Predigt vom 30.12.2007 - Antisemitische Ressentiments - Von Judenfressen und Hauptjuden

Am 30.12. 2007 stimmt der Pastor der Evangeliumskirche Glaubensgeneration seine Gemeinde auf wieder auf den Bau des Kirchengebäudes an der Albert-Hahn-Str. ein. Als Kernpunkt seiner Rede wählt er eine biblische Geschichte, die Geschichte von Moses und dem Volk Israel.

Er unterstellt, Moses die Juden beim Auszug aus Ägypten so lange im Kreise führen zu lassen, damit die die es nicht Wert sind in das gelobte Land zu kommen, sterben. Anschaulich und voller Freude berichtet Alexander Epp von dem langsamen Sterben des jüdischen Volkes und legt Moses folgende Worte in den Mund: „Gott, ich danke dir, dass auch diese 50 Nörgler endlich tot sind“. Auch antisemitischen Klischees bedient sich der Gemeindevorstand und spricht folgenden Satz: „Wäre ich Mitglied der jüdischen Gemeinde gewesen, und wäre ich vollwertiger Jude, dann würde ich folgendes sagen: Wegen euch Judenfressen (sic!). Ich Hauptjude (sic!), kann nicht, kann nicht das gelobte Land sehen.“. Daraufhin bricht im Saal lautes Gelächter aus. Einige Momente später versucht sich der Pastor für seine Worte zu entschuldigen und führt aus „ich habe auch irgendwo jüdisches Blut [lacht] und nun habe ich das Recht dazu[Anm.: Solche Ausdrücke zu verwenden] [lacht]“

Auch in dieser Predigt spielt Alexander Epp geschickt mit antisemitischen Ressentiments und weiß sie anschaulich und offensichtlich zuschauergerecht aufzubereiten. Was in dieser Kirche gepredigt wird, ist ein verzerrtes Bild vom Judentum und Juden. Die Ressentiments die er sich hier bedient sind zum einen „Die ewig nörgelnden Juden“, „Judenfressen“ als beleg dafür, dass sich Juden durch äußerliche Merkmale von anderen Menschen unterscheiden und der Gedanke, man wäre als Jude über jeden Antisemitismus erhaben.

Bereits im Jahre 2005 bezeichnet Pastor Alexander Epp, anlässlich der Gründung einer jüdischen Gemeinde, die „Synagogen als Horte des Teufels“ und verweist dabei auf das Neue Testament der Bibel. Von diesem fundamentalistischen Bibelverständnis haben Kirchenvertreter bereits vor Jahrzehnten distanziert. Alexander Epp scheint mit dieser menschenverachtenden und hetzerischen Auslegung, keine Berührungsängste zu haben.

Diese Predigt zeigt ein weiteres Mal wie antisemitische Ressentiments der Bevölkerung genutzt und bedient werden. In der Gemeinde "Evangeliumskirche Glaubensgeneration" sind fundamentalistische und der Art menschenverachtende Auslegungen eher die Regel. Die Predigt ist derzeit in voller Länge, über die Internetseite der Kirche abrufbar.

30.12.2007 А я и дом мой будем служить Господу... / Aber ich und mein Haus werden Gott dienen / http://www.glaubensgeneration.de/audio/301207_sluzhit_Gospodu.mp3

 

 

 
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