Christliche Sicht des Holocaust heute

Die katholische Kirche hat einige Holocaust-Opfer zu Heiligen und Märtyrern erklärt. Ein Beispiel ist der Priester Maximilian Kolbe. Der Offene Theismus vertritt die Ansicht, der Holocaust sei das Resultat eines zu geringen Glaubens an Gott gewesen und keineswegs das eines zu großen Glaubens; deshalb ist es non sequitur, Gott die Schuld zu geben für die fortdauernde Weigerung der Menschen, das göttliche Gebot "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" zu befolgen.

Andere, so eine schmale Gruppe unter den evangelikalen Christen, erklären den Holocaust als Teil des Fluches in Deuteronomium 28,15-68. Diese Passage besagt, wenn die Juden den Geboten Gottes nicht treu blieben, würden sie dem strengen Gericht Gottes unterworfen. Innerhalb dieser evangelikalen Gruppe gibt es Meinungsverschiedenheiten darüber, was als nächstes geschehen wird. In übereinstimmung mit dem traditionellen Glauben, dass das Christentum die Vollendung des alttestamentlichen Judentums sei, glauben viele von ihnen (vor allem aus dem reformierten theologischen Lager), dass Gott mit dem jüdischen Volk gebrochen habe und die Kirche der wahren Gläubigen nun den Platz Israels als das auserwählte Volk Gottes einnehme.

Andere glauben, der göttliche Fluch über Israel wäre nur temporär. Dieser Ansicht nach hat der Holocaust Gottes Zorn über das jüdische Volk zum Abschluss gebracht. Die Holocaust-Opfer werden nicht persönlich für ihre Leiden verantwortlich gemacht, sondern gewissermaßen als "Opferlämmer" gesehen, über die sich das volle Maß des Fluches ergossen hat. Nach dieser Sichtweise sind sie Helden und keine Sünder. Und einige Zeit nach dem Holocaust wird Gott das jüdische Volk nicht länger plagen (Micha 5,2-3). Diese evangelikalische Sichtweise betrachtet das Judentum zwar nicht als vollständig vor Gott rehabilitiert, aber sie räumt ein, dass es auch nicht länger unter dem Fluch stehe. Die Gründung des Staates Israel 1948, die kontinuierliche Rückkehr von Juden aus der ganzen Welt, Israels Siege in fünf Kriegen entgegen aller Wahrscheinlichkeit und das signifikante ökonomische Wachstum des Staates werden als Beweise dafür gesehen, dass Israel nicht mehr unter dem Fluch von Deuteronomium 28 stehe. Die Vertreter dieser Ansicht neigen zu einer entschieden pro-israelischen Haltung und stehen häufig auf die eine oder andere Weise mit dem messianischen Judentum in Verbindung.

Dagegen können die Vertreter der Ansicht, Gott habe mit dem jüdischen Volk gebrochen, für oder gegen Israel sein, und sie sind gegen das messianische Judentum, das sie als eine Abweichung vom reinen Christentum betrachten.
 
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