Michael Max Degen

Michael Max Degen (* 31. Januar 1932 in Chemnitz) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Verfolgt wegen seiner jüdischen Herkunft, überlebte er den Zweiten Weltkrieg und die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Berlin zusammen mit seiner Mutter Anna unter falscher Identität und bei deutschen Freunden versteckt. Sein Vater wurde im September 1939 deportiert. Dieser überstand zwar das Konzentrationslager Sachsenhausen trotz schwerster Verletzungen, starb aber kurz nach seiner Freilassung an den Folgen der erlittenen Folter im April 1940.

Nach seiner Rückkehr nach Berlin spielte er wieder im Ensemble von Bertolt Brecht am Deutschen Theater. In den nächsten Jahrzehnten folgten zahlreiche Engagements in Köln, Frankfurt am Main, Berlin, München, Salzburg, Hamburg und Wien. Im Laufe seiner Theater- und Filmlaufbahn arbeitete er – neben dem bereits erwähnten Bertolt Brecht – mit so renommierten Regisseuren wie Peter Zadek, Ingmar Bergman, Claude Chabrol, Rudolf Noelte und George Tabori zusammen.

Dem Fernsehpublikum wurde Michael Degen erst durch seine Rolle in Franz Peter Wirths Mehrteiler nach Thomas Mann Die Buddenbrooks (1978) bekannt. In den 1980-er Jahren sollten Fernsehfilme wie Dieter Wedels „Mittags auf dem roten Platz” (1983), Peter Beauvais' „Die ewigen Gefühle” (1984) und Michael Kehlmanns „Geheime Reichssache” (1987) folgen.

Seit 1986 meidet Degen politische Stellungnahmen in der Öffentlichkeit, da er nach einem Protest gegen ein Treffen der „Leibstandarte Adolf Hitler” rechtsradikale Morddrohungen erhielt und seine Wohnung in Hamburg verwüstet wurde.

Für viele Fernsehzuschauer blieb er am nachhaltigsten durch eine der populärsten Serien der späten 1980-er Jahre an der Seite von Witta Pohl und Günter Strack in Erinnerung: „Diese Drombuschs” (ab 1989). Außerdem ist er in der ARD-Krimiserie Donna Leon in der Rolle des eitlen Vice-Questore Patta (seit 2000) sehr präsent.

Auch weiterhin bekommt Degen Filmangebote, da er mit seinem markanten Aussehen und seiner guten Sprechtechnik mit der angenehmen Stimme des ausgebildeten Schauspielers als Stütze für jedes Filmprojekt gilt. Degen spielt sowohl in Serien als auch in ausgewählten anspruchsvollen Filmproduktionen.

Seit einigen Jahren tritt Michael Degen auch als Schriftsteller in Erscheinung. 2003 erhielt er für seine Memoiren den Berliner Bär (BZ-Kulturpreis).

 

 
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