Helena Rubinstein

Helena Rubinstein (* 25. Dezember 1870 in Krakau, Österreich-Ungarn (jetzt Polen); † 1. April 1965 in New York) war eine amerikanische Kosmetikunternehmerin und Mäzenin polnischer Herkunft.

Helena Rubinstein war die älteste von acht Töchtern des jüdischen Lebensmittelkaufmanns Horaz Rubinstein und seiner Frau Augusta. Mit 18 Jahren begann sie ein Medizinstudium in Krakau und Zürich, das sie jedoch abbrach. Sie wanderte nach Queensland in Australien aus und arbeitete dort zunächst als Kindermädchen bei ihrem Onkel bis sie 1902 ihren ersten Schönheitssalon in Melbourne eröffnete. Sie vertrieb und verwendete aus Polen importierte Cremes, die hauptsächlich aus einer Mixtur von Kräutern, Mandelöl und Rinderfett bestanden. Sie hatte damit großen Erfolg, zumal in Australien zu dieser Zeit Kosmetika wenig verbreitet und sie selbst mit ihrer zarten weißen Haut ihr bester Werbeträger war. Um eigene Produkte entwickeln zu können, verließ sie Australien wieder und übergab ihr Geschäft zwei ihrer Schwestern.

In Paris begann sie ein Studium bei einem der bekanntesten Hautärzte jener Zeit, dem Dermatologen Dr. Berthelot; und befasste sie sich mit Ernährungswissenschaft und Gesichtschirurgie. 1907 heiratete Rubinstein den ebenfalls polnischstämmigen Journalisten Edward William Titus (1870–1952) und bekam mit ihm 1909 den Sohn Roy Valentine und 1912 einen weiteren Sohn namens Horace Gustav. Noch während ihrer ersten Schwangerschaft gründete sie 1908 in London einen zweiten und als zweifache Mutter 1912 in Paris einen dritten Schönheitssalon.

1914 verließ die Familie während des ersten Weltkriegs Europa und [emigrierte in die USA. Nur ein Jahr später eröffnete sie dort ihre vierte Filiale mit importierten Pflegeprodukten. Bis 1920 entwickelte sie dann ihre erste eigene Kosmetiklinie und fortan trugen die von ihr vertriebenen Produkte den Namen Helena Rubinstein. Dieser Markenname besteht auch heute noch, über 80 Jahre nach Firmengründung. (Die Luxusmarke Helena Rubinstein gehört seit 1988 zum L’Oréal-Konzern Paris.)

1928 verkaufte sie zwei Drittel der „Rubinstein Inc.“ für 7,3 Millionen US-Dollar an das Bankhaus „Lehman Brothers“. Als die Wirtschaftskrise ihren tiefsten Punkt erreichte und das Bankhaus 1929 bankrott ging, erwarb sie den ganzen Komplex für nur 1,5 Millionen US-Dollar zurück. Äußerst vermögend kehrte sie nach Paris zurück und widmete sich dort ihrer Kunstleidenschaft. In ihrem Salon verkehrten u.a. heute namhafte Maler wie Matisse, Modigliani, Chagall und Schriftsteller wie Faulkner und Hemingway.

1937 wurde ihre erste Ehe geschieden und im Jahr darauf heiratete sie den fast 30 Jahre jüngeren Prinzen Artchil Gourielli-Techkonia (1897-1955). Zu dieser Zeit begann auch ihr Konkurrenzkampf mit der Kosmetikunternehmerin Elizabeth Arden, der ihr Leben lang andauern sollte. 1953 war es jedoch Helena Rubinstein, die unweit von New York eine der größten Fabriken, die jemals von einer Frau geschaffen wurde, errichtete. Bald besaß sie weitere Fabriken in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Israel, Australien, Japan, Kanada und Südamerika.

Am 1. April 1965 starb Helena Rubinstein in einem New Yorker Krankenhaus. Bis kurz vor ihrem Tod hatte sie ihr Unternehmen noch selbst geleitet. Sie hinterließ ihren 121 Erben Häuser, Schmuck, Gemälde und ein Kosmetikimperium. Den größten Teil erbte die Gesundheitsfürsorge, weil sie es bedauerte, nicht Ärztin geworden zu sein und es ihr nicht gelungen war, Kosmetik zur Medizin fortzuentwickeln.

 
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