Die Missionare marschierten

Von Miriam Woelke

Ueber den Marsch der Christen aus aller Welt durch die Jerusalemer Innenstadt am gestrigen Nachmittag kann ich nichts berichten. Wie schon erwaehnt, verbat das Oberrabbinat (Rabbanut) Juden, an der Veranstaltung teilzunehmen. So wie ich hielten sich andere leider nicht daran und marschierten vor den Christen vorweg. So wie eine Abgesandtschaft von El Al und der Bank Discount.

Es bleibt unbestritten, dass es viele ehrliche Christen gibt, die sich nicht nur aus eigennuetzigen Gruenden fuer Israel interessieren. Leider sind jedoch immer schwarze Schafe darunter, die penetranten christlichen Missionare, und um genau die geht es in meinem Bericht.

Schon Tage zuvor erreichten uns Jerusalemer Plakatmitteilungen von fast allen Waenden der Stadt. Man wollte eine Gegendemo gegen die christl. Veranstaltung im Jerusalmer Messezentrum organisiseren.

Die christl. Botschaft und andere hatten gestern Abend zu einem grossen Event im Binyanei HaUma aufgerufen, bei dem viele Christen, darunter auch Missionare, Vortraege halten wollten. Ausserdem gab es Verkaufsstaende, an denen billige Ramschware aus dem Bazar der arab. Altstadt zu Horrorpreisen verschachert wurde. Wenn es ums Geld geht, ist man dann doch nicht mehr so christlich.

Mit einer Freundin war ich um kurz vor 19.00 Uhr bei der Gegendemo, die aus ungefaehr 50 Leuten besteht. Die Mehrheit von ihnen waren litvishe Haredim sowie einige Nationalreligioese. Der Organisator trat vorerst nicht in Erscheinung und wie aus dem Nichts tauchte Benjamin Kluger vor mir auf. Benjamin ist ein Vertreter der anti - Missionagruppe in Jerusalem, Yad LeAchim und ich kenne ihn schon einige Jahre.

Er kam um herauszufinden, wer der eigentliche Veranstalter der Demo war und meinte zu mir, dass die Demoa an sich nutzlos sei. Drinnen im Messezentrum wuerden die Christen schliesslich nicht missionieren, sondern waeren unter sich.
Daraufhin kam es zu heftigen Diskussionen mit den litvishen Haredim, die das Gegenteil behaupteten.



Unzaehlige Male schon schrieb ich ueber die Mission und ich sprach mit Benjamin Kluger ueber meine Blogs. Die Leute, die mir bezueglich Yad LeAchims schrieben, seien herzlich von ihm gegruesst und er meinte, dass er diesen Blog in Zukunft auch lesen werde.

Nach einigem Hin und Her betrat der Veranstalter die Buehne, von dem aber kaum jemand genau weiss, wer er eigentlich ist. Es erschien ein recht netter Nationalreligioeser mit seinem kleinen Sohn.

Dann ging es auch schon los. Die Christen kamen in ihren Reisebussen angerollt und es wurden Handzettel an sie ausgeteilt. In engl. und hebrae. Sprache.
"Vorsicht Missionare" und eine Auflistung des eigentlichen Zwecks der Laubhuettenfestivitaeten der sogenannten christl. Botschaft.

Die Polizei liess auch nicht lange auf sich warten und war dementsprechend geladen, denn die Demo war nicht angemeldet gewesen. Der Veranstalter hatte drei Schilder mitgebracht, welche in Richtung einmarschierende Christen gehalten wurden. Die Polizei wollte am liebsten die Demo aufloesen, entschied sich jedoch anders. Wir sollten alle so weit wie moeglich von den Christen entfernt werden und man meinte zu uns, dass wir gegen das Gesetz verstossen.

Die Demo teilte sich in drei Gruppen auf, welche fast alle Einfahrten zum Messezentrum besetzten. Man schrie "Missionaries out" und warf ihnen Flugblaetter entgegen.

Die Christen reagierten sauer, obwohl es erst den Anschein erweckte, dass sie dachten, wir seien so eine Art Empfangskommittee. Als sich jedoch herausstellte, dass uns ihre falsche Judenliebe gegen den Strich geht, reagierten sie teilweise aggressiv.

Eine Frau schrie uns entgegen: "Was Ihr liebt uns nicht ?"

Andere wiederum riefen uns zu: "Joshua Meschiach".

Wieder andere meinten, wir sollen ganz einfach nur "unser Maul halten" und lachten zynisch.

Mittlerweile hatte man auch innerhalb des Messezentrums reagiert und die Obermissionare traten am Fenster auf Beobachtungsposten. Wir waren zwar nur wenige und alles schien desorganisiert, doch schafften wir es, wahrgenommen zu werden. Das beste war der Gesichtsausdruck der Christen, wenn sie das Flugblatt lasen. In dem Moment wussten sie, dass sie nicht alle hinters Licht fuehren koennen.

Stadtverwaltung und Polizei standen den Christen zur Verfuegung, denn fuer Buergermeister Lupolianski, der sich so religioes - haredisch gibt, steht das Geld der Touristen im Vordergrund. Anstatt etwas Nuetzliches zu tun, stand er lieber in seiner Sukkah (Laubhuette) vor dem Rathaus und schuettelte die Haende der Besucher.

Wie mag er sich dabei nur gefuehlt haben?

Dieser Artikel stammt aus Miriam Wölkes Blog "Hamantaschen"

 
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