Wer an die Bibel glaubt, der kann in keiner Sekte sein?

In dem Gästebuch der "Glaubensgeneration Aussteiger" fordern Glaubensgeneration Anhänger biblische Beweise für weltliche Angelegenheiten. Ich habe natürlich auch meinen Senf dazu gegeben.


29.01.2007 - X3X
Wenn ich mir die Einträge so durchlese, muss ich fast kochen vor Wut. Hört doch endlich auf euch selbst zu bemitleiden! Alle stellen sich als arme Opfer der Sekte dar, doch sind in Wirklichkeit Opfer ihrer Selbst. Diese Seite hat schon so viele Leute in die Irre geführt, doch ein wahrhaft gläubiger Mensch wird merken, was dahinter steckt: nicht als Verzweiflung, Angst und Rache. Wenn ihr mir hier zeigen würdet, wo die Gemeinde gegen die Bibel verstoßt, würde ich sie augenblicklich verlassen. Doch das könnt ihr nicht, denn es nicht der Fall!!!Die Gemeinde hält sich an die Bibel, was der Pastor predigt wird an Bibelstellen belegt. So viele Menschen wurden befreit und gerettet - kann das vom Bösem kommen? Oft erinnert mich das an Jesu Situation. Auch er war verstoßen und über ihn wurde gelästert. Und er hat seiner Gemeinde dasselbe Schicksal prophezeiht. Denkt mal darüber nach...


Selbstverständlich muss hier niemand was beweisen. Die Menschen, die mich anschreiben und um Hilfe bitten oder diese Seite hier betreiben, sind nicht an irgendwelchen Bibel-Beweisen interessiert.

Hier geht es nicht um Religion, hier geht es um Leben und Familien, die zerstört wurden oder zerstört werden.

Wenn man sich hier einige Berichte von Ehemaligen durchliest, dann stellt man sich zwei Fragen.

1. Sagen diese Menschen die Wahrheit?
2. Wenn sie die Wahrheit sagen, ist dann mein Bild der Sekte korrekt?

Es ist ganz einfach, wenn man in dieser Gemeinschaft lebt und sich der Führung unterordnet, dann kann einem egal sein ob es eine Sekte ist oder nicht. Man kann Moslem sein, man kann Christ sein, man kann sogar Scientologe sein und man würde als glücklicher Mensch durchs Leben gehen. Hier geht es nicht um den Glauben, hier geht es darum ob dieses System gut für mich und meine Familie ist.

Ich und viele andere haben gemerkt, dass es nicht so ist. Wir haben gemerkt, dass wir fanatischer und radikaler wurden. Unser Leben verlagerte sich immer mehr in diese Kirche, man hetzte sich von einem Gottesdienst zum nächsten, von einer Veranstaltung zur anderen. Irgendwann war man fest drin und plötzlich sollte man widerspruchslos alles hinnehmen, Dinge tun, die einem zuwider sind. Andere Familienmitglieder wurden einem irgendwann immer fremder, man verbringt ja immer weniger Zeit mit ihnen und den Wandel, den man selbst durchmacht nimmt die Gegenseite natürlich auch sehr stark wahr. Man muss sich entscheiden, zieh ich meine Familie mit hinein oder halte ich es von ihnen fern? Beides ist problematisch. In der Glaubensgeneration muss man mit ganzem Herzen dabei sein, alles glauben und vor allem bedingungslos gehorchen. Für mich als modernen, kritischen Menschen war das nicht möglich.

Vielleicht hätte ich dieses Spiel noch einige Jahre weiter machen können, obwohl es mich sehr belastet hatte, aber Pastor Epp und seine Frau Irina setzten dem ein schnelles Ende. Auf seine zuvor getätigten äußerungen angesprochen, beschimpfte mich seine Frau aufs übelste, er versuchte eine Teufelsaustreibung und man setzte mich (uns) vor die Tür. Mit so einem schnellen Ende konnte ich nicht rechnen, aber ich bin wirklich froh und dankbar, dass es so schnell gegangen ist.

Später habe ich dann angefangen ebenfalls über diese und andere Gemeinden, mit denen ich Kontakt hatte zu schreiben, erst dann begriff ich wie viel Glück ich noch hatte. Da war zum Beispiel ein junges Mädchen, das die Gemeinschaft verlassen will, aber nicht kann weil Ihre gesamte Familie dort ist. Ein Mann, der seine Frau und seine Tochter verloren hatte, weil er nicht mehr zum Gottesdienst gehen wollte. Es sind Schicksale, die es wert sind von anderen gelesen zu werden. Leider und das kann ich sehr gut verstehen, möchte man nicht mehr an diese Gemeinde erinnert werden. Mit solchen Menschen zu arbeiten ist schwer und ich als berufstätiger Mensch, kann ich es allein nicht leisten. Ich habe meinen Weg gefunden und ich bin jetzt glücklich. Wenn ich an die Zeit in der Kirche denke, so läuft es mir kalt den Rücken runter. Leider haben sich einige und dazu gehört auch der Sohn des Pastors, Paul Epp es sich zum Ziel gesetzt mich und andere Aussteiger als Lügner, Fanatiker und Geisteskranke darzustellen. Jemand der beim WDR arbeitet, sollte, so meine ich, mit Kritik umgehen können. Stattdessen bedient man sich meiner Werke und meiner privaten Daten und stellt eine Webseite ins Netz, die in erster Linie mir als Privatperson schaden soll.

Die Frage, ob eine Glaubensgemeinschaft „versektet“ ist kann sich jeder selbst beantworten, der sich anschaut wie Aussteiger und Ehemalige behandelt werden. Für mich stellt sich diese Frage, bei der Glaubensgeneration, nicht mehr.

Für unabhängige Hilfe kann man sich an den vom Land NRW geförderten Verein Sekten-Info NRW e.V. wenden:

Sekten-Info NRW e.V.
Rottstraße 24
45127 Essen
Tel.: 0201 - 23 46 46
Fax: 0201 - 20 76 17
E-mail: kontakt@sekten-info-essen.de
URL: www.sekten-info-essen.de

 
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