Von den Juden und ihren Lügen

Von den Jüden und iren Lügen (modern: Von den Juden und ihren Lügen) ist ein 65.000 Wörter umfassender Aufsatz von Martin Luther aus dem Jahr 1543.

Das Werk ist stark antisemitisch bzw. antijudaistisch geprägt. Luthers Ablehnung erfolgt zum einen aus einem religiösen Motiv, so sieht er die Juden als Gegner des christlichen Glaubens und Leugner des Messias Christus. Zum anderen sieht er eine Ausbeutung der Bevölkerung durch Juden gegeben.

1. Summa, lieben Fürsten und Herren, so Juden unter sich haben, ist euch solcher mein Rath nicht eben, so trefft einen bessern, daß ihr und wir alle der unleidlichen teuflischen Last der Juden entladen werden, und nicht vor Gott schuldig und theilhaftig werden alle der Lügen, des Lästerns, Speiens, Fluchens, so die rasenden Juden wider die Person unsers Herrn Jesu Christi, seiner lieben Mutter, aller Christen, aller Obrigkeit, und unser selbst so frei und muthwillig treiben, keinen Schutz noch Schirm, noch Geleit, noch Gemeinschaft sie haben lassen, auch nicht euer und eurer Unterthanen Geld und Güter durch den Wucher ihnen dazu dienen und helfen lassen.

2. Jawohl, sie halten uns [Christen] in unserem eigenen Land gefangen, sie lassen uns arbeiten in Nasenschweiß, Geld und Gut gewinnen, sitzen sie dieweil hinter dem Ofen, faulenzen, pompen und braten Birnen, fressen, sauffen, leben sanft und wohl von unserm erarbeiteten Gut, haben uns und unsere Güter gefangen durch ihren verfluchten Wucher, spotten dazu und speien uns an, das wir arbeiten und sie faule Juncker lassen sein … sind also unsere Herren, wir ihre Knechte.

Luther fordert ein Sieben-Punkte-Plan zum Umgang mit den Juden, welcher unter anderem die Enteignung der Juden und das Verbot des Wucherhandels (vgl. Zinswucher und Zinsverbot) enthält.

1. Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke und, was nicht verbrennen will, mit erden überheufe und beschütte, das kein Mensch ein stein oder schlacke davon sehe ewiglich Und solches sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien.
2. Zum anderen, das man auch jre Heuser des gleichen zerbreche und zerstöre, Denn sie treiben eben dasselbige drinnen, das sie in jren Schülen treiben Dafur mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall thun, wie die Zigeuner, auff das sie wissen, sie seien nicht Herren in unserem Lande.
3. Zum dritten, das man jnen nehme all jre Betbüchlein und Thalmudisten, darin solche Abgötterey, lügen, fluch und lesterung geleret wird. 4. Zum vierten, das man jren Rabinen bey leib und leben verbiete, hinfurt zu leren.
5. Zum fünften, das man die Jüden das Geleid und Straße gantz und gar auffhebe. 6. Zum sechsten, das man jnen den Wucher verbiete und neme jnen alle barschafft und kleinot an Silber und Gold, und lege es beiseit zu verwaren.
7. Zum siebenden, das man den jungen, starcken Jüden und Jüdin in die Hand gebe flegel, axt, karst, spaten, rocken, spindel und lasse sie jr brot verdienen im schweis der nasen.

Luthers Werk steht in der Tradition zahlreicher judenfeindlicher Schriften des Mittelalters (vgl. Antijudaismus im Mittelalter). Im Gegensatz zur späteren Judenfeinlichkeit des 20. Jahrhunderts sieht Luther die Juden vor allem als religiöse Gruppe, die bekehrt werden müssen und nicht als Volksgruppe.
 
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