Das Thema „Christen und Juden“ in der Evangelischen Kirche von Westfalen

1984 Antrag der Kreissynode Hamm an die Landessynode:
Schritte zur Behandlung des Themas Christen und Juden in den Gemeinden

1988
Ausarbeitung des Ständigen Theologischen Ausschusses „Zum Verhältnis von Christen und Juden“

Berufung des landeskirchlichen Arbeitskreises Christen und Juden

1992
Landessynode bittet um Zwischenbericht über die Arbeit am Thema und regt eine Hauptvorlage Christen und Juden an Arbeitskreis wird Ausschuss Christen und
Juden der Kirchenleitung

1994
Zwischenbericht der Kirchenleitung zur Arbeit am Thema Christen und Juden
Stellungnahme des Ausschusses Christen und Juden „Wer sind wir als Kirche Jesu
Christi in der Gegenwart Israels“

Ergebnisse:
  • Erstellung einer Hauptvorlage Christen und Juden
  • Nebenamtliche landeskirchliche Beauftragung
  • Empfehlung an die Kirchenkreise, Synodalbeauftragte zu berufen

1998
Übergabe der Hauptvorlage der Evangelischen Kirche von Westfalen 1999 „Gott hat sein Volk nicht verstoßen“ durch den Präses auf der Landessynode zur Beratung in den Gemeinden, Kirchenkreisen, Ämtern und Werken in der Evangelischen Kirche von Westfalen

1999 Synodalerklärung der Landessynode der EKvW zum Verhältnis von Christen und Juden

  • Gottes bleibende Treue zu seinem Volk Israel
  • Absage an jegliche Judenmission
  • Weiterarbeit am Thema
  • Einleitung eines Verfahrens zur Ergänzung der Kirchenordnung


2004
Einleitung des Verfahrens zur Ergänzung der Kirchenordnung

 

Quelle: Arbeitshilfe für das Stellungnahmeverfahren zur Ergänzung der Kirchenordnung in Artikel 1

 

Die bleibende Erwählung Israels - Auswirkungen auf die Kirchenordnungen der evangelischen Kirche

Von den 24 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland haben sich 16 in synodalen Erklärungen zum Verhältnis von Kirche und Israel und damit zum Verhältnis von Christen und Juden geäußert. 7 haben daraus Konsequenzen für ihre Kirchenordnungen oder Kirchenverfassungen gezogen. In chronologischer Reihenfolge sind dies

 

  • die Evangelisch-reformierte Kirche im Jahr 1988,
  • die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau im Jahr 1991,
  • die Evangelische Kirche der Pfalz im Jahr 1995,
  • die Evangelische Kirche im Rheinland im Jahr 1996,
  • die Evangelische Kirche von Berlin-Brandenburg ebenfalls im Jahr 1996,
  • die Pommersche Evangelische Kirche im Jahr 1997 und
  • die Lippische Landeskirche im Jahr 1998.

 

Quelle: Die bleibende Erwählung Israels - Auswirkungen auf die Kirchenordnungen der evangelischen Kirche

 

Kirchenkampf und Antisemitismus - Die Haltung der protestantischen Landeskirchen zum Judentum in der NS-Zeit

Die Judenmission ist „durch die Hypothek der im Laufe der zweitausendjährigen Kirchengeschichte aufgetretenen Judenfeindschaft unerträglich belastet, wobei als deren letzte und extreme Auswirkung der Versuch der totalen Vernichtung des europäischen Judentums in der Schoa verstanden wird“, heißt es in der Denkschrift der EKD Christen und Juden. Die historischen Gründe für die Absage an die Judenmission sind daher verständlich.

 

Quelle: Kirchenkampf und Antisemitismus - Die Haltung der protestantischen Landeskirchen zum Judentum in der NS-Zeit

 

 
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