Das langersehnte Verbot des Oberrabbinates

von Miriam Woelke 

Das israelische Oberrabbinat (Rabbanut) hat allen Juden die Teilnahme am Marsch der Christen durch die Jerusalemer Innenstadt verboten.

Wie jedes Jahr ziehen auch an diesem Sukkot (Laubhüttenfest) wieder Tausende Christen durch die Jerusalemer Innenstadt. Schon zu Tempelzeiten war es üblich, dass Nichtjuden am Sukkot nach Jerusalem kamen, um im Tempel Opfer darzubringen. Halachisch sind Nichtjuden berechtigt, den Tempel zu betreten und Opfer zu bringen. Allerdings ist anzumerken, dass der Tempel nur in vorgeschriebenen Sektionen betreten werden darf.

 

Bis heute kommen Tausende Christen nach Jerusalem, um an einem von der Christian Embassy (Christliche Botschaft) organisierten Marsch teilzunehmen. Tanzend uns singend laufen sie vom Sacher Park über Bezalel hin bis zur Jaffa Road.

Soweit alles schön und gut und es sind bestimmt aufrichtige Christen dabei, die Israel ihre Freundschaft bezeugen wollen. Dennoch sind auch leider viele schwarze Schafe bei dem Marsch unterwegs und es bleibt nicht immer beim harmlosen Singen und Ttanzen.

Immer mehr christliche Missionare nutzen den Marsch für ihre eigenen Zwecke und schrecken nicht davor zurück, Gesetze zu brechen. So ist das Verteilen von Flugblättern mit missionarischem Inhalt verboten, was aber die rücksichtslosen Missionare keineswegs stört. Selbst ich bekam schon solch ein Flugblatt in die Hand und es war supergünstig, dass ich mich nicht weit von einer Mülltonne befand. So konnte die Entsorgung des Flugblattes gleich stattfinden.
Beim Marsch im vergangenen Jahr sichtete ich eine Frau, die ein riesen Plakat mit der Aufschrift "J. liebt Euch alle" vor sich hertrug.

Es wurde allerhöchste Zeit, dass das Rabbanut oder eine andere relig. Institution endlich einmal Massnahmen ergreift, um die von der Stadtverwaltung unbeabsichtigte staatlich subventionierte Mission zu stoppen. Allgemein stösst der Marsch eh auf Desinteresse der Jerusalemer und die Mehrheit der Zuschauerränge bleibt leer.
Wahrscheinlich fühlen wir uns einfach von der seltsamen Liebe derjenigen erdrückt, die aus dem Marsch herauspreschen und sich begeistert auf Juden stürzen um sie zu umarmen.

Kritische Stimmen zur Entscheidung des Rabbanuts gibt es natürlich auch. Das Knessetmitglied der Nationalreligiösen Partei Benny Elon hält selbst an einer Zusammenarbeit mit fanatischen Christen, den Evangelisten, fest. Schliesslich heisse es in der Prophezeihung des Zechariah, dass alle Völker nach Jerusalem kommen werden.

Richtig, aber nicht um zu missionieren und Juden für ihre eigenen Zwecke zu benutzen.

 

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"

 

 
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