Datenschutz und Glauben


Was ist der Datenschutz in der Glaubensgeneration noch wert?


Datenschutz in der Evangeliumskirche Glaubensgeneration, Leitung Alexander Epp


Totalitäre Systeme haben es schon immer verstanden, ihre Bürger zu überwachen, auszuspähen und alles sorgfältig zu archivieren. In der DDR kam auf 10 Bürger 1 Stasi-Mann. Dieser hatte dafür zu sorgen, dass alles was die zu überwachende Person getan und gesagt hatte, aufgezeichnet und den entsprechenden Stellen zu kommt. Am Ende der DDR-Era belauschte man nicht Telefonate und hörte nicht nur der täglichen Hygiene mit, sondern man stopfte ganze Lager mit Geruchsproben seiner Bürger. Fein säuberlich beschriftet gab es von jedem Verhörten ein mit seinem Körpergeruch durchsetztes Tuch, in einem Einmachglas.

Die Kirchen haben ähnliches durchgemacht, die Inquisition und die kirchlichen Archive waren auf Daten angewiesen, akribisch sammelte man alles was man nur sammeln konnte, um es dann im Kampf gegen die Hexen und Magier im eigenen Land verwenden zu können. Auch hier drüber redet niemand mehr, die Staatskirchen beschränken Ihre Tätigkeit auf einige wenige Geschäftsfelder und überlassen die Observierung dem Staat. Nicht so, die hunderte neue entstandenen evangelikale Gruppen. Diese befinden sich im ständigen Kampf gegen das Böse und das Böse ist formlos, es kann jeden befallen und von Innen heraus die Gemeinschaft gefährden.

Das Böse zu bekämpfen ist auch der Wille Alexander Epps, seines Zeichens Pastor der als Sekte eingestuften Glaubensgeneration aus Duisburg. Pastor Epp kennt sich aus, zumindest predigt er oft und gern davon, dass Gläubige in der Sowjetunion verfolgt wurden, misshandelt und eigesperrt. Er selbst war, nach eigenen Angaben, mehrmals vom KGB verhört worden, wegen seines Glaubens, seines Aussehens oder seiner Abstammung. Es hat ihm zugesetzt und ihn geprägt.

Nach 15 Jahren Jahren in Deutschland hat Herr Epp sein Potential voll entfalten können, mit strenger Hand regiert er eine Organisation mit über 1000 zahlungskräftigren Besuchern und auch er lässt Daten sammeln. Die Methoden haben sich allerdings geändert, man greift auf Computersysteme zurück, sammelt nicht nur Mail- und Verbindungsdaten, sondern auch Telefonnummern, Anschriften und Filmmaterial. Letzteres umfasst nicht nur öffentliche Reden, sondern auch privates. Videos in denen Menschen Nervenzusammenbrüche erleiden, epileptische Anfälle erleben oder sich ganz einfach bekehren, werden nicht nur ohne deren Wissen erstellt, sondern auch vermarktet. Ein weinendes Mädchen fand sich auf der Leinwand des vollen Marientor-Theaters, ein Mann der zuvor bei seinem epileptischen Anfall gefilmt worden ist, fand dieses Ereignis ungekürzt auf einer DVD, die für 5€ in der Kirche am Werthacker verramscht wurde.

Jeder der sich bekehrt, muss seine Anschrift und seine Telefonnummer an die Gruppe übergeben, er wird ausgefragt, über seine Abstammung, seinen Glauben. ähnliches passiert mit den Besuchern der Webseite, auch hier wird über ein komplexes Logging-System jeder Schritt gespeichert. Die nun offline gegangene Jugendwebseite verlangte eine gültige Mail-Adresse und speicherte diese Daten wiederum in einer Datenbank ab. Was mit diesen Daten konkret passiert ist nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass alle Daten zentral zusammengefügt und auch an andere Kirchen übertragen werden. So liegt uns ein Dokument vor, das die so genannten „Sünder“, vor der Mitgliedschaft in einer anderen Kirche ausschließt. Es ist ein Abkommen, dass von etwa zwei Dutzend Pastoren, aus den unterschiedlichsten russischsprachigen Kirchen, anerkannt worden ist. Das Anatha-Ritual, dass einen Sünder von der Kirche und von Gott ausschließen soll, wird in meisten evangelikalen Bewegungen weiter angewandt, obwohl die großen Kirchen davon bereits vor Jahrhunderten Abstand genommen hatten. Doch kehren wir wieder zum Datenschutz zurück, dieses Wort scheint es nicht zu geben. Auf das Erwähnen des Loggings wird ebenso verzichtet wie auf die Möglichkeit seinen Account löschen zu lassen. über die Speicherung der Daten wird man nicht informiert, der übergabe der Daten an Dritte kann der Gläubige auch nicht widersprechen, da dies aus verständlichen Gründen geheim gehalten wird. Ebenso wird auch mit den Videos verfahren.

Menschen, die ein Zeugnis abgelegt haben erscheinen für gewöhnlich auf der Internetseite der Glaubensgeneration, möchte man sein Zeugnis (samt Foto und vollem Namen) beim Verlassen der Gemeinschaft nicht mehr im Internet sehen und fordert den Betreiber direkt zur Löschung auf, so werden die Mails nicht beantwortet und der Löschwunsch ignoriert. Ohnehin kann man sich nie vollständig von der Gemeinschaft trennen, denn wurden Telefonnummer und Adresse erst einmal an die Hauskreise verteilt, so kann man sich nach dem Austritt auf einen regen Telefonverkehr mit immer wechselnden Gesprächspartnern und unangemeldete Hausbesuche freuen.

 
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