: Ein Jude kann zwar zu einer anderen Religion missioniert worden sein, doch solange noch die Hoffnung besteht, dass er zum Judentum zurückfindet, ist er nicht unrein. 

 

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"

 
-.png   +.png

Main Menu
Aktuell
Wissen
Web
Kontakt
Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"

Image

Wir wehren uns gegen Judenmission

 

     
Juden & Jesus
                  
                                        
Antizionismus


Zionismus


© September 2017 Maschiach.de // Roman Gorbachov // Blog // Umsetzung // Datenschutzerklärung // Impressum