Der Neue Holocaust

von Miriam Wölke

"Der Neue Holocaust" - so lautete es in einem Artikel der Jerusalem Post vor einigen Monaten. Der neue Holocaust, damit ist die Judenmission gemeint. Der Artikel und ich selbst beziehen sich hiermit aber nur auf die Stadt Jerusalem. Ich moechte einmal einen persoenlichen Einblick in die hiesige Judenmission geben.
Vielleicht sollte ich vorab anmerken, dass ich nicht alle Christen ueber einen Kamm schere. Gemeint sind an dieser Stelle nur Missionare.

Ich weiss nicht, mit welchen abenteuerlichen Vorstellungen christl. Missionare nach Israel bzw. nach Jerusalem kommen. Handeln tut es sich dabei um Leute aus aller Welt. An erster Stelle stehen Amerikaner, gefolgt von Skandinaviern etc. Auch Deutsche trifft man ab und an darunter. Einmal in Jerusalem eingetroffen, werden sie von der israel. Realitaet eingeholt, die da heisst: Kein oder kaum Interesse.

Von ihren Visionen erzaehlend, die die Missionare im Ausland anscheinend alle laut eigenen Erzaehlungen hatten, versuchen sie die Jerusalemer von dem Neuen Testament zu ueberzeugen. Und das meistens auf plumpe Art und Weise. Ohne Mentalitaeten geschweige denn das Judentum zu kennen, erscheinen sie urploetzlich an der Klagemauer oder am Yaffa - Tor, eines der Tore in die Altstadt, und versuchen Juden in Diskussionen zu verwickeln. Man muss schon sehr hartnaeckig bleiben, um die aufdringlichen Missionare los zu werden.

Handzettel austeilen ist gesetzlich verboten und fuehrt gelegentlich bis zur Abschiebung. Die Reaktion der Juden ist meistens mehr als ablehnend. Durch das Yaffa - Tor kommen groesstenteils orthod. bzw. haredische Juden. Nicht viel Chancen also fuer Missionare. Ihre Taktik ist, nach schwachen Charaktaeren Ausschau zu halten oder auch denjenigen Juden, die kaum eine Ahnung von ihrer eigenen Religion haben. Weitere Taktiken gehen soweit, kostenlos Essen zu verteilen; christl. Suppenkuechen, die meistens von russischen Neueinwanderern besucht werden. Missionare schrecken ebenso wenig davor zurueck, in Mea Shearim, einem der ultra - orthod. Stadtteile, auf Kinderfang zu gehen. Hier eine Tuete Kartoffelchips oder da eine Schokolade und nebenbei gibts noch eine Lektion ueber Mr. J.

Einer der Gruende, warum die meisten Kinder in Mea Shearim bis zu einem gewissen Alter nur Yiddish sprechen, ist die versuchte Einflussnahme von ausserhalb. Selbst Kneipen fuer Juegendliche werden eroeffnet, wie vor einiger Zeit am Russian Compound. Musik, Tischtennis und hinterher wird das Neue Testament verteilt. Beschwerden der Eltern bei der oertlichen Polizei ergaben nicht viel und so wendeten sich die Eltern enttaeuscht an die Anti - Missions - Organisation in Israel, Yad LeAchim. Eine haredische Organisation mit Sitz in verschiedenen Staedten Israels (u.a. in Bnei Brak). Die Jerusalemer Filiale befindet sich in Ge'ula, Rehov Nahum 8.

Wen es trifft und derjenige weiss zufaellig den Namen und Aufenthaltsort des Missionares, der sollte sich auf alle Faelle an Yad LeAchim wenden. Jeder Namen auf deren Liste ist ein Erfolg und fast ein Missionar weniger, denn es wird das Innenministerium zur Abschiebung eingeschaltet.

Eine zusaetzliche Taktik ist es, messianische Juden aus dem Ausland zur Immigration (Aliyah) nach Israel zu bewegen. Ein Tip: Wer solche "Juden" kennt, der kann sich ueber Yad LeAchim an das Innenministerium wenden. Die Staatsbuergerschaft und saemtliche Gelder, welche der "Neueinwanderer" erhalten hat, werden zurueck verlangt.

Sehr haeufig geben sich Missionare selbst als Juden aus unter dem Motto, ich bin "Jude" und glaube an J., also kannst Du dies auch. Kommt es auf diesen Wegen nicht zum gewuenschten Erfolg, werden sie noch aggressiver: Sie gehen am Shabbat in Suppenkuechen oder zu Rabbiner zu Shabbatot. Ein beliebtes Ziel der Missionare am Shabbat ist die Chabad - Suppenkueche gegenueber der Klagemauer. Ich sprach einige Male mit einem Verantwortlichen und der meinte schulterzuckend, dass jeder dort essen kann, wenn er nicht in flagranti beim Missionieren erwischt wird. Unverschaemt ist, dass sie auf Kosten der Orthodoxen essen, aber genau jene als ihre Feinde ansehen. Geht es nicht in diverse Suppenkuechen, dann kommen sie zu Shabbat - Essen zu Rabbinern ins Haus. Rabbi Mordechai Machlis war unzaehlige Male Opfer solcher Erscheinungen. Seine Adresse hat sich schnell unter Missionaren herum gesprochen, da er alle Leute ins Haus laesst. Einmal dort, stehen sie waehrend des Essens auf und halten Reden ueber, na wen schon ? J.

Die juedische Reaktion ist wieder ablehnend, wobei Rabbi Machlis sich sogar noch bereit erklaert, sich nach dem Essen mit den Leuten zusammenzusetzen um ihnen den jued. Standpunkt zu erklaeren. Reaktion der Missionare: Keine.

Vor wenigen Jahren war ich Zeuge dt. Missionare. Anscheinend Adventisten. Sie kamen zu einer Pessah - Feier im Stadtteil Ge'ula. Tatort war eine Yeshiva der Gerer Chassidim. Die Missionare kamen herein und setzten sich ohne ein Wort zu sagen. Als der Hausherr sie fragte, woher sie kommen und wer sie sind, meinten sie interessierte Christen aus Deutschland. Irgendeine Sekte. Der Hausherr war erschuettert, auch weil er Holocaust - Ueberlebender ist und er bat mich, den Leuten mitzuteilen, dass sie sofort gehen sollen. Dreist lehnten die Missionare ab und es brauchte noch ein paar zusaetzliche Hilfen von Chassidei Bobov, sie auf die Strasse zu setzen.

Irgendwie kann ich verstehen, dass Missionare aus anderen Laendern ihr "Glueck" versuchen wollen. Aber aus Deutschland ? War ein Holocaust nicht genug ? Wird nun auch noch versucht die Seele zu rauben ?

Jews for Judaism

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"
 
-.png

Main Menu
Aktuell
Wissen
Web
Kontakt
Evangeliumskirche Glaubensgeneration in Mission Gottesreich "Eine umfassende Übersicht über die Evangelikale Szene in Deutschland. Uneingeschränkt empfehlenswert!"

Image

Wir wehren uns gegen Judenmission

 

     
Juden & Jesus
                  
                                        
Antizionismus


Zionismus


© Oktober 2017 Maschiach.de // Roman Gorbachov // Blog // Umsetzung // Datenschutzerklärung // Impressum