Das Unternehmen Glaubensgeneration

Manche Unternehmen erkennt man nicht auf den ersten Blick, sie sind als gemeinnützig getarnt, geben vor Bedürftigen zu helfen, Traditionen zu pflegen oder einfach gemeinsame Interessen zu verfolgen. Doch im Kern geht es um Geld, Macht und die Interessen weniger Mitglieder.

Nicht anders erging es in der Vergangenheit den Landeskirchen in Deutschland. Ihr Vermögen von über 1 Billion Euro ist in Grundstücken, Gebäuden, Staatsanleihen, Divisen und Bargeld angelegt. Darüber hinaus beteiligen sie sich am Betrieb von Schulen, Krankenhäusern und Pflegediensten, was zusätzliche Einnahmen generiert. Die Kirchen haben sich in der Vergangenheit zahlreicher Fehltritte schuldig gemacht, doch als Körperschaften des öffentlichen Rechts  sind Sie in erster Linie den Bürgern verpflichtet und werden entsprechend von öffentlichen Organen kontrolliert. Transparenz und die Treue zum Gesetz und Verfassung waren Folge dieser Bemühungen.
Anders ist es um die zahlreichen freien Religionsgemeinschaften gestellt. Da diese meist nicht dem öffentlichen Recht unterstehen, sondern als privatrechtliche Organe auftreten ist eine Kontrolle durch staatliche Organe nicht mehr ohne weiteres möglich. Doch auch diese sollen, sofern sie als gemeinnützig anerkannt sind, in erster Linie der Allgemeinheit nützen und genießen insofern dies zutrifft zahlreiche Vergünstigungen.

Hierzulande ist es jedem Bürger möglich einen Verein oder eine Kirche zu gründen, lediglich sechs weitere Mitstreiter sind hierfür nötig. Eine Ausbildung oder die Mitgliedschaft in einem Verband sind keine Voraussetzung. Es verwundert niemanden, dass unter dem Deckmantel eines eingetragenen Vereins durchaus als „ungewöhnliche“ zu bezeichnende Gemeinschaften zu finden sind.

So haben sich unter dem Namen „Evangeliumskirche Glaubensgeneration, Duisburg e.V.“ deutsche Spätaussiedler einem eingetragenen Verein angeschlossen und verändern zunehmend das Stadtbild in einigen Teilen Duisburgs. Für den Großenbaumer Pfarrer Gerhard Haack handelt es sich bei dem Verein gar um eine Sekte, deren Ansiedlung er im Ort sogar deutlich kritisiert (inzwischen sieht sich Gerhard Haack durch die WAZ falsch wiedergegeben ). Andere unterstellen der Gemeinschaft ein deutliches Profitstreben, was angesichts ihres umstrittenen Bauvorhabens für ein Medienzentrum für über 500 Besucher und Gesamtkosten von ca. 2,6 Millionen Euro nicht übertrieben erscheint. Auch an einem weiteren Punkt unterscheidet die Gemeinschaft etwas von einer Landeskirche. Während Landes-Pfarrer einer Gemeinde und somit einer Kirche angehören, verhält es sich bei der Glaubensgeneration anders, denn dort gehört die Kirche dem Pastor und seiner Familie. Als Absoluter Entscheider ist er seinen Mitgliedern nicht unterstellt. Selbst das durch die Kirchenmitglieder errichtete Gebäude an der Albert-Hahn Straße gehört nicht dem Verein sondern seinem Sohn, einem Mittzwanziger.

Als die Bezirksverwaltung den Bau einer Kirche blockte und trotzdem gebaut wurde, hakte sie nach und wurde von außergewöhnlichen Fakten überrascht. Aus dem ursprünglichen Kirchengebäude wurde ein „Medienzentrum“ für „Herstellung von Videoproduktionen”, „Talkshows mit Zuschauerbeteiligung”, „Shootings”, „Produktaufnahmen” sowie "stundenweiser Vermietung für Seminare". So kann man die Tätigkeit einer Kirche wohl auch umschreiben. Ein Gottesdienst, als mediales Ereignis und Vorlage für eine Filmproduktion. Die Bezirksregierung war nicht mehr zuständig.


Ein kritischer Blick auf das Gespenst Glaubensgeneration lohnt sich also. Es ist von zwei zweigen des Unternehmens zu sprechen, von einem religiösen und einem vollständig wirtschaftlich orientierten Flügel, die sich jedoch gegenseitig ergänzen.

Auf der einen Seite befindet sich die „Evangeliumskirche Glaubensgeneration, Duisburg e.V.“ mit Alexander Epp als Vorstand. Daneben existieren mindestens zwei weitere Schwesterorganisationen in Dortmund (Evangeliumskirche Glaubensgeneration e.V.) und Heilbronn (Glaubensgeneration Heilbronn e.V.). Wobei der Gemeinschaft in Heilbronn Alexander Epps Schwester Inna Stöcker vorsteht. Im wirtschaftlichen Bereich ist Alexander Epps Sohn Paul mit seinen „Epp Medien Produktion“ und „Wera-Medienagentur GmbH“ vertreten.

Der Branchendienst „Marktplatz Mittelstand“ listet die „Epp Medienproduktion“ immer noch mit der Anschrift „Bergiusstr. 46“ auf, was auch der Anschrift des „Christlichen Cafes „Evangeliumstreff Neue Generation““ entspricht und eigentlich vom Verein betrieben wird. Die Wera-Medienagentur tritt auch als Bauherr für das Medienzentrum an der Albert-Hahn Straße auf und hat vermutlich nicht ganz zufällig dieselbe Anschrift wie der Verein.

Aufbau und Struktur der Evangeliumskirche Glaubensgeneration


Letztlich bleibt die Frage worin das Erlösmodell der einzelnen Unternehmungen besteht. Neben den Erlösen aus den freiwilligen Spenden (Zehnt genannt), werden eigene religiöse Medienproduktionen, in Form von DVDs und CDs verkauft. Dabei beschränkt man sich auf die Werke von Alexander Epp und Aufnahmen aus den Veranstaltungen der Glaubensgeneration Duisburg. Das einzige Buch, dass sich im Verkauf befindet ist das Werk von Alexander Epp. Werbung für die einzelnen Erzeugnisse und Spendenaufrufe sind fester Bestandteil des Gottesdienstes.

 
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